Schwierige und wechselnde Windverhältnisse erschwerten die beiden ersten Durchgänge des Einzelwettkampfes bei der Skiflugweltmeisterschaft in Oberstdorf. Nach Durchgang eins noch auf dem zweiten Platz liegend, stellte Domen Prevc die Ordnung im zweiten Sprung schnell wieder her. So geht er als Halbzeitführender in den heutigen Abend, bevor es morgen dann im dritten und vierten Durchgang um den Titel geht.

Domen Prevc hatte nach wie vor ein Lächeln auf den Lippen als er bereits bei 204,0 Metern landete. Wusste er doch, dass die Bedingungen wirklich nicht mitgespielt hatten. Damit lag er zunächst hinter Marius Lindvik, der bei besseren Bedingungen auf 226,5 Meter kam. Im zweiten Versuch kam Prevc (442,2 Pkt.) auf 224,5 Meter und Lindvik auf 212 Meter. So sicherte sich Prevc also die Halbzeitführung, während Lindvik (420,3 Pkt.) sogar noch auf den dritten Platz zurückfiel. Ren Nikaido (428,2 Pkt.), der zwei konstant gute Sprünge auf 230,5 und 224,5 Meter zeigte, lag am Ende auf dem zweiten Platz.

Deutlich schlechter gelaunt zeigten sich die Österreicher nach dem ersten Flugtag. Jan Hörl war als Vierter noch der beste von Ihnen. Nach Durchgang eins noch auf Rang zwölf liegend, brachte er sich mit seinem zweiten Sprung auf 230,0 Meter in eine deutlich bessere Ausgangslage für das morgige Finale. Ansonsten kamen mit Stephan Embacher (8.) und Stefan Kraft (10.) zwei weitere Österreicher in die Top Ten. Für Manuel Fettner (21.) und Daniel Tschofenig (24.) lief der Tag dagegen so gar nicht nach Plan.

Wie Jan Hörl, verbesserte sich auch der Slowene Anze Lanisek im zweiten Sprung deutlich. Nachdem er im ersten Durchgang mit 199,5 Metern sogar unter den 200 Metern blieb, zeigte er im zweiten Versuch seine Flugkünste und kam auf 227,0 Meter und konnte sich damit den fünften Platz in der Zwischenwertung sichern. Neben Ren Nikaido zeigten sich die Japaner erneut geschlossen stark. Naoki Nakamura beendete den ersten Flugtag als Sechster, während Ryoyu Kobayashi auf Platz neun endete. Die Abstände sind allerdings nach dem ersten Tag doch beträchtlich.

Aus deutscher Sicht durften sich die Fans erneut über den wieder erstarkten Karl Geiger freuen. Er lag nach 217,5 Metern in Durchgang eins sogar auf dem zwischenzeitlichen siebten Rang, hatte es im zweiten Versuch dann aber schwer mit dem Wind. Ein Sprung auf 197,0 Meter reichte am Ende für den elften Platz. Philipp Raimund landete auf Rang vierzehn, während Pius Paschke und Felix Hoffmann sich auf den Plätzen 25 und 28 wiederfanden.

Einen äußerst gebrauchten Tag erwischte das Team aus Polen. Lediglich Piotr Zyla schaffte als 16. den Sprung in das Finale. Für Aleksander Zniszczol (33.), Kamil Stoch (34.) und Dawid Kubacki (35.) endete der Wettkampf bereits nach nur einem Sprung.

Zwischenstand nach zwei Durchgängen

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