Weltcup Weltcup Herren

Mit dem letzten Super Team Bewerb der Saison wurde das Wochenende in Lahti heute beendet. Am Ende siegte Slowenien vor den Teams aus Österreich und Japan. Das deutsche Duo musste sich mit Platz vier zufrieden geben. 

Das slowenische Duo bestehend aus Lovro Kos und Anze Lanisek, der im gestrigen Einzelbewerb bereits ganz oben stand, sicherte sich mit 813,4 Punkten den Sieg im heutigen Bewerb. Damit lagen die beiden am Ende 4,1 Punkte vor dem Team aus Österreich.

Stefan Kraft und Manuel Fettner landeten mit 809,3 Punkten auf dem zweiten Rang. Mit 802,5 Punkten sicherten sich Ren Nikaido und Ryoyu Kobayashi Platz drei für Japan. Kobayashi zeigte dabei mit 130,5 Meter in der letzten Runde den weitesten Sprung am heutigen Tag. 

Team Deutschland deutlich abgeschlagen auf Rang vier 

Für den DSV bestritten Philipp Raimund und Andreas Wellinger den Super Team-Bewerb. Raimund schaffte es in seinen drei Sprüngen lediglich auf 121,0, 120,0 und 118,5 Meter, Wellinger landete auf 123,0, 126,5 und 126,0 Meter. Mit 762,1 Punkten fehlten dem deutschen Duo bereits knapp über 40 Punkte auf Rang drei. 

Noch weiter abgeschlagen landete mit 699,9 Punkten das Duo aus Polen um Dawid Kubacki und Pawel Wasek auf Rang fünf. Kasperi Valto und Antti Aalto (681,3 Pkt.) landeten für Finnland auf Platz sechs, während Killian Peier und Gregor Deschwanden (667,2 Pkt.) für die Schweiz auf Platz sieben landeten. Komplettiert wurde das finale Ergebnis auf Rang acht von Jason Colby und Tate Frantz (601,6 Pkt.) für die USA. 

Nicht in den Finaldurchgang schafften es die Teams aus Norwegen (Fredrik Villumstad/Soelve Jokerud Strand), Italien (Francesco Cecon/Alex Insam), Estland (Kaimar Vagul/Artti Aigro) und Frankreich (Enzo Milesi/Valentin Foubert). Die Duos aus China (Weijie Zhen/Qiwu Song), Kasachstan (Ilya Mizernykh/Danil Vassilyev) und der Türkei (Muhammed Ali Bedir/Fatih Aida Ipcioglu) scheiterten bereits nach dem ersten Durchgang. 

Offizielles Ergebnis

Am kommenden Wochenende steht das Weltcupfinale beim Skifliegen in Blanca an. Hier stehen noch einmal zwei Einzel- sowie ein Teambewerb auf dem Plan. 

Junioren-Weltmeisterschaften

Zum Abschluss der diesjährigen Junioren-Weltmeisterschaften in Lake Placid stand der Mixed Team-Bewerb an. Der Wettkampf, der eigentlich am Sontagnachmittag (LOC) stattfinden sollte, wurde aufgrund des angesagten Sturms auf Samstagvormittag (LOC) vorgezogen. Die letzte Goldmedaille dieser JWM geht an das Team aus Slowenien, Silber sicherte sich Team aus den USA vor heimischer Kulisse und Bronze ging nach Österreich.

Kein Weg führte im heutigen Mixed Team-Bewerb am slowenischen Team vorbei. Nachdem die Slowenen sowohl mit ihrem Damen- als auch dem Herren-Team Silber holten, griffen sie jetzt nach Gold. Dabei stach besonders Ziga Jancar positiv hervor. Mit Weiten von 101,5 und 102,0 Metern zeigte er die weitesten Sprünge im heutigen Wettkampf. Doch auch seine Teamkolleg*innen müssen sich mit ihrer Leistung nicht verstecken. Taja Bodlaj, die nun mit drei Medaillen im Gepäck nach Hause reist, landete zweimal auf 95,5 Metern, Tina Erzar auf 87,0 und 86,0 Metern und Urban Simnic sprang auf 90,0 und 92,0 Meter. Damit erreichten sie insgesamt 919,8 Punkte und sicherten sich überlegen den Sieg und die letzte Goldmedaille dieser Weltmeisterschaften. 

