SGP Herren Sommer Grand Prix

Tomasiak in Quali vorne – Wellinger als einziger Deutscher unter den Top-20

Kacper Tomasiak hat sich mit einem Sprung auf 144m den Sieg in der Qualifikation für den abschließenden Sommer-Grand-Prix-Wettbewerb der Herren in Klingenthal gesichert. Der polnische Youngster setzte sich um 0,6 Punkte vor Marius Lindvik aus Norwegen sowie dem Österreicher Jan Hörl durch. Die deutsche Mannschaft blieb in der Qualifikation noch hinter den eigenen Erwartungen zurück.

Aus dem neunköpfigen Aufgebot des DSV gelang einzig Andreas Wellinger mit dem 19. Platz der Sprung in die Top-20. Außer ihm erreichten mit Pius Paschke (24.), Philipp Raimund (26.), Constantin Schmid (29.), Karl Geiger (32.), Ben Bayer (33.), Felix Hoffmann (42.) sowie Luca Roth (49.) sieben weitere Deutsche den morgigen Einzelwettkampf, indem sich das Team des neuen Bundestrainers Andreas Mitter dann deutlich stärker präsentieren möchte. Max Unglaube, der sowohl in den beiden Trainingsdurchgängen als auch in der Qualifikation mit starken Weiten überzeugen konnte (in der Quali lag er u.a. vor Weltcupgesamtsieger Domen Prevc) wurde nach der Materialkontrolle wegen eines zu langen Ski disqualifiziert, weshalb ihm morgen nur die Zuschauerrolle bleibt. Ähnlich erging es auch dem Bulgaren Vladimir Zografski, der ebenfalls nachträglich aus der Wertung genommen wurde.

Während die DSV-Adler am ersten Tag in Klingenthal noch nicht richtig ins fliegen kamen, packte der Pole Tomasiak seinen besten Sprung pünktlich zur Qualifikation aus und ließ Marius Lindvik knapp hinter sich. Der Norweger steigerte sich ähnlich wie Tomasiak noch einmal deutlich gegenüber den beiden vorherigen Trainingssprüngen, die vom Österreicher Jan Hörl dominiert wurden. In der Qualifikation zeigte Hörl dann erneut einen starken Versuch mit Bestweite, büßte aber aufgrund einer schlechteren Landung wertvolle Punkte gegenüber Tomasiak und Lindvik ein. Rang drei stand am Ende für ihn zu Buche vor seinen beiden österreichischen Landsmännern Stephan Embacher (4.) und Jonas Schuster (5.). Dahinter komplettierten Ryoyu Kobayashi (6.), Kristoffer Eriksen Sundal (7.), die beiden punktgleichen Domen Prevc und Ren Nikaido (8.) sowie Daniel Tschofenig (10.) die Top-10.

Für eine Schrecksekunde während der Qualifikation sorgte Kasperi Valto, der nach der Landung zu Fall kam. Der Finne verließ anschließend zusammen mit den Rettungssanitätern den Auslauf. Das Positive dabei: er war selbstständig auf beiden Beinen unterwegs, sodass die Hoffnung bleibt, dass er sich keine schwerwiegende Verletzung zugezogen hat.

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