Japanischer Skiverband SGP Damen Sommer Grand Prix

Mit dem Tagessieg beim Einzelspringen in Klingenthal hat sich Nozomi Maruyama den Gewinn des Sommer-Grand-Prix bei den Damen gesichert. Skispringen-News.de sprach mit der 27-Jährigen im Anschluss über diesen Erfolg aber auch über die derzeitige Stärke des japanischen Teams.

Immer wieder bringt der Sommer-Grand-Prix Überraschungen hervor. Nach dem Gesamtsieg der Italienerin Lara Malsiner 2024, war es dieses Mal die Japanerin Nozomi Maruyama, die auf der Schanze für Furore sorgen konnte. Den Auftaktwettbewerb in Courchevel schloss sie zunächst mit dem sechsten Rang ab, ehe ihr am Folgetag auf der Anlage mit dem dritten Platz bereits der Sprung auf das Podium gelang. In Wisla und Rasnov, wo jeweils zwei Einzelwettbewerbe ausgetragen wurden, konnte sie als viermalige Zweite weitere Podestplätze erzielen. In Val Die Fiemme ließ sie dann noch einen fünften sowie dritten Rang folgen. Diese Kontinuität brachte Maruyama vor dem abschließenden Wettbewerb in Klingenthal die Führung in der Gesamtwertung des Sommer-Grand-Prix ein, 50 Punkte vor der amtierenden Weltcupgesamtsiegerin Nika Prevc aus Slowenien. (Hierbei sei jedoch erwähnt, dass Prevc die beiden Einzelwettbewerbe in Rasnov ausgelassen hatte, weshalb die Sommerleistungen nicht ganz miteinander vergleichbar sind).

Und dennoch: in Klingenthal galt es für die Japanerin bei noch 100 zu vergebenen Punkten erst einmal Nervenstärke zu beweisen und sich im direkten Duell gegen Prevc die Sommer Trophäe zu sichern, was ihr durchaus eindrucksvoll gelang. 17,4 Punkte legte sie nach den beiden Sprüngen zwischen sich und Prevc, feierte souverän den Tagessieg und damit auch den Gesamterfolg beim diesjährigen Sommer-Grand-Prix. Auch beim abschließenden Mixed-Wettbewerb in Klingenthal, den sie zusammen mit Ren Nikaido, Sara Takanashi und Ryoyu Kobayashi gewinnen konnte, war sie als Startspringerin Erfolgsgarantin. Punktemäßig gewann sie zweimal ihre Gruppe und brachte das japanische Team somit auf die Siegerstraße.

Auch wenn die Wintersaison erfahrungsgemäß immer nochmal seine eigenen Gesetze schreibt, steht Maruyama durch ihre Erfolge im Sommer dieses Mal sicherlich etwas genauer im Fokus. Im Weltcup hat sie bislang zwei Podiumsresultate vorzuweisen, welche sie 2023 in Willingen und in Hinzenbach erzielte.

Ihre Karriere war allerdings zwischenzeitlich auch mal von einem schweren Sturz überschattet. Bei den japanischen Meisterschaften 2021 in Sapporo zog sie sich eine vordere Kreuzbandverletzung im linken Knie sowie weitere Schäden im Knie zu und fiel daraufhin lange aus. Mittlerweile hat sie sich jedoch wieder erfolgreich zurückgekämpft.

Skispringen-News.de: „Nozomi, erst einmal herzlichen Glückwunsch zum Gewinn des Sommer-Grand-Prix 2025. Was bedeutet Dir dieser Erfolg?“

Nozomi Maruyama: „Es ist der wichtigste Erfolg, den ich jemals erzielt habe. Ich war öfter mal Zweite, aber noch nie Erste – daher bin ich froh, dass mir dieser Tagessieg und der Gewinn des Sommer-Grand-Prix gelungen ist.“

Skispringen-News.de: „Wieviel Druck hast Du vor dem Wochenende verspürt, speziell von Nika Prevc?“

Nozomi Maruyama: „Ich wusste, dass Nika sehr stark ist. Daher war für mich in Klingenthal der Ansporn, mich noch mehr anzustrengen.“

