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DSV-Nachwuchs: Quirin Modricker macht nicht weiter

Quirin Modricker; Foto: Jan Simon Schäfer
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Die Liste der Rücktritte im Deutschen Skiverband wird kontinuierlich länger. Mit Quirin Modricker (21) vom SC Hinterzarten hat ein weiteres DSV-Talent aufgehört.

Beim Blick in die sozialen Netzwerke war Quirin Modricker zuletzt eher mit Freizeitaktivitäten beschäftigt. Die Vermutung des Karriereendes machte sich breit. Nun folgte die offizielle Bestätigung seitens des DSV: Quirin Modricker hat nach Saisonende seine aktive Skispringer-Karriere beendet. Der 21-Jährige blieb zuletzt ohne Kaderstatus im DSV. Auch sportlich konnte Quirin Modricker im abgelaufenen Winter 2021/2022 nicht glänzen. Eine Perspektive für das sportliche Weiter gab es nicht mehr. Der junge Springer vom SC Hinterzarten kam letztendlich überhaupt nicht mehr voran.

Achtungserfolge im Jugendbereich

Für den junge Springer aus Schopfheim (Landkreis Lörrach) – unweit der Schweizer Grenze – ging es mit sechs Jahren das erste Mal an die Schanze. Über das Kinder- und Jugend-Training des SC Hinterzarten folgte mit 15 Jahren der Wechsel an das Skiinternat in Furtwangen. Dort hat sich Quirin Modricker weiterentwickelt und auf Jugend-Ebene den nächsten Leistungsschub geschafft. So sicherte sich der Schwarzwald-Adler bei der Jugend-DM in Baiersbronn (2017) den Meistertitel. Zudem gab es noch Silber in der Team-Formation. In den Folgejahren lief es wechselnd für Quirin Modricker: 2017/2018 war kein guter Winter, 2018/2019 dagegen ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, der ihn zwischenzeitlich sogar in die Trainingsgruppe 1B – also in das B-Team – brachte. Es folgten im Sommer und Herbst 2019 sogar die ersten Einsätze im Continentalcup. In seinem ersten COC-Wettkampf im tschechischen Frenstat schaffte Quirin Modricker mit Platz 22 nicht nur erstmalig die Punkteränge der Serie, sondern gleichzeitig auch sein bis heute bestes Continentalcup-Resultat.

Mehr als Continentalcup war nicht drin

Denn in der Folge ging die Reise wie auf einer Achterbahn weiter – mit Höhen und Tiefen inklusive. 2019/2020 war ein Winter um Platz 30 im Alpen- und FIS-Cup, ohne die Empfehlung für größere Aufgaben. 2020/2021 ging es dann noch einmal voran, sodass sich der Schopfheimer seine einzige Junioren-WM-Teilnahme erkämpfte. Somit durfte der Springer vom SC Hinterzarten 2021 mit nach Lahti (FIN) fahren und erzielte im Einzel Rang 21, dazu noch Platz acht mit dem Herren-Nachwuchsteam. Ein wirklicher Türöffner war die JWM daher nicht und so verlor Quirin Modricker in der Folge – die Corona-Pandemie gab ihr übriges dazu – weiter an Boden. Der Kaderstatus ging bereits zur Saison 2021/2022 verloren. Bis zum Karriereende konnte sich der 21-Jährige diesen nicht mehr zurückholen. Quirin Modricker bestritt seinen letzten internationalen Wettbewerb im Februar 2022: Beim FIS-Cup in Villach (AUT) reichte es nur noch zu den Plätzen 46 und 52.

Der Weg führt ins normale Leben zurück

Im Frühjahr 2022 hat Quirin Modricker nun seine Skier an den Nagel gehängt, ohne eine Ankündigung. Der 21-Jährige gilt als ruhiger, zurückhaltender Athlet – und macht diesem Ruf auch bei seinem Abschied aller Ehren. Gegenüber skispringen-news.de hielt sich Modricker bedeckt, was seine Zukunftspläne betrifft. Fakt ist, dass er seit August 2021 dem Zoll Ski-Team angehört und damit eine Perspektive beim Zoll besitzt. In selbigem Jahr hat er zudem ein Maschinenbau-Studium begonnen.

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