Wie der Slowenische Skiverband (SAS) in einer Pressemitteilung am Montag mitteilte, wird der Verband am morgigen Tag offiziell Einspruch beim Internationalen Ski- und Snowboard-Verband (FIS) einreichen. Anlass ist der Vorfall während des gestrigen Teamwettbewerbs bei den Skiflug-Weltmeisterschaften in Oberstdorf, der nach Ansicht des Verbandes erhebliche Fragen zur Gleichbehandlung der Athleten und zur einheitlichen Anwendung des Regelwerks aufwirft.
Nach Einschätzung des SAS hatten die Entscheidungen der Wettkampfleitung maßgeblichen Einfluss auf den Verlauf des Wettbewerbs sowie auf die Platzierungen der Teams. Daher sei eine umfassende, fachlich fundierte Aufarbeitung zwingend notwendig. Nachdem Domen Prevc im ersten Durchgang nicht an den Start gehen durfte, fehlten der Mannschaft erheblich Punkte. Am Ende belegte Slowenien nur Rang sechs.
Der Verband unterstreicht, dass ein fairer, sicherer und für alle Athleten gleicher Wettkampf die Grundlage für das Vertrauen in den Skisprungsport und seine internationalen Strukturen bildet. Vor diesem Hintergrund erwartet der SAS, dass die FIS den Einspruch mit der nötigen Sorgfalt, vollständiger Transparenz und gemäß ihren eigenen Bestimmungen prüft. Gleichzeitig weist der Verband darauf hin, dass weder Springer noch Trainer oder andere Teammitglieder während des laufenden Verfahrens Stellung beziehen werden. Öffentliche Äußerungen könnten die Bewertung des Vorfalls oder die Entscheidungen der zuständigen Instanzen beeinflussen.
„Die slowenische Mannschaft nähert sich zudem dem Höhepunkt der Saison, der von den wichtigsten Wettkämpfen und den bevorstehenden Olympischen Spielen geprägt ist. In dieser Phase benötigt das Team vor allem ein stabiles, ruhiges und fokussiertes Umfeld, das eine ungestörte Vorbereitung und volle Konzentration auf die sportlichen Ziele ermöglicht“, hieß es weiter von Tomi Trbovc, der PR-Manager im slowenischen Team.
Der Verband stellt zudem klar, dass der Einspruch nicht darauf abzielt, „außergewöhnliche Schritte einzuleiten oder eine öffentliche Auseinandersetzung“ zu führen. Im Mittelpunkt steht vielmehr das Anliegen, die getroffenen Entscheidungen nachvollziehbar aufzuarbeiten, die Wettbewerbsintegrität zu wahren und ähnliche Situationen künftig auszuschließen. Gleichzeitig betont der SAS, dass er die Interessen seiner Athleten und des gesamten Sports entschlossen vertreten wird, während der Dialog mit der FIS weiterhin sachlich und konstruktiv bleiben soll.

