Nika Prevc ist geschlagen – und das ausgerechnet beim ersten Olympia-Wettkampf in Predazzo. Die erste Goldmedaille bei den diesjährigen Olympischen Spielen geht nach Norwegen an Anna Odine Stroem. Prevz landet mit 1,1 Punkten Rückstand auf dem zweiten Rang. Bronze geht an die Japanerin Nozomi Maruyama.
Mit Weiten von 100,0 und 101,0 Metern zeigt Anna Odine Stroem nicht nur den weitesten Sprung auf der Normalschanze, sondern sicherte sich auch die Goldmedaille. Mit 267,3 Punkten setze sie sich gegen die Konkurrenz durch.
Silber geht an die Slowenin Nika Prevc. Prevc, die den Absprung in beiden Durchgängen nicht ideal traf, landete im ersten Sprung bereits nach 98,0 Metern und lag damit einen Punkt hinter Stroem. Mit 99,5 Meter im zweiten Durchgang konnte sie die Norwegerin nicht mehr einholen und musste sich mit 266,2 Punkten mit Platz zwei zufriedengeben. Nozomi Maruyama (261,8 Pkt.) sicherte sich mit 97,0 und 100,0 Metern den Bronzerang.
DSV-Athletinnen ohne Medaillenchance
Bereits im vorangegangenen Probedurchgang waren die deutschen Damen abgeschlagen. Selina Freitag landete als beste Deutsche nur auf Rang 13. Im Wettkampf lief es dann zwar etwas besser, mit dem Kampf um die Medaillen hatten die DSV-Athletinnen heute jedoch nichts zu tun.
Selina Freitag, die nach dem ersten Durchgang noch auf Rang elf lag, machte mit 97,5 Metern im zweiten Sprung noch einige Plätze gut. Am Ende wurde sie als Siebte beste Deutsche. Zufrieden ist sie damit nicht, gegenüber Eurosport zeigt sie sich jedoch positiv in Hinblick auf die kommenden Wettkämpfe: „Ich konnte jetzt den zweiten Durchgang mit einem besseren Gefühl beenden. Jetzt ist der Druck weg, der zweite Sprung macht mir auf jeden Fall Hoffnung für die weiteren Wettkämpfe.“ Agnes Reisch landete auf Platz neun. Auch für Katharina Schmid lief es nicht wie gewünscht, sie musste sich mit Platz 16 zufrieden geben. Juliane Seyfarth schaffte den Sprung unter die besten 30 knapp nicht.
Ebenfalls nicht fürs Podest reichte es für die Österreicherin Lisa Eder, die auf dem vierten Platz landete. Mit Rang vier noch in Medaillenreichweite war nach dem ersten Durchgang Eirin Maria Kvandal. Diese rutschte nach ihrem zweiten Sprung jedoch noch etwas zurück und wurde am Ende Fünfte. Mit Heidi Dyhre Traaserud landete auf Platz sechs eine weitere Norwegerin. Auf Platz neun landete Nika Vodan aus Slowenien.
Top Ergebnis für Anna Twardosz, Abigail Strate enttäuscht
Zwar nicht in die Nähe der Medaillen, dafür jedoch mit dem besten Olympia-Ergebnis für die polnischen Damen überhaupt landete Anna Twardosz auf Rang zehn. Knapp hinter ihr, darüber jedoch nicht annähernd so glücklich wie die Polin, landete die Kanadierin Abigail Strate auf Rang elf.
Für die Damen geht es morgen bereits mit zwei weiteren Trainingsdurchgängen weiter, bevor am Montag dann der Mixed Bewerb auf dem Plan steht.

