Vier Wettkämpfe standen in Vikersund auf dem Plan, von denen aufgrund starken Winds am Sonntag jedoch nur drei stattfinden konnten. Gleich zweimal hieß die Siegerin bei den Damen Eirin Maria Kvandal. Bei den Herren sicherte sich Stephan Embacher seinen ersten Weltcupsieg.
Vor heimischer Kulisse flog die Norwegerin Eirin Maria Kvandal am Samstag mit Weiten von 218,0 und 223,0 Metern zum Sieg. Auf dem zweiten Platz landete die Schwedin Frida Westman, die zweimal auf 225,0 Meter kam und nach über 3 Jahren endlich wieder auf dem Podest stand. Der dritte Platz ging an Nika Prevc, die nach 224,0 Metern im ersten Durchgang noch in Führung lag. Mit 204,0 Metern im zweiten Flug rutschte sie jedoch noch zurück.
Auf dem vierten Platz landete mit Nika Vodan eine weitere Slowenin, die mit 222,5 Metern außerdem eine neue persönliche Bestweite erzielte. Neben Kvandal landeten außerdem gleich vier weitere Norwegerinnen unter den besten Zehn. Anna Odine Stroem, die im zweiten Durchgang mit 235,5 Metern nur einen halben Meter under dem Weltrekord der Damen landete, wurde Fünfte. Hinter ihr landete ihre Landsfrau Silje Opseth auf Platz Sechs, gefolgt von Gyda Westvold Hansen (7.) und Ingvild Synnoeve Midtskogen (8.). Neunte wurde die Finnin Jenny Rautionaho vor der Japanerin Yuki Ito, die die Top Ten komplettierte.
Aus der Riege des DSV schaffte es mit Agens Reisch auf dem 14. Platz. Selina Freitag (17.), Juliane Seyfarth (18.) und Katharina Schmid (19.) verpassten den Finaldurchgang.
Zweifachsieg für Kvandal
Auch am Sonntag, an dem der Wettkampf aufgrund der starken Böen im zweiten Durchgang abgebrochen werden musste, hieß die Siegerin mit einem Sprung auf 231,5 Meter in Vikersund Eirin Maria Kvandal. Platz zwei ging an die Slowenin Nika Prevc mit 220,5 Metern. Auf Platz drei landete mit Anna Odine Stroem (215,0 m) eine weitere Norwegerin.
Auch die Schwedin Frida Westman zeigte erneut einen starken Wettkampf und wurde vierte. Hinter ihr landete Nika Vodan. Silje Opseth landete wie schon am Vortag auf dem sechsten Rang, punktgleich mit der Japanerin Yuki Ito. Auch die Finnin Jenny Rautionaho flog erneut in die Top Ten und wurde Achte. Auf Platz neun landete Ingvild Synnoeve Midtskogen.
Zehnte, und damit beste Deutsche, wurde Selina Freitag, die mit 216 Metern einen neuen deutschen Frauen-Rekord flog. Mit 227,5 Metern konnte sie sich im zweiten Durchgang sogar noch einmal steigern, dieser Sprung wurde aufgrund des Abbruchs jedoch nicht mehr gewertet. Auch Juliane Seyfarth konnte sich im Vergleich zum Samstag deutlich steigern und wurde elfte. Agnes Reisch landete diesmal auf dem 16. Platz vor Katharina Schmid auf Platz 17. Schmid dürfte dieser Wettkampf jedoch besonders positiv in Erinnerung bleiben, flog sie mit 204,0 Metern erstmals über die magische 200-Meter-Grenze.
Stephan Embacher gewinnt einziges Fliegen der Herren in Vikersund
Bei den Herren blieb es an diesem Wochenende bei einem Wettkampf am Samstag, nachdem der Wettkampf am Sonntag windbedingt nicht stattfinden konnte.
Den Sieg in diesem Wettkampf, und damit seinen ersten Weltcup-Sieg, sicherte sich der Österreicher Stephan Embacher mit 232,0 und 225,0 Metern. Platz zwei ging an den Japaner Tomofumi Kaito mit 240,0 und 230,0 Metern. Den dritten Platz sicherte sich der Norweger Johann Andre Forfang mit 239,0 und 224,0 Metern.
Auch auf Platz vier landete mit Isak Andreas Langmo ein Norweger. Der slowenische Überflieger Domen Prevc zeigte zwei schwächere Sprünge und landete am Ende gar nur auf dem fünften Platz. Auch bei den Herren durfte sich Finnland über einen Top Ten Platz freuen: Antti Aalto landete auf Platz sechs.
Hinter ihm landete mit Andreas Wellinger (7.) der beste Deutsche. Auch Karl Geiger konnte sich auf Platz Neun unter den besten Zehn platzieren. Gesprengt wurde das deutsche Duo vom Norweger Marius Lindvik auf Platz acht. Auf dem zehnten Platz landete mit Anze Lanisek ein weiterer Flieger aus Slowenien.
Mit Philipp Raimund (18.) und Pius Paschke (26.) landeten zwei weitere DSV-Athleten unter den Top 30. Nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren konnten sich Luca Roth, der als 31. nur knapp scheiterte, und Ben Bayer auf Platz 38.