Platz zwei ging mit 861,6 Punkten an das Team aus den USA. Sandra Sproch, Jason Colby, Josie Johnson und Tate Frantz lieferten einen spannenden Wettkampf um eine Medaille. Für Tate Frantz, der mit Sprüngen auf 95,0 und 94,0 Meter die stärksten Sprünge in seinem Team zeigte, bedeutete das die dritte Medaille im dritten Wettkampf vor heimischer Kulisse. Doch auch seine Teamkolleg*innen zeigten eine starke Leistung. So sprang Sproch auf 87,0 und 85,5 Meter, Johnson landete auf 91,0 und 88,0 Metern und Colby bestätigte seine starke Leistung aus den vorherigen Wettbewerben mit Sprüngen auf 90,5 und 93,0 Meter.

Sara Pokorny, Stephan Embacher, Meghann Wadsak und Simon Steinberger aus Österreich holten sich mit 834,7 Punkten die Bronzemedaille im letzten Wettkampf. Dabei stachen besonders Embacher, mit Weiten von 95,0 und 100,0 Meter, sowie Steinberger, mit 93,5 und 94,0 Metern, positiv hervor, die sich beide bereits eine Einzelmedaille sowie die Goldmedaille im Team-Bewerb der Herren sicherten und somit in jedem Wettkampf auf dem Podest stehen durften. Pokorny schaffe es auf Weiten von 74,0 und 78,5 Meter, während Wadsak auf 88,5 und 88,0 Meter kam.

Platz Vier für das deutsche Team 

Für das deutsche Team (806,1 Pkt.) reichte es am Ende knapp nicht für eine Medaille. Lia Böhme, Yann Kullmann, Julina Kreibich und Alex Reiter lagen nach dem ersten Durchgang auf dem fünften Rang. Sie gaben im zweiten Durchgang noch einmal Alles, um noch einen Satz aufs Podest zu schaffen, mussten sich am Ende jedoch mit Platz Vier zufrieden geben. Alle vier dürfen aber durchaus zufrieden mit ihrer heutigen Leistung sein, auch wenn sie am Ende nicht mit einer Medaille belohnt wurden.

Platz Fünf ging an das Team aus Japan (798,1 Pkt.; Riko Iwasaki, Ritsuta Sugiyama, Yuzuki Sato, Asahi Sakano), die nach Rang vier im ersten Durchgang ebenfalls noch auf einen Platz unter den besten drei hofften, am Ende jedoch auch leer ausgingen. 

Das Team aus der Schweiz (774,1 Pkt.; Anja Imhof, Felix Trunz, Sina Arnet, Juri Kesseli) landete auf Platz Sechs, vor dem Team aus Norwegen (771,4 Pkt.; Ingrid Graesli, Alvin Le, Ingvild Synnoeve Midtskogen, Fabian Oestvold) auf Rang Sieben. Vor allem Midtskogen zeigte zwei starke Sprünge auf 93,0 Meter, was innerhalb ihrer Gruppe jeweils Platz Eins bedeutete. Der Achte Platz ging an das polnische Team (760,9 Pkt; Pola Beltowska, Kacper Tomasiak, Natalia Slowik, Klemens Joniak).

Nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren konnten sich die Teams aus Finland (9.) und Kasachstan (10.).

Mit diesem abschließenden Wettkampf enden die diesjährigen Junioren-Weltmeisterschaften in Lake Placid. 

Offizielles Ergebnis

Weltcup Weltcup Herren

Das österreichische Team wurde der Favoritenstellung beim ersten 4er-Teamwettbewerb der Herren im laufenden Weltcupwinter gerecht. Jan Hörl, Maximilian Ortner, Stefan Kraft und Daniel Tschofenig sammelten insgesamt 1170,4 Punkte und setzten sich souverän gegen die übrigen neun Nationen durch. Platz zwei sicherten sich die Slowenen (1129,6 Punkte) vor den Norwegern (1122,9 Punkte), die das Podium auf Rang drei komplettierten. Die deutsche Mannschaft (1110,0 Punkte) belegte in der Endabrechnung die vierte Position.

Für die Österreicher lief es beim Teamwettbewerb in Zakopane von Beginn an wie am Schnürchen. Startspringer Jan Hörl brachte die derzeit stärkste Skisprungnation mit einem Sprung auf 137 Meter direkt in Führung. Seine drei Mannschaftskollegen Maximilian Ortner, Stefan Kraft und Daniel Tschofenig leisteten sich anschließend ebenfalls keine Schwäche und trugen ihren Anteil zu einem souveränen Start-Ziel-Erfolg bei. Mit einem satten Vorsprung von 40,8 Punkten lag das Quartett am Ende vor dem zweitplatzierten Team aus Slowenien (Lovro Kos, Timi Zajc, Domen Prevc und Anze Lanisek), dessen Athleten immer besser in Form kommen. Während Zajc und Lanisek in diesem Weltcupwinter schon in vereinzelten Sprüngen überzeugen konnten, fand im heutigen Wettbewerb auch Kos wieder zu alter Stärke zurück und präsentierte sich mit Weiten von 136 Metern und 137,5 Metern wiedererstarkt.

Mit konstant guten Sprüngen sicherten sich die Norweger (Kristoffer Eriksen Sundal, Benjamin Oestvold, Halvor Egner Granerud und Johann Andre Forfang) dahinter den dritten Rang. Oestvold erhielt dieses Mal den Vorzug vor Marius Lindvik, der weiterhin auf Formsuche ist, und konnte mit Weiten von 133,5 Metern bzw. 134,5 Metern seine Nominierung rechtfertigen. Wie von den letzten Weltcupspringen schon gewohnt, stach Forfang aus dem Quartett noch einmal besonders heraus und lieferte im ersten Durchgang eine Top-Weite von 142 Metern ab. Im zweiten Durchgang konnte er mit 132,5 Metern den Schlussangriff von Anze Lanisek, der mit einer Luke mehr Anlauf auf 144 Metern kam, allerdings nicht mehr ganz parieren. So zogen die Slowenen noch im letzten Sprung an den Norwegern vorbei.

Auch die deutsche Mannschaft (Karl Geiger, Pius Paschke, Philipp Raimund und Andreas Wellinger) kämpfte lange um einen Podiumsplatz mit, musste sich allerdings in der Endabrechnung mit dem vierten Platz begnügen. Zur Halbzeit hatte das DSV-Quartett noch hinter Österreich und Norwegen auf der dritten Position gelegen. Den stärksten Eindruck hinterließ dabei heute Karl Geiger (136,5 Meter/139,5 Meter), der sich einmal mehr deutlich gegenüber seinen schwachen Trainingssprüngen steigerte. Neben ihm holte sich auch Andreas Wellinger Selbstvertrauen für den morgigen Einzelwettbewerb. Mit einem Satz auf 139 Meter zeigte er im Finaldurchgang seinen bislang besten Sprung auf der Anlage.

Hinter den vier Top-Nationen platzierten sich die Polen (1037,0 Punkte) bei ihrem Heimspiel auf dem fünften Rang. Neben einem gewohnt starken Pawel Wasek und einem soliden Auftritt von Aleksander Zniszczol zeigte sich hier vor allem Dawid Kubacki deutlich verbessert, auch Kamil Stoch wirkte in seinen Versuchen stabiler. Rang sechs ging an die Schweiz (1009,2 Punkte) vor den USA (985,8 Punkte), die Siebte wurden. Hier sorgte vor allem Kevin Bickner mit Weiten von 134 Metern und 141,5 Metern für Furore. Man darf gespannt sein, ob er diese Leistung im morgigen Einzelwettkampf wiederholen kann. Platz acht ging an die Japaner (967,9 Punkte), die an diesem Wochenende ohne Ryoyu Kobayashi in Zakopane vertreten sind.

Kasachstan (9.) und Finnland (10.), bei denen Kasperi Valto wegen seines irregulären Sprunganzuges disqualifiziert wurde, schieden nach dem ersten Durchgang aus.