Olympische Spiele

Deutschland erlebt sein Olympia Märchen. Philipp Raimund holt bei seinen ersten Olympischen Spielen Gold auf der Normalschanze in Predazzo. Mit einer beeindruckenden Leistung entscheidet er die erste Männer Entscheidung vor Kacper Tomasiak und auf dem geteilten dritten Platz Ren Nikaido und Gregor Deschwanden für sich.

Überglücklich strahlte Philipp Raimund nachdem er gelandet war und wusste: das könnte reichen. Mit einem Traumsprung auf 106,5 Meter und Traumnoten darf sich Raimund nun also wirklich Olympiasieger nennen. Bereits nach 102,0 Metern im ersten Durchgang lag er auf Goldkurs und hielt dem Druck stand. Über Silber durfte sich mit Sprüngen auf 103,0 und 107,0 Metern Kacper Tomasiak freuen. Bronze ging gleich an zwei Springer. Ren Nikaido und Gregor Deschwanden teilen sich den dritten Rang mit je 266,0 Punkten.

Valentin Foubert lag nach Durchgang eins noch auf Medaillen Kurs, verpasste jedoch mit einem schwächeren zweiten Sprung die Top 3 und wurde Fünfter. Ähnlich erging es Kristoffer Eriksen Sundal, der sogar noch auf den zehnten Platz zurückfiel. Top Favorit Domen Prevc, der aber zugegebenermaßen schon im Training Probleme hatte wurde guter Sechster. Stephan Embacher wurde als Siebter bester Österreicher und war damit auch der einzige Österreicher in den Top Ten.

Diese Top Ten wurden komplettiert durch Ryoyu Kobayashi auf Platz acht und Johann Andre Forfang auf Position neun. Marius Lindivk, der im gestrigen Training durchaus Ambitionen auf den Titel anmeldete tat sich an diesem Tag überraschend schwer und wurde Zwölfter.

Für die anderen deutschen lief es mehr oder weniger durchwachsen, was aber durch Raimunds Erfolg wohl hinten ansteht. Felix Hoffmann wurde 13. Andreas Wellinger 17. und Pius Paschke 23.

Weltcup Weltcup Herren

Domen Prevc hat sich vor 22.125 Zuschauern an der Mühlenkopfschanze in Willingen in überlegener Art und Weise seinen nächsten Saisonsieg gesichert. Hinter dem erneut starken Japaner Ren Nikaido platzierte sich überraschenderweise Karl Geiger, der damit endgültig aus seinem Formtief herausgekommen zu sein scheint. Mit Felix Hoffmann und Andreas Wellinger sprangen noch zwei weitere Deutsche unter die Top 10.

Schon während des ersten Durchgangs rieben sich die Zuschauer verwundert die Augen, als sie sahen, wie viel der Sprung auf 140,5 m von Karl Geiger wert war. Der Oberstdorfer reihte sich nicht nur im direkten Anschluss an seinen Versuch an der Spitze des Feldes ein, sondern verweilte dort bis zum allerletzten Athleten, dem Weltcupführenden Domen Prevc. Nur der Slowene war in der Lage, Geiger mit 146,5 m zu knacken. Rang drei ging zur Halbzeit an den Japaner Ren Nikaido vor dem Österreicher Manuel Fettner (4.) und Andreas Wellinger (5./134 m), der damit genauso wie Teamkollege Geiger für eine faustdicke Überraschung sorgte. Vor allem nach den beiden äußerst schwachen Trainingssprüngen am Freitag schien Wellinger bei weitem nicht auf einem solchen Level zu sein. Über weite Teile des ersten Durchgangs lag er hinter Geiger auf der zweiten Position und sorgte damit zur Freude des Willinger Publikums lange für eine deutsche Doppelführung.

Im zweiten Durchgang galt es dann, diese exzellente Vorstellung zu bestätigen, was den beiden DSV-Sorgenkindern dieser Saison auch gelingen sollte. Mit 138,5 Metern platzierte sich Wellinger auf dem sechsten Platz im Endergebnis und durfte sich damit über sein bisher bestes Saisonergebnis freuen. „Ich bin häufig nicht im zweiten Durchgang gewesen, habe aber trotzdem immer gewusst, dass es in die richtige Richtung geht. Und heute habe ich es mal aufs Papier gebracht, und das ist sehr, sehr gut für die Seele“, schilderte der Ruhpoldinger im Anschluss.

Noch stärker präsentierte sich allerdings Karl Geiger, der mit 142 m sogar noch einmal seine Weite verbesserte und als Dritter auf das Podium sprang. Auch wenn Nikaido mit einem Satz auf 147 m noch an ihm vorbeizog, den Jubelschrei im Auslauf hat man sicherlich noch bis ins benachbarte Winterberg gehört.

„Es war wirklich ein sehr besonderer Moment für mich, weil es sich diese Saison noch nicht abgezeichnet hat, dass ich in der Lage bin, aufs Podium zu springen. Aber die letzten zwei Wochen waren sehr produktiv und effektiv, und es gingen wirklich Schritte in die richtige Richtung. Und ja, heute habe ich einfach zwei wirklich gute Sprünge gemacht, und ich bin unglaublich glücklich, erleichtert und dankbar, dass mir das gelungen ist“, sagte Geiger auf der anschließenden Pressekonferenz.

Neben ihm und Wellinger durfte sich auch Felix Hoffmann über einen gelungenen Tag freuen und wurde als zweitbester Deutscher Tagesvierter. Nach dem kleinen Rückschlag bei der Skiflug-WM in Oberstdorf scheint auch er wieder zu seiner starken Form zurückzufinden.

„Oberstdorf war schwierig für Felix, weil er zwei Wochen raus war, nur einmal auf der Schanze stand und dann gleich zum Skifliegen musste – er hat da nicht ganz so optimal reingefunden. Von Anfang an war es ein bisschen schwierig, aber auch verständlich, weil er körperlich noch nicht da war, wo er hätte sein sollen. Jetzt wird es langsam immer besser, und heute waren die Sprünge schon auf einem deutlich höheren Niveau. Fliegen kann er ja. Heute hat er aus meiner Sicht 90 % seiner Leistung abrufen können“, lobte Bundestrainer Stefan Horngacher, der sich angesichts des tollen Mannschaftsergebnisses auch selbst erleichtert zeigte.

„Mir geht es heute mal richtig gut – und auch dem gesamten Team. Weil jeder sich den Hintern aufgerissen hat, man so viele Dinge auf jeder Station gemacht hat, alle mehr als 100 % gegeben und alles zu Hause liegen gelassen haben, um nur für die Sache zu arbeiten. Und wenn es dann mal so aufgeht wie heute in diesem Stadion vor so vielen Zuschauern, dann reißt das das ganze Team mit. Und jeder ist motiviert weiterzumachen. Das ist jetzt genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen.“

Nur einer war heute einmal mehr in seiner ganz eigenen Liga unterwegs – Domen Prevc. Mit 155 m blieb der Slowene im Finaldurchgang nur einen halben Meter unterhalb des aktuellen Schanzenrekords von Johann Andre Forfang und setzte sich am Ende mit 22 Punkten Vorsprung auf den zweitplatzierten Ren Nikaido wieder einmal sehr deutlich durch.

Bester Österreicher wurde Manuel Fettner auf dem fünften Rang. Hinter Andreas Wellinger (6.) rundeten Kristoffer Eriksen Sundal (7.), Vladimir Zografski (8.), Ryoyu Kobayashi (9.) und Qualifikationssieger Daniel Tschofenig (10.) die Top 10 ab.

>>> Ergebnis Wettkampf

>>> Ergebnis Qualifikation

Vierschanzentournee Weltcup Weltcup Herren

Ren Nikaido sichert sich am Bergisel seinen ersten Weltcupsieg. Er landet damit vor dem bisherigen Dominanter der Vierschanzentournee, Domen Prevc, und dem Österreicher Stephan Embacher. Felix Hoffmann wird als Fünfter bester Deutscher.

Ein Vierfach-Erfolg bei der diesjährigen Vierschanzentournee ist nach der dritten Station vom Tisch. Domen Prevc muss sich heute dem Japaner Ren Nikaido geschlagen geben. Nikaido sichert sich mit 131,0 und 128,0 Metern 276,5 Punkte und damit den ersten Weltcupsieg in seiner Karriere. Domen Prevc (276,0 Pkt.) landete mit 129,5 und 128,0 Metern nur 0,5 Punkte hinter dem Japaner auf Rang Zwei. Der dritte Platz ging an den Österreicher Stephan Embacher. Embacher lag nach dem ersten Durchgang mit einem Sprung auf 130,0 Meter noch pünktlich mit Nikaido in Führung. Im zweiten Durchgang fehlte ihm dann ein halber Meter auf seinen direkten Konkurrenten. Mit 127,5 Metern sicherte er sich letztendlich 275,8 Punkte und landete mit einem minimalen Rückstand von 0,7 Punkten auf Rang drei.

Jan Hörl verpasst Podest, Felix Hoffmann wird Fünfter

Jan Hörl, der zwischenzeitlich auf dem dritten Rang lag und sich nach seinem Sieg in der gestrigen Qualifikation vermutlich mehr ausgerechnet hat, musste sich am Ende mit Platz vier zufrieden geben. Hinter ihm auf Platz fünf landete Felix Hoffmann.

Mit Daniel Tschofenig auf Platz sechs konnte sich ein weiterer Österreicher in den Top Ten platzieren. Anze Lanizek wurde Siebter. Auf Platz Acht landete mit Kacper Tomasiak der beste Pole im heutigen Bewerb. Auf Platz Neun landete der junge Amerikaner Jason Colby, der nach dem ersten Durchgang noch auf Platz Fünf lag, nach einem schwächeren zweiten Sprung jedoch noch ein paar Plätze einbüßen musste. Komplettiert wurden die besten Zehn vom Japaner Ryoyu Kobayashi.

Philipp Raimund konnte in Innsbruck nicht ganz an seine bisherigen Leistungen anknüpfen. Seine Sprünge auf 126,0 und 125,0 Metern reichten am Ende nur für Platz 12. Daneben konnte lediglich Pius Paschke auf Rang 28 weitere Punkte sammeln. Sowohl Karl Geiger als auch Andreas Wellinger scheiterten bereits in ihren KO-Duellen und mussten im zweiten Durchgang erneut zuschauen.

Auch für das norwegische Team lief es erneut nicht nach Plan. Mit Johann Andre Forfang (11.) und Kristoffer Eriksen Sundal (15.) landeten nur zwei Athleten in den Punkten.

Prevc baut Gesamtführung weiter aus

Auch, wenn es heute nicht für den Sieg reichte, konnte Domen Prevc seine Führung in der Tournee-Gesamtwertung weiter ausbauen. Er liegt nun 41,4 Punkte vor Jan Hörl. Felix Hoffmann liegt nun knapp hinter Ren Nikaido auf dem fünften Rang, ihm fehlen aktuell 13,7 Punkte auf das Podest.

Offizielles Ergebnis

Gesamtwertung Vierschanzentournee

Die letzte Tournee-Station steht nun in Bischofshofen an. Morgen geht es direkt mit der Qualifikation weiter, bevor am Dienstag um 16:30 Uhr der letzte Wettkampf um den goldenen Adler ansteht.

Weltcup Weltcup Herren

Auch in Engelberg steht am Ende ein Slowene ganz oben: Domen Prevc. Felix Hoffmann wird nach seinem ersten Platz in der Qualifikation und dem Probedurchgang im Wettkampf Zweiter. Platz drei geht an den Japaner Ren Nikaido.

Auch im heutigen Wettbewerb heißt der Sieger am Ende Domen Prevc (330,2 Pkt.). Nachdem er mit einem Sprung auf 138,5 Meter zunächst nur auf dem dritten Zwischenrang lag, schaffte er mit 142,0 Metern in Durchgang Zwei noch den Sprung nach ganz vorne. Direkt hinter ihm landete Felix Hoffmann mit 326,4 Punkten. Hoffmann lag nach 138,0 Metern zwar knapp hinter dem Podest auf Rang Vier, mit 141,0 Metern im zweiten Satz konnte er sich am Ende aber noch den zweiten Platz sichern. Auf dem dritten Platz landete der Japaner Ren Nikaido mit 141,5 und 129,5 Metern und 318,1 Punkten.

Auch Philpp Raimund zeigte erneut eine starke Leistung und landete nach dem siebten Zwischenrang am Ende auf Platz Vier. Auf Platz fünf konnte sich Jonas Schuster als bester Österreicher platzieren, womit er sein Karrierebestresultat erreichte. Neben ihm schaffte auch Jan Hörl als achter einen Top Ten Platz.

Kobayashi fällt zurück

Ryoyu Kobayashi lag nach einem starken ersten Sprung zunächst in Führungsposition. Am Ende hatte er bei seinem zweiten Sprung mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen und wurde am Ende nur Sechster. Auf Platz Sieben landete überraschend der junge Amerikaner Jason Colby, der damit ebenfalls ein neues Bestresultat verbuchen konnte. Prevc‘ Teamkollege Anze Lanisek landete als Neunter ebenfalls unter den besten Zehn. Komplettiert wurden diese vom besten Norweger im heutigen Bewerb, Johann Andre Forfang.

Der Franzose Valentin Foubert zeigte erneut eine solide Leistung. Er lag zunächst nur auf dem 27. Zwischenrang, konnte sich mit einem starken Sprung auf 134,0 Meter im zweiten Durchgang allerdings noch auf den zwölften Platz kämpfen. Auch der Pole Kacper Tomasiak zeigte in Durchgang zwei eine deutliche Steigerung. Er verbesserte sich von Rang 22 auf den 13. Platz und wurde damit bester Pole.

Paschke wird 15., außerdem vier Schweizer in den Punkten

Mit Pius Paschke auf Rang 15 konnte ein weiterer DSV-Athlet Punkte sammeln. Lediglich Ben Bayer, der für Andreas Wellinger ins Team gerutscht war, verpasste diese mit Platz 38.

Zur Freude des heimischen Publikums schafften es außerdem vier Schweizer in die Punkte. Simon Ammann (20.), Felix Trunz (25.), Sandro Hauswirth (26.) und Killian Peier (29.) ließen die Menge jubeln.

Am morgigen Sonntag steht der zweite Einzelbewerb des Wochenendes auf dem Plan. Los geht es um 14:30 mit der Qualifikation, bevor um 16:00 Uhr der Wettkampf startet.

Offizielles Ergebnis

Weltcup Weltcup Herren

Zum zweiten Mal in Folge heißt der Sieger bei den Herren Anze Lanisek, der damit seine starke Frühform ein weiteres Mal unter Beweis stellen konnte. Auch die schwierig wechselhaften Windbedingungen brachten den Träger des gelben Trikots beim Weltcup im finnischen Ruka nicht aus der Ruhe. Mit einem Satz auf 142 Meter setzte er sich nach nur einem Sprung vor dem Japaner Ren Nikaido und seinem slowenischen Landsmann Domen Prevc durch. Der zweite Durchgang musste nach acht Athleten aufgrund der Spur- und Windverhältnisse abgebrochen werden.

„Es war noch mehr Schneefall gemeldet, und dann wird die Spur erfahrungsgemäß sehr, sehr langsam, wenn es so feucht ist. Die Geschwindigkeit ist bei den ersten Athleten schon weit zurückgegangen und dann hat es der Wind zusätzlich noch einmal schwieriger gemacht, was lange Wartezeiten ausgelöst hat. Dementsprechend war es, glaube ich, für heute genug“, äußerte sich DSV-Coach Stefan Horngacher im ARD-Interview zum vorzeitigen Abbruch durch die Jury.

Bis zu diesem Zeitpunkt waren im zweiten Durchgang acht Athleten vom Balken gegangen. Es führte der Finne Antti Aalto vor Karl Geiger, die noch einigermaßen schnell im Anlauf unterwegs waren. Die nachfolgenden Springer, darunter der Österreicher Stephan Embacher oder der Slowene Timi Zajc, fuhren über 1 km/h langsamer an und landeten chancenlos bei Weiten unter 100 Metern. Dadurch wurde schließlich vor dem Norweger Marius Lindvik, der nach dem ersten Durchgang den 22. Rang belegte, ein Schlussstrich gezogen.

Raimund scheidet nach dem ersten Durchgang aus – Wellinger bester Deutscher

Wenn man vor dem Wettkampf darauf gewettet hätte, dass Andreas Wellinger bester Deutscher wird, hätte man vermutlich einen hohen Gewinn erzielt. Nachdem es in dieser Saison bislang gar nicht für den Mann aus Ruhpolding lief, sicherte er sich mit einem Sprung auf 127,5 Meter deutlich sein bisher bestes Saisonergebnis und wurde Siebter.

Zwischen Wellinger und den drei Männern auf dem Podium (Lanisek, Nikaido und Prevc) reihten sich der Bulgare Vladimir Zografski (4.) sowie der Japaner Ryoyu Kobayashi und der Franzose Valentin Foubert ein, die sich punktgleich den fünften Platz teilten.

Hinter Andreas Wellinger durfte sich Niko Kytösaho bei seinem Heimspiel über einen starken achten Rang freuen. Die Top 10 komplettierten Pius Paschke und der Schweizer Gregor Deschwanden. Paschke erreichte damit – genauso wie Wellinger – sein bislang bestes Resultat in der aktuellen Winterperiode. Felix Hoffmann durfte sich als Elfter über weitere Weltcuppunkte freuen, genauso wie Karl Geiger, der mit dem 27. Rang zumindest einen leichten Aufwärtstrend zeigte.

Einziger Wermutstropfen aus deutscher Sicht war Philipp Raimund, der mit einem Sprung auf 120 Meter heute nicht über den 32. Platz hinauskam. Angesichts des schnell wechselnden Windes sollte man diesen Ausrutscher allerdings nicht zu hoch bewerten. Am morgigen Tag hat er beim zweiten Einzelwettbewerb in Ruka die Möglichkeit, sich direkt wieder zu rehabilitieren.

Österreicher mit „menschlichen Zügen“ – kein Athlet in den Top 10

Auch die zuletzt so starken Österreicher hatten bei diesen schwierigen Windbedingungen deutlich zu kämpfen. Schon vor dem Wettkampf erwischte es Maximilian Ortner, der bereits in der Qualifikation ausschied. Und auch Jan Hörl kam weder im Training noch in der Qualifikation mit der Schanze und ihren Tücken zurecht. Im Wettkampfsprung steigerte er sich zwar deutlich auf 124 Meter, allerdings stand für ihn am Ende dennoch nicht mehr als der 35. Platz zu Buche.

Zudem verpassten auch Qualisieger Daniel Tschofenig (12.), Manuel Fettner (13.) und Stephan Embacher (25.) die Top 10. Stefan Kraft war nicht mit nach Ruka gereist, da er bei der Geburt seines ersten Kindes anwesend sein wollte. Er wurde durch Jonas Schuster ersetzt, der allerdings ebenfalls nicht über den 39. Rang hinauskam.

Offizielles Ergebnis

Weltcup Weltcup Herren

Daniel Tschofenig hat die Qualifikation in Ruka für sich entschieden. Der amtierende Gesamtweltcupsieger aus Österreich sprang 140 Meter weit und hinterließ damit vor dem Einzelwettbewerb, der ab 15.05 Uhr stattfinden wird, den stärksten Eindruck. Rang zwei ging an Halvor Egner Granerud vor Ren Nikaido. Geprägt wurde der Durchgang allerdings von schwierig wechselhaften Bedingungen, weshalb das Klassement nicht wirklich aussagekräftig ist.

Nachdem die ursprünglich für den gestrigen Tag angesetzte Qualifikation witterungsbedingt abgesagt und auf den heutigen Samstag verschoben werden musste, standen die Vorzeichen in Ruka gegenüber dem Vortag zumindest ein klein wenig besser. Nach einem Trainingssprung, den der Japaner Ryoyu Kobayashi für sich entscheiden konnte, ging es für die 68 Athleten direkt in die Qualifikation hinein.

Erfreulich aus deutscher Sicht war dabei, dass sich alle fünf DSV-Adler für den Wettbewerb qualifizieren konnten – also auch Karl Geiger und Andreas Wellinger, die beiden Sorgenkinder der letzten Tage. Geiger muss sich allerdings im ersten Wertungsdurchgang noch deutlich steigern, um die Nähe der Weltcuppunkte zu kommen. Sein Sprung auf 115 Meter reichte zu Platz 33. Schon etwas besser war der Versuch von Andreas Wellinger, der sich mit 120 Metern auf Position 27 einreihte – doch auch bei ihm muss später noch eine Steigerung her, um sich sicher das Ticket für den zweiten Durchgang zu erarbeiten. Deutlich weniger Sorgen muss sich die deutsche Mannschaft um Pius Paschke machen, der mit 120 Metern bei vergleichsweise schlechteren Windbedingungen den 18. Rang erreichte.

Die derzeit stärksten Springer aus dem DSV-Lager, Felix Hoffmann (126,5 Meter) und Philipp Raimund (120 Meter) erreichten die Positionen sechs und 13. Man darf gespannt sein, ob sie im heutigen Einzelwettbewerb wieder in der Lage sein werden, um die Podiumsplätze mitzukämpfen. Es deutet sich allerdings ein zäher Wettkampf an, der für die Athleten und Zuschauer zu einer Geduldsprobe werden könnte. Denn auch in der Qualifikation waren einige, längere Windunterbrechungen zu verzeichnen.

Jan Hörl, Domen Prevc und Kamil Stoch entgehen nur knapp dem Quali-Aus

Glück im Unglück hatten Jan Hörl (46.), Domen Prevc (47.) und Kamil Stoch (48.), die alle nur ganz knapp den Wettkampf erreichten. Sie sprangen in einer äußert schwierigen Windphase, konnten sich aber dennoch gerade so über Wasser halten. Auch Ryoyu Kobayashi (23.) und der Weltcupführende Anze Lanisek (24.) waren von den Bedingungen her nicht vom Glück verfolgt.

Offizielles Ergebnis