FIS Cup

Im Rahmen des FIS-Cups in Einsiedeln holen sich der Österreicher Francisco Mörth am Samstag sowie der Slowene Matija Vidic am Sonntag jeweils einen Tageserfolg. Der Lokalmatador Remo Imhof kann sich ebenso einen Platz auf dem Stockerl sichern wie der DSV-Athlet Simon Steinbeißer.

Im Schweizer Einsiedeln fand in dieser Woche die sogenannte Nordic Week statt. Hier haben Interessierte – allen voran Schüler der 3. bis 6. Primarschulklassen – die Möglichkeit sich in verschiedenen Wintersportarten – darunter auch dem Skispringen – auszuprobieren. Höhepunkt dieser nordischen Woche waren zweifelsohne die beiden Skisprung-Wettbewerbe im Rahmen des FIS-Cup, an denen auch einige Weltcupstarter teilnahmen.

Am Samstag konnte sich der Österreicher Francisco Mörth mit Weiten von 117 und 114 Metern (277,3 P.) den Tagessieg sichern. Der 24-jährige siegt mit einem Vorsprung von 6,3 Punkten vor dem Schweizer Lokalmatadoren Remo Imhof, der nach Sprüngen von 109 und 113,5 Metern auf dem zweiten Rang landet. Rang drei geht durch Simon Steinbeißer nach Deutschland.  Der Athlet vom SC Ruhpolding erzielt Weiten von 113 und 109 Metern (270, 6 P.).

Mit schon gehörigem Abstand auf die ersten drei Plätze reiht sich der Österreicher Stefan Rainer nach Weiten von 108,5 und 109 Metern und einer Gesamtpunktzahl von 261, 8 Punkten auf dem vierten Rang ein. Der Este Kaimar Vagul landet nach 107 und 108,5 Metern auf einem respektablen fünften Rang.

Emanuel Schmid (Deutschland) wird Neunter. Ben Bayer landet auf Rang 17. Eric Hoyer reiht sich auf dem 24. Platz ein. Simon Vöhringer vom SC Hinterzarten wird 26.
Luca Geyer als 33. sowie Simon Spiewok (39.), Philipp Fries (45.), Eric Fuchs (50.) und Sebastian Schwarz als 55. verpassen den Einzug in das Finale der besten 30.

Slowenischer Tagessieg am Sonntag

Am Sonntag geht der Sieg durch Matija Vidic nach Slowenien. Weiten von 111,5 und 113 Metern sowie 240,1 Punkte bedeuten den obersten Platz auf dem Siegertreppchen für den 23-jährigen Slowenen. Direkt dahinter reiht sich der Sieger des Vortages Francisco Mörth mit Sprüngen auf 107 und 111 Meter (243, 8 P.) ein. Der polnische Weltcupstarter Andrzej Stekala wird nach Weiten von 113,5 und 107,5 Dritter. Der Pole hatte nach dem ersten Durchgang in Führung gelegen, musste die Führungsposition aber noch an den siegreichen Slowenen Vidic abtreten.

Remo Imhof vom heimischen Skiclub Einsiedeln verpasst heute nach Weiten von zwei Mal 107,5 Metern heute mit 232 Punkten knapp das Podest, wird aber sicherlich mit seiner Performance an diesem Wochenende zufrieden sein. Simon Steinbeißer, der am Samstag Dritter wurde, reiht sich heute nach Weiten von 106 und 111,4 Metern auf dem fünften Rang ein. Direkt einen Rang dahinter landet sein Landsmann Simon Spiewok von der TUS Neuenrade. Der 21-jährige Spiewok wird nach Sprüngen von 107,5 und 110 Metern Sechster.

Emanuel Schmid, der am Vortag noch Neunter wurde, muss sich heute mit dem 21. Rang begnügen. Luca Geyer landet auf dem 24. Platz. Eric Fuchs wird 29. Die übrigen deutschen Starter verpassen den Einzug in das Finale der besten 30. Simon Vöhringer wird nach seinem ersten Sprung aufgrund eines nicht regelkonformen Anzugs disqualifiziert.

Offizielles Resultat Samstag

Offizielles Resultat Sonntag

Quelle: FIS

COC Damen COC Herren Continental Cup

Im Continental Cup der Skispringer und für die Damen im Intercontinental Cup geht es in diesem Wochenende um Punkte im österreichischen Stams. Bei bestem Spätsommerwetter triumphiert am Samstag vor allem das österreichische Team mit einem Dreifach-Podium bei den Herren. Der Sieg bei den Damen geht wenig überraschend an eine Starterin aus dem Weltcupfeld.

Am Vormittag starteten die Damen nach einem Trainings- sowie Probesprung in den ersten Wettbewerb von Stams. Von Anfang an wurde das Feld von der Französin Josephine Pagnier dominiert, die sich den Favoritensieg mit 10,4 Punkten Vorsprung sicherte. Auf Rang zwei landete Annika Sieff aus Italien, die aus der Nordischen Kombination zum Skispringen gewechselt ist. Bereits in der Vorwoche sprang die ICOC-Führende auf den ersten und zweiten Platz in Oslo. Das Podest wurde komplettiert von DSV-Athletin Pia Lilian Kübler.

Die erfahrende DSV-Starterin Juliane Seyfarth ließ im ersten Durchgang ein paar Meter liegen und vergab damit die Chance auf eine Platzierung weiter vorne. Im Finaldurchgang gelang ihr der Sprung dann bereits besser, was für einen sechsten Platz reichte. Für Alvine Holz und Lia Böhme wurde es mit den Plätzen 19 und 20 noch eine Top-20-Platzierung, die Punkte der Top-15 verfehlten die jungen Damen damit aber dennoch. Gleiches galt für Joanna Eberle und Anna-Fay Scharfenberg als 24. und 25.

ÖSV-Herren triumphieren – Leyhe verpasst Podium

Am Nachmittag folgten dann die Herren mit ihren vier Durchgängen im Continental Cup. Das Feld der Herren ist an diesem Wochenende mit einigen deutschen sowie polnischen und österreichischen Startern aus dem Weltcup durchaus gut besetzt. Bereits zur Hälfte des Wettbewerbs war ein ÖSV-Sieg absehbar: Am Ende hatte Marco Wörgötter die Nase im österreichischen Team mit 11,2 Punkten vor der Konkurrenz aber deutlich vorn und sicherte sich somit gleichzeitig seinen ersten COC-Sieg. Hinter ihm reihten sich Clemens Aigner auf zwei sowie Jonas Schuster auf drei ein. „Das war ein großartiger Tag für mich. Der Probedurchgang war noch etwas schwierig, aber dann habe ich mich voll auf den Bewerb konzentriert. Das ist mein erster Podestplatz im Continental Cup, also ist das natürlich etwas Besonderes. Dass wir beim Heimbewerb gleich drei Leute oben am Stockerl haben, ist natürlich super“, so der strahlende Sieger im Anschluss.

Teil der Siegerehrung durften zudem die beiden deutschen Routiniers Stephan Leyhe und Pius Paschke sein. Stephan Leyhe verfehlte das Podest um nur knappe 1,1 Punkte und wurde Vierter. Pius Paschke teilte sich zusammen mit Maximilian Steiner aus der benachbarten Alpenrepublik den sechsten Platz. Der Pole Maciej Kot schob sich als Fünfter ebenfalls ins vordere Feld. Mit Domen Prevc und Lovro Kos waren auch zwei bekannte Namen aus Slowenien im Feld vertreten: Beide verpassten jedoch das erste Zehnerdrittel – für Kos wurde es Platz 12, für Prevc Rang 20. Einen weiteren Top-Ten-Platz für das DSV-Team konnte Luca Roth mit Rang zehn ergattern. Der Sachse und C-Kader-Athlet Adrian Tittel erkämpfte sich einen guten 16. Platz. Er war nach seinen beiden Siegen im Alpencup in Liberec am vergangenen Wochenende zum Team hinzugestoßen. Martin Hamann wurde 21., Finn Braun schied nach dem ersten Durchgang als 35. aus.

Resultat Damen
Resultat Herren

COC Damen COC Herren Continental Cup

Am gestrigen Samstag stand im Rahmen der Intercontinentalcup-Serie, der erste Damen-Wettkampf auf dem Plan. In Oslo konnte sich die Norwegerin Ingvild Synnoeve Midtskogen den Sieg vor heimischen Publikum sichern. Sie kam mit Weiten von 98,0 und 99,0 Metern auf eine Gesamtpunktzahl von 229,1 Punkten. Auf dem zweiten Platz fand sich die Italienerin Annika Sieff (215,0 P.) nach Sprüngen auf 98,0 und 96,0 Metern wieder. Teamkollegin Lara Malsiner (99,0 und 97,5m; 213,9 P.) komplettierte das Podium mit Platz drei. Nicole Konderla aus Polen konnte sich nach Sprüngen auf 95,5 und 93,0 Metern, auf einem starken vierten Platz wiederfinden. Ein starkes Teamergebnis zeigten die Norwegerinnen. Platz fünf ging an Heidi Dyhre Traaserud (95,0 und 91,5m; 200,5 P.). Nora Midtsundstad wurde Siebte, Kjersti Graesli, Zehnte.  Josie Johnson aus der USA belegte den sechsten Platz. Die Top Ten wurde von den Sloweninnen Lara Logar und Ziva Andric auf den Rängen sieben und acht komplettiert.

Am zweiten Wettkampftag dominierte Annika Sieff die Konkurrenz und sicherte sich mit Sprüngen auf 101,5 und 101 Metern und 235.2 Punkten den überlegenen Sieg. Auf die Zweitplatzierte Ingvild Synnoeve Midtskogen (97,5 und 94,0 m; 210,9 P.) hatte sie geschlagene 24.3 Punkte Vorsprung. Deren Teamkollegin Kjersti Graesli (95,0 und 95,0m; 210,2 P.) komplettierte das Podest mit Rang drei. Den vierten Rang sicherte sich die Vortages-Dritte Lara Malsiner (98,0 und 96,5m; 210 P.). Damit verpasste sie eine erneute Podest Platzierung um nur 0,2 Punkte. Josie Johnson verbesserte sich im Vergleich zum Vortag um einen Platz und wurde vor Heidi Dyhre Traaserud (6.), Fünfte. Für das polnische Team war es mit den Plätzen sieben (Anna Twardosz), acht (Nicole Konderla) und zehn (Natalia Slowik) ein guter Tag. Die Top Ten komplettierte Jessica Malsiner als Neunte. Athletinnen aus Deutschland und Österreich waren in Oslo nicht am Start.

Offizielles Endergebnis Samstag

Offizielles Endergebnis Sonntag

Bei den Herren konnte sich jeweils der Norweger Robert Johansson den Tagessieg sichern. Er lag nach Sprüngen auf 104,0 und 103,5 Metern und 261,9 Punkten am Ende deutlich vor dem Zweiten Maximilian Steiner (102,0 und 107,5m; 253,8 P.) aus Österreich. Steiner’s Teamkollege Clemens Leitner (103,5 und 104,5m; 247,7 P.) sicherte sich den dritten Platz. Mit Fredrik Villumstad (4.), Sondre Ringen (9.) und Anders Haare (10.) fanden sich noch drei weitere Norweger in den Top Ten wieder. Maximilian Ortner beendete den Wettkampf als Fünfter, dahinter folgte der Slowene Mark Hafnar. Dies ist nach zuletzt schwachen Leistungen des slowenischen Teams ein kleiner Lichtblick für die Skiflieger-Nation. Tomufumi Naito (JPN) belegte Rang sechs. Bester Deutscher wurde Luca Roth als Achter.

Auch am Sonntag erwischte Johansson einen Sahnetag und konnte sich mit Weiten von 102,5 und 103 Metern den Sieg sichern. Er sprang jeweils eine Lucke tiefer als die Konkurrenz und erzielte damit am Ende eine Gesamtpunktzahl von 243,9 Punkten. Tomofumi Naito sprang in beiden Durchgängen jeweils 104,5 Meter und wurde mit 239,5 Punkten Zweiter.  Der Este Artti Aigro komplettierte die Top 3 mit jeweils den gleichen Weiten wie des Zweitplatzierten Japaners und erzielte damit eine Punktzahl von 238,0 Punkten. Maximilian Steiner kam im zweiten Sprung zwar auf die Tageshöchstweite von 106,0 Metern, bekam aber schlechte Haltungsnoten und fiel damit noch von Platz drei auf den vierten Platz zurück. Der Pole Jakub Wolny konnte sich als Fünfter vor dem besten Deutschen Stephan Leyhe auf Rang sechs, platzieren. Auf den Plätzen sieben (Sondre Ringen, 227,7 P.), acht (Fredrik Villumstad, 227,4 P.) und neun (Anders Haare, 226,1 P.) folgten jeweils Athleten aus Norwegen. Mit Pius Paschke (225,3 P.) fand sich an diesem Tag auf dem zehnten Platz, ein zweiter Deutscher in den Top Ten wieder.

Offizielles Endergebnis Samstag

Offizielles Ergebnis Sonntag

Die Continentalcup Serien werden kommendes Wochenende (16./17.9.) sowohl für die Damen als auch für die Herren in Stams (AUT), fortgesetzt.