Skispringen-News.de: „Wie schön ist es, gerade nach Deiner schweren Verletzung nun diese Erfolge zu haben?“

Nozomi Maruyama: „Es war im ersten Moment wirklich schwierig wieder zurückzukommen, aber inzwischen denke ich mir: sich zurück zu kämpfen hat einen Sinn gehabt und das ist sehr schön.“

Skispringen-News.de: „Was rechnest Du Dir für den Winter aus?“

Nozomi Maruyama: „Ich möchte versuchen, meine gute Form in den Winter zu übertragen und diese Art von Sprüngen nach Möglichkeit dann auch auf den verschiedenen Schanzen im Weltcup zu zeigen.“

Skispringen-News.de: „Wie erklärst Du Dir die derzeitige Stärke des japanischen Teams?“

Nozomi Maruyama: „Ich weiß nicht, warum die plötzlich alle so gut sind (lacht). Aber es ist wirklich so, dass Jede die Andere anfeuert und dass wir auch als Team zusammen arbeiten, was uns enorm hilft.“

Skispringen-News.de: „Hängt es vielleicht auch mit den besseren Kontrollen zusammen, dass die Japaner nun noch besser sind?“

Nozomi Maruyama: „Ich weiß es nicht, aber uns Japanern ist es generell immer wichtig, dass man fair ist. Hierauf legen wir sehr großen Wert.“

SGP Damen Sommer Grand Prix

Nozomi Maruyama hat beim Finale des Sommer-Grand-Prix dem Druck der Slowenin Nika Prevc standgehalten und sich auf eindrucksvolle Art und Weise den Tagessieg in Klingenthal gesichert. Mit diesem Erfolg machte die Japanerin zugleich den Gesamterfolg in der diesjährigen Wertung des Sommer-Grand-Prix perfekt.

„Es ist der wichtigste Sieg, den ich jemals erzielt habe. Beim diesjährigen Sommer Grand-Prix war ich öfter mal Zweite, aber nun bin ich überglücklich, dass mir dieser Tageserfolg gelungen ist. Ich wusste, dass Nika sehr stark ist, aber es war für mich der Ansporn, mich noch mehr anzustrengen “, erklärte die Japanerin nach ihrem Sieg freudestrahlend in der Mixed-Zone, nachdem sie insgesamt 17,4 Punkte zwischen sich und Nika Prevc legen konnte. Die amtierende Weltcupgesamtsiegerin aus Slowenien musste sich sowohl im Tagesklassement als auch in der Gesamtwertung mit dem zweiten Rang begnügen. Mit Yuki Ito komplettierte eine weitere Japanerin in Klingenthal das Podium. Sie erbte diese Platzierung von der Kanadierin Abigail Strate, die im Nachgang zum Wettbewerb wegen ihres Anzuges disqualifiziert wurde. Strate verlor damit zugleich auch ihren dritten Platz in der Gesamtwertung des Sommer-Grand-Prix an die Japanerin Sara Takanashi.

Drei Deutsche in den Top-10

Beste Deutsche wurde Selina Freitag, die nach zwei soliden Sprüngen den vierten Platz in der Tageswertung belegte. „Die Sprünge sind zwar noch ausbaufähig und es läuft auch insgesamt noch nicht alles ganz so zusammen, dennoch bin ich zum jetzigen Zeitpunkt in der Vorbereitung recht zufrieden. Im Training bekomme ich es schon ganz gut hin, im Wettkampf fehlt aktuell noch etwas. Daran werden wir bis zum Winter arbeiten“, resümierte Freitag, die für den morgigen Mixed-Wettbewerb sicherlich gesetzt sein dürfte.

Auch Agnes Reisch (8.) und Katharina Schmid (9.) konnten sich dank eines starken zweiten Durchgangs über ein Top-10 Ergebnis freuen. „Meine Sprünge waren in Ordnung. Der Zweite war nochmal ein bisschen besser, ich hatte dort aber auch mehr Windunterstützung als im ersten Versuch. Es ist ok, aber ich hätte gerne noch bessere Sprünge gezeigt“, bilanzierte Schmid, die im Vorjahr noch das Finale des Sommer-Grand-Prix gewonnen hatte.

Zwischen den drei deutschen Athletinnen reihten sich Sara Takanashi (5.), Heidi Dyhre Traaserud (6.) und Kurumi Ichinohe (7.) ein. Die Österreicherin Lisa Eder komplettierte die Top-10. Juliane Seyfarth (13.) und Anna Hollandt (24.) holten sich mit ihrem Auftritt in Klingenthal ebenfalls weiteres Selbstvertrauen für die anstehende Wintersaison.

SGP Damen Sommer Grand Prix

Mit einem Sprung auf 134,5m hat Nika Prevc die Qualifikation der Damen in Klingenthal für sich entschieden. Die amtierende Weltcupgesamtsiegern, die aktuell auf dem zweiten Platz in der Gesamtwertung des Sommer-Grand-Prix liegt, sendete damit eine erste Kampfansage an Nozomi Maruyama. Die Japanerin führt derzeit mit 50 Punkten Vorsprung die Wertung vor Prevc an und muss versuchen, dieses Polster beim letzten Einzelwettbewerb am morgigen Samstag gegen die starke Slowenin zu verteidigen.

Maruyama beendete die Qualifikation ihrerseits auf Rang elf. Stärker präsentierte sich in der Qualifikation ihre Landsfrau, Kurumi Ichinoe, die sich hinter Nika Prevc auf dem zweiten Platz einreihte. Die Top-3 komplettierte Abigail Strate aus Kanada vor der Slowenin Nika Vodan (4.), die sich nach längerer Durststrecke im Auslauf richtig über ihren gelungenen Sprung freute. Lisa Eder (5.), Yuka Seto (6.), Anna Odine Ström (7.), Sara Takanashi und Selina Freitag (beide punktgleich 8.) sowie Gyda Westvold Hansen (10.) vervollständigten die Top-10.

„Der Qualisprung war leider nicht ganz so sauber vom Tisch, aber die gestrigen Trainingssprünge waren richtig cool. Auch der erste Trainingsdurchgang heute war gut, daher bin ich in Summe ganz zufrieden“, so Freitag. Neben ihr konnten sich aus deutscher Sicht auch Juliane Seyfarth (13.) und Anna Hollandt (24.) mit einer soliden Leistung für den morgigen Wettbewerb qualifizieren. „Ich konnte in den letzten Wochen nicht so viel trainieren, da ich leider schwerwiegende Knieprobleme bekommen habe und da wurde sich jetzt erstmal drum gekümmert. Von dem her war ich mit den heutigen zwei Sprüngen zufrieden. Es war natürlich wieder ein wilder Tag mit viel Wind und langen Wartezeiten – dafür habe ich die Sachen aber gut umgesetzt“, bilanzierte Hollandt.

Luft nach oben ließen hingegen Katharina Schmid (28.) und Agnes Reisch (30.). „Ich bin nicht so richtig ins Fliegen gekommen. Mich hat es in der Luft etwas verdreht, vielleicht habe ich auch ein bisschen zu viel gewollt und die Welle durchschnitten statt mitgenommen“, analysierte Reisch, die sich zu ihrer aktuellen Form wie folgt äußert: „Ich bin gerade nicht 100% fit und kann derzeit nicht vorne mitspringen, da ich athletisch noch nicht auf dem Niveau hierzu bin. Das steuern wir aber auch gerade bewusst so, weil wir meinem Knie noch ein bisschen Zeit geben möchten, um Muskeln aufzubauen, sodass ich im Winter schmerzfrei bin.“  

Aus für Emely Torazza und die nationale Gruppe

Unplanmäßig früh endete das Klingenthal-Wochenende für Emely Torazza (50.), die nach bisher äußerst starken Auftritten im Sommer-Grand-Prix dieses Mal Federn lassen musste und sich nicht für die Top-40 qualifizieren konnte.

„Ich habe es noch nicht mit meinen Coachs angeschaut, aber ich fand den Sprung vom Tisch her gut, also besser als der Versuch in der Probe. Es ist halt schwierig, wenn nach dem Tisch gar kein Wind ist und bei allen anderen schon. Es wird dann halt trotzdem grün gegeben, weil er im Korridor ist. Es hat sich für mich so angefühlt, als hätte es mich einfach runtergedrückt und ich bin gar nicht bis dorthin gekommen, wo der Aufwind war. Ich hätte gerne mitgemacht morgen, aber es sollte nicht sein. Generell tue ich mich aber auch insgesamt mit der Schanze schwer, sie zählt nicht zu meinen Lieblingsanlagen“, so Torazza anschließend.

Auch aus der nationalen Gruppe gelang keiner DSV-Dame der Einzug in den morgigen Wettbewerb, dennoch sammelten die Nachwuchsathletinnen Julina Kreibich (43.), Pia Lilian Kübler (49.), Megi Lou Schmidt (52.) und Lia Böhme (56.) wertvolle Erfahrungswerte in der höchsten Kategorie des Damen-Skispringens. Neben den vorgenannten DSV-Adlerinnen muss beim morgigen Wettbewerb u.a. auch die Österreicherin Chiara Kreuzer (44.) zuschauen. Insgesamt nahmen 57 Springerinnen an der Qualifikation teil.

SGP Herren Sommer Grand Prix

Niklas Bachlinger hat auch den zweiten Wettbewerb der Herren im neuen „High-Five“-Modus gewonnen. Nach seinem Sieg bei der Premiere des neuen Veranstaltungsformats in Courchevel am vergangenen Wochenende behielt der 23-jährige Österreicher dank eines Sprungs auf 136 Meter (129,5 Punkte) auch in Wisla die Nase vorne. Dahinter teilten sich der Bulgare Vladimir Zografski und der Kasache Danil Vassilyev punktgleich (119,3 Pts.) den zweiten Platz.

Bachlinger baute durch diesen Erfolg auch seine Führung im Gesamtklassement des Sommer-Grand-Prix weiter aus. Mit 330 Punkten liegt dort nun unangefochten an der Spitze, vor DSV-Adler Philipp Raimund (160 Punkte), der das Wettkampfwochenende in Wisla komplett ausgelassen hatte. Hinter Bachlinger reihten sich mit Vladimir Zografski und Danil Vassilyev zwei Athleten ein, die man vor dem Wettkampf dort nicht hätte erwarten können. Vor allem der 21-jährige Kasache Vassilyev sorgte mit seinem ersten Podiumsplatz überhaupt für eine faustdicke Überraschung.

Aus deutscher Sicht verlief der Wettkampf nicht wie erhofft. Luca Roth, der beim zweiten Einzelwettbewerb in Courchevel noch auf das Podium gesprungen war, kam dieses Mal nicht über den 15. Platz hinaus. Felix Hoffmann reihte sich dahinter auf dem 20. Rang ein. Adrian Tittel (31.), Max Unglaube (34.) und Jannik Faißt (40.) waren allesamt in der Gruppenphase des ersten Durchgangs gescheitert. Für Martin Hamann war nach dem 55. Platz in der Qualifikation bereits Schluss.

Die nächsten beiden Einzelwettbewerbe des Sommer-Grand-Prix finden am 13./14. September 2025 im rumänischen Rasnov statt. Eine Woche später folgt dann bereits die Olympia-Generalprobe im italienischen Predazzo. Spätestens dort können wir nationenübergreifend wohl von einem deutlichen Zuwachs an Top-Athleten ausgehen.

SGP Damen Sommer Grand Prix

Nika Prevc ist weiterhin nicht zu stoppen und hat sich beim vierten Einzelwettbewerb des diesjährigen Sommer-Grand-Prix ihren dritten Sieg gesichert. Die amtierende Weltcupgesamtsiegerin erhielt im polnischen Wisla für einen Sprung auf 128,5 m insgesamt 126,2 Punkte und setzte sich damit am Ende vor der erneut starken Japanerin Nozomi Maruyama (117,5 Punkte) durch, die wie schon am Vortag Zweite wurde. Für die 20-jährige Slowenin war es ihr Premierenerfolg im neuen „High-Five“-Format, nachdem sie in Courchevel noch Abigail Strate den Vortritt lassen musste.

Durch diesen erneuten Erfolg baute Nika Prevc ihren Vorsprung in der Gesamtwertung des Sommer-Grand-Prix aus und führt nun mit 345 Zählern auf dem Konto vor Abigail Strate (280 Punkte), die sich am zweiten Wettkampftag in Wisla den dritten Platz im Tagesklassement sicherte und damit ebenfalls auf das Podium sprang. Rang drei belegt nach den ersten beiden Stationen (Courchevel und Wisla) die Japanerin Nozomi Maruyama (260 Punkte), vor ihrer Landsfrau Sara Takanashi (200 Punkte/4.) und DSV-Athletin Selina Freitag (160 Punkte/5.). Freitag reiste nach ihrem starken Auftritt in Courchevel nicht nach Wisla – dafür rückte allerdings Katharina Schmid ins Team, die den zweiten Wettbewerb am Sonntag in Wisla auch als Siebte und damit als beste Deutsche im Feld abschloss. Damit steigerte sich die Oberstdorferin auch noch einmal gegenüber dem ersten Wettbewerb am Samstag, den sie auf Platz 12 beendete.

Juliane Seyfarth, die am Vortag noch wegen ihres Anzuges disqualifiziert wurde, belegte direkt hinter Schmid den achten Platz. Emely Torazza sprang einen soliden elften Rang heraus, während Anna Hollandt als 14. das gute Mannschaftsergebnis komplettierte. Einzig Alvine Holz (21.) verpasste ganz knapp den Finaldurchgang. Dieser setzte sich aus den acht Gruppensiegern, den acht Zweitplatzierten einer Gruppe sowie den vier besten „Lucky Losern“ zusammen (in Summe also 20 Springerinnen). Herangezogen wurde dafür der Sprung aus dem ersten Durchgang.

Ob das neue Gruppenformat bei den Tests in Courchevel und Wisla die FIS überzeugt hat und es in der Saison 2026/2027 tatsächlich zum Einsatz kommen wird, ist noch ungewiss. Bei den Folgestationen des Sommer-Grand-Prix in Rasnov (13./14.09.), Predazzo (18.-21.09.), Hinzenbach (18./19.10. – nur Herrenwettbewerbe) und Klingenthal (25./26.10.) kommt das „High-Five“-Format in jedem Falle wie geplant nicht mehr zur Anwendung.

SGP Herren Sommer Grand Prix

Nach den Damen haben nun auch die Herren den neuen Wettkampfmodus „High-Five“ getestet. Mit einem Sprung auf 130 m und 139,4 Punkten darf sich Niklas Bachlinger als erster Sieger des Formates feiern lassen. Der 23-jährige Österreicher gewann zuvor in Courchevel bereits beide Qualifikationen. Doch auch die deutsche Mannschaft durfte sich über gleich zwei Podiumsplätze freuen, erzielt durch Philipp Raimund (137,5 Punkte) und Luca Roth (136,9 Punkte).

Bei den Herren nahmen die Top-50 aus der Qualifikation am ersten „High-Five“-Wettbewerb teil und wurden anhand der Ergebnisse in zehn Gruppen á fünf Springer aufgeteilt. Als Sieger der 1. Gruppe ging gleich ein deutscher Springer hervor: Felix Hoffmann löste ohne Probleme sein Ticket für den Finaldurchgang, neben ihm kam Hektor Kapustik direkt weiter.

In der zweiten Gruppe gab es dann eine erste kleine Überraschung zu verzeichnen. Kristoffer Eriksen Sundal scheiterte an Dawid Kubacki und Yukiya Sato, die beide herausragende Sprünge über 130m zeigten. Für Sundal reichte es auch nicht über die fünf „Lucky-Loser“ Plätze, sodass er auf Rang 26 nach dem ersten Durchgang ausschied.

Stichwort Überraschung: für die sorgte der Schweizer Simon Ammann. Er gewann nicht nur das Kräftemessen in Gruppe 3, sondern führte sogar das Gesamtfeld nach dem ersten Durchgang an. Ob sich der doppelte Doppelolympiasieger früherer Tage überhaupt noch daran erinnern kann, wann er das letzte Mal als „Letzter“ in einem Finaldurchgang vom Balken gehen durfte? Neben ihm kam der Österreicher Jonas Schuster weiter.

In Gruppe 4 setzte sich Clemens Aigner durch und verwies Vortagessieger Marius Lindvik innerhalb seiner Gruppe auf den zweiten Platz. Piotr Zyla und Luca Roth zogen aus Gruppe 5 direkt ins Finale ein und ließen dabei u.a. Kilian Peier hinter sich.

Für einen Schreckmoment sorgte Kamil Stoch, der bei 129,5 m nach der Landung zu Fall kam. Der Pole ärgerte sich im Auslauf sehr über sich selbst, bleib jedoch zum Glück unverletzt und gewann trotz des Abzuges bei den Haltungsnoten die Gruppe 6 vor dem Schweizer Yanick Wasser. In Gruppe 7 führte kein Weg an Johann Andre Forfang und Lovro Kos vorbei, gleiches gilt für Gregor Deschwanden und Pawel Wasek, dem amtierenden Sommer-Grand-Prix Champion, in Gruppe 8.

Gruppe 9 wurde von Philipp Raimund dominiert, der mit 124m überzeugte und sich nach dem ersten Durchgang im Gesamtfeld auch auf Platz zwei hinter Simon Ammann einreihte. Neben ihm kam auch Andrew Urlaub aus den USA weiter.

Gruppe 10 war dann ein leichtes Spiel für Niklas Bachlinger und Naoki Nakamura. Als „Lucky-Loser“ kamen Zak Mogel, Kilian Peier, Danil Vassilyev, Roman Koudelka, Taku Takeuchi noch ins Finale. Für Adrian Tittel (33.) und Max Unglaube (46.) endete der Arbeitstag wie tags zuvor bereits nach dem ersten Durchgang.

Im zweiten Durchgang hieß es dann wieder alles auf „Null“, alle bisherigen Punkte und Weiten wurden gestrichen – ein Merkmal dieses neuen Formats. Den besten und vor allem saubersten Sprung erwischte Niklas Bachlinger, der sich mit 130m den Sieg sicherte. Philipp Raimund sprang zwar einen halben Meter weiter als Bachlinger, fuhr den Sprung jedoch nicht ganz so sauber aus. Mit dem zweiten Platz bestätigte er allerdings seine Platzierung vom Vortag und übernahm gleichzeitig auch das Gelbe-Trikot für die Führung im Sommer-Grand-Prix.

Eine starke Leistung bot auch Luca Roth mit Gesamtrang drei und 127 Metern. Er gab damit die passende Antwort auf den gestrigen Tag, als er noch wegen seines Anzuges disqualifiziert wurde. Die Top-5 rundeten die beiden Norweger Marius Lindvik (4.) und Johann Andre Forfang (5.) ab.

Neben Raimund und Roth zeigte auch Felix Hoffmann wieder einen soliden Wettkampf. 123,5 Meter reichten am Ende zum elften Platz im Gesamtklassement vor Simon Ammann (12.), der dennoch sehr viel Spaß an diesem (wenn auch für das Gesamtergebnis wertlosen) ersten Durchgang gehabt haben sollte.

Bereits am kommenden Wochenende geht es für die Skispringer mit der zweiten Station des diesjährigen Sommer-Grand-Prix im polnischen Wisla weiter.

SGP Damen Sommer Grand Prix

Beim zweiten Einzelwettbewerb der Damen im französischen Courchevel wurde ein neues Wettkampfformat getestet, welches erstmalig auch in der Wintersaison 2026/2027 seine Anwendung finden könