Rechtzeitig vor den Olympischen Spielen scheint Eirin Maria Kvandal in Form zu kommen. Die Norwegerin sicherte sich bei der Generalprobe in Willingen ihren ersten Saisonsieg vor der Weltcupführenden Slowenin Nika Prevc sowie der Japanerin Nozomi Maruyama. Agnes Reisch wurde als beste deutsche Vierte.
Damit unterstrich Kvandal einmal mehr, dass ihr die Mühlenkopfschanze in Willingen besonders gut liegt. Bereits nach dem ersten Durchgang führte sie mit 138,5m das Feld an und baute im zweiten Versuch mit einem Satz auf 143,5 m ihren Vorsprung noch einmal weiter aus. Seriensiegerin Nika Prevc musste sich an diesem Tage um 11,3 Punkte gegenüber Kvandal geschlagen geben, baute ihren Vorsprung in der Weltcupgesamtwertung auf Maruyama jedoch nochmal weiter aus.
Aus deutscher Sicht konnte vor allem Agnes Reisch überzeugen. Nach einem schwierigen ersten Durchgang, den die Allgäuerin auf dem neunten Zwischenrang abschloss, katapultierte sie sich im zweiten Durchgang mit einer Weite von 134 m noch bis auf die vierte Position nach vorne. Auch wenn sie das Podium knapp verpasste, brachte sie das Publikum entlang der Mühlenkopfschanze in Ekstase.
Hinter Anna Odine Ström reihte sich Selina Freitag auf Rang sechs ein. Dahinter unterstrich Silje Opseth als Siebtplatzierte noch einmal das starke norwegische Ergebnis. Katharina Schmid beendete den ersten von insgesamt zwei Einzelwettbewerben im Sauerland auf der achten Position. Die beiden Japanerinnen Ringo Miyajima und Kurumi Ichinohe rundeten die Top-10 ab.
Mit Juliane Seyfarth (11.), Anna Hollandt (28.) und Emely Torazza (29.) sammelten drei weitere DSV-Damen Weltcuppunkte. Hinter den eigenen Erwartungen zurück blieben hingegen die zuletzt so starken Österreicherinnen. Während Julia Mühlbacher den 13. Platz belegte, kam Lisa Eder heute nicht über den 15. Rang hinaus.
Hinweis: Nach dem Wettbewerb der Herren wird dieser Artikel noch mit weiteren Hintergrundinfos und Stimmen ergänzt.

