Bei traumhaftem Wetter, einer beeindruckenden Kulisse und besten Aufwindverhältnissen erlebten die Zuschauer beim Teamspringen im slowenischen Planica einen hochklassigen Wettkampf mit weiten Flügen und spannenden Verschiebungen im Klassement. Am Ende setzte sich Österreich durch, während die deutsche Mannschaft das Podest deutlich verpasste.
Schon im ersten Durchgang deutete sich ein enger Kampf um die Spitzenplätze an. Norwegen lag zur Halbzeit noch in Führung, doch im Finale drehten die Österreicher auf und sicherten sich mit insgesamt 1493,5 Punkten den Sieg. Daniel Tschofenig legte mit starken 234 Metern den Grundstein, Markus Müller steuerte 201,5 Meter bei, während Stefan Kraft mit 217,5 Metern und Stephan Embacher mit 221 Metern den Erfolg souverän absicherten.
Hinter Österreich belegte Japan Rang zwei. Vor allem Naoki Nakamura überzeugte im zweiten Durchgang mit einem Flug auf 235,5 Meter, auch Tomofumi Naito zeigte mit 228 Metern eine starke Leistung. Ryoyu Kobayashi konnte mit 197,5 Metern diesmal nicht ganz mithalten, während Ren Nikaido auf 213,5 Meter kam. Mit 1425,6 Punkten behauptete Japan dennoch den zweiten Platz.
Norwegen, nach dem ersten Durchgang noch in Führung, musste sich am Ende mit Rang drei begnügen. Zwar setzte Marius Lindvik mit einem starken Flug auf 235,5 Meter ein Ausrufezeichen, doch Johann André Forfang kam im Finale nicht über 202,5 Meter hinaus. Mit insgesamt 1418 Punkten reichte es somit nur zu Platz 3.
Die deutsche Mannschaft zeigte vor allem im zweiten Durchgang eine deutliche Steigerung und arbeitete sich auf Rang vier vor. Andreas Wellinger bestätigte seine starke Form mit einem Sprung auf 226,5 Meter, auch Philipp Raimund überzeugte mit 218 Metern. Karl Geiger sprang im ersten Durchgang noch mit 238,5 Meter und im zweiten dann 215 Meter. Mit Pius Paschke der 212,5 Meter erreichte , komplettierten sie eine geschlossene Teamleistung. Mit 1374,7 Punkten fehlte am Ende dennoch ein Stück auf die Podestplätze.
Hinter den Top-Nationen musste sich Slowenien vor heimischem Publikum mit Rang fünf zufriedengeben. Nach einem soliden ersten Durchgang fehlte im Finale die Konstanz, um noch einmal in den Kampf um die Medaillen einzugreifen.
Insgesamt bot das Teamspringen von Planica bei perfekten äußeren Bedingungen ein Fliegen auf höchstem Niveau. Der morgige letzte Einzelwettkampf der Saison verspricht somit also noch viel Spannung, in dem die Springer nochmal um wichtige Punkte kämpfen werden.

