Domen Prevc eilt der Konkurrenz weiter davon. Auch beim zweiten Einzelwettbewerb in Willingen ließ der Slowene keine Zweifel aufkommen und siegte souverän vor dem Japaner Ren Nikaido, der seinen zweiten Platz vom Vortag wiederholte. Über den dritten Rang durfte sich Philipp Raimund freuen, der damit vor den Olympischen Spielen noch einmal ordentlich Selbstvertrauen tankte.

Selten hat das Skispringen über eine ganze Saison hinweg eine solche Machtdemonstration erlebt wie derzeit durch Domen Prevc. Nach seinem Sieg in der Qualifikation lag der Slowene bereits nach dem ersten Durchgang 13,6 Punkte vor seinem Teamgefährten Anze Lanisek, der sich zur Halbzeit auf Rang zwei einreihte. Auch im zweiten Durchgang spielte Prevc wieder einmal mit der Konkurrenz und lag am Ende sogar satte 31,7 Punkte voraus. Die Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen in Predazzo scheinen praktisch schon für ihn reserviert zu sein, wenn er seine Sprünge weiterhin wie am Fließband abrufen kann.

Dahinter kristallisiert sich – zumindest nach den Eindrücken in Willingen – mit Ren Nikaido der wohl gefährlichste Jäger heraus. Den kleinen Rückschlag im ersten Durchgang, in dem er sich nur auf Position sieben einreihte, kompensierte er mit einem starken zweiten Versuch auf 152,5 Meter. Wie schon am Vortag bedeutete dies für ihn unter dem Strich den zweiten Rang.

Erfreulich aus deutscher Sicht ist, dass auch heute wieder ein DSV-Adler vorne mithalten konnte. Nach dem Podiumsplatz von Karl Geiger am gestrigen Tag war es dieses Mal Philipp Raimund, der auf ganzer Linie überzeugen konnte. Bereits nach dem ersten Durchgang lag er an dritter Stelle, und auch wenn Nikaido im Finaldurchgang noch an ihm vorbeiziehen konnte, gelang es ihm, sich noch Anze Lanisek zu schnappen. Die Zuschauer an der Mühlenkopfschanze durften sich damit an allen drei Tagen über einen deutschen Podestplatz freuen.

Rang vier ging an den Norweger Marius Lindvik, der sich gegenüber dem Vortag deutlich verbessert zeigte, als er über den 22. Platz nicht hinauskam. Für die größte Überraschung des Tages sorgte allerdings der Finne Niko Kytosaho, der mit Rang fünf in Willingen sein bisher bestes Karriereergebnis erzielte. Ebenfalls stark aufgelegt präsentierte sich Kristoffer Eriksen Sundal (6), den man bei den Olympischen Spielen sicherlich ebenfalls auf der Rechnung haben sollte. Anze Lanisek büßte nach seinem starken ersten Sprung im Finale einiges ein und beendete den Wettbewerb auf Rang sieben.

Andreas Wellinger (8.) gelang zum zweiten Mal in Folge der Sprung in die Top 10. Damit bestätigte der Ruhpoldinger seinen deutlichen Aufwärtstrend. Polens Routinier Piotr Zyla tankte mit dem neunten Platz ebenfalls Selbstvertrauen – genauso wie Felix Hoffmann (10.).

Karl Geiger (21.), Luca Roth (26.) und Pius Paschke (28.) sammelten ebenfalls Weltcuppunkte, wenngleich sie sich für den heutigen Tag allesamt sicherlich noch mehr ausgerechnet hatten.

Hinweis: Dieser Artikel wird noch mit weiteren Hintergrundinformationen und Stimmen ergänzt.

>>> Ergebnis Wettkampf

>>> Ergebnis Qualifikation

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