Foto: Jan Simon Schäfer

Nach einer bislang eher schwierigen Saison scheint Daniel Tschofenig (299,4 Punkte) in der Schlussphase noch einmal richtig in Schwung zu kommen. Nachdem sich der Österreicher am gestrigen Tage noch um 0,7 Punkte Philipp Raimund geschlagen geben musste, behielt er dieses Mal in Lahti knapp die Oberhand. Rang zwei ging an Domen Prevc (298,8 Punkte), der sich unbeeindruckt von seiner gestrigen Disqualifikation heute erneut stark präsentierte. Ryoyu Kobayashi (296,2 Punkte) komplettierte als Dritter das Podium.

Nach dem ersten Durchgang hatte Daniel Tschofenig (130,5 m) noch auf dem dritten Rang hinter Spitzenreiter Ryoyu Kobayashi (128,5 m) und Domen Prevc (130 m) gelegen. Im zweiten Durchgang konterte der Österreicher jedoch noch einmal und zog mit einem starken Sprung auf 129,5 m noch an seinen beiden Kontrahenten vorbei. Seriensieger Domen Prevc (130 m) musste sich am Ende um 0,6 Punkte gegenüber Tschofenig geschlagen geben. Für Ryoyu Kobayashi (126 m) blieb trotz Halbzeitführung am Ende „nur“ der dritte Rang. Allerdings hatte der Japaner im Finaldurchgang vergleichsweise auch die schwierigsten Windbedingungen. Philipp Raimund verpasste nach seinem gestrigen Weltcupsieg heute als Vierter ganz knapp das Podium, zeigte aber dennoch zwei starke Sprünge (128 m/129 m; 291,8 Punkte).

Rang fünf ging an den Norweger Marius Lindvik vor dem Österreicher Jan Hörl (6.) und Isak Andreas Langmo (7.), einem weiteren Norweger, der sein bisher bestes Weltcupresultat erzielte. Auch allgemein zeigten sich die Norweger äußerst stark, denn mit Johann Andre Forfang (9.) brachten sie noch einen dritten Springer in die Top-10. Dazwischen reihte sich der finnische Lokalmatador Niko Kytosaho (8.) ein. Der Pole Kacper Tomasiak (10.) vervollständigte die Top-10.

Ren Nikaido, der über mehrere Tage unplanmäßig in Dubai gestrandet war und durch den Krieg von dort aus auf direktem Flugweg nicht weiterkam, schaffte es rechtzeitig zur Qualifikation für den zweiten Einzelwettkampf nach Lahti. Nach dem ersten Durchgang hatte er noch auf einem starken fünften Rang gelegen, fiel allerdings im Finale noch bis auf den 14. Platz zurück.

Felix Hoffmann zeigte sich am zweiten Wettkampftag in Lahti formverbessert und belegte den 21. Rang. Pius Paschke (29.) sammelte ebenfalls Weltcuppunkte, blieb aber nach einem starken Quali-Sprung im Wettbewerb deutlich hinter seinen eigenen Erwartungen zurück.

Kampf um den dritten Platz im Gesamtweltcup ist entbrannt

Während Domen Prevc (1894 Punkte) seit dem gestrigen Tage bereits als Gesamtweltcupsieger feststeht und sich Ryoyu Kobayashi (1153 Punkte) dahinter auch seinen zweiten Platz zu festigen scheint, ist um den dritten Rang noch ein enger Dreikampf in vollem Gange. Daniel Tschofenig (999 Punkte), Philipp Raimund (948 Punkte) und Ren Nikaido (939 Punkte) rechnen sich hier noch allesamt Chancen aus. Am nächsten Wochenende wird dieser packende Kampf in Oslo fortgesetzt.

Wellinger und Geiger verpassen Finaldurchgang

Nach zuletzt deutlich aufsteigender Form ging es für Andreas Wellinger (33.) und Karl Geiger (42.) dieses Mal wieder einen Schritt zurück. Die beiden deutschen Erfolgsgaranten der letzten Jahre konnten sich nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren. Damit werden sie auch in den Überlegungen von Stefan Horngacher für den morgigen Super-Team-Wettkampf wohl keine entscheidende Rolle spielen. Neben Philipp Raimund wird der deutsche Bundestrainer mit großer Wahrscheinlichkeit entweder auf Felix Hoffmann oder Pius Paschke für das deutsche Aufgebot zurückgreifen.

Quali-Aus für Kraft, Zajc und Roth

In der zuvor ausgetragenen Qualifikation, die der Japaner Ryoyu Kobayashi für sich entscheiden konnte, strandeten mit Stefan Kraft (55.) und Timi Zajc (56.) bereits zwei ganz prominente Namen. Auch Luca Roth (51.) verpasste knapp den Einzug in den Wettbewerb der besten 50 Athleten.

>>> Ergebnis Wettkampf

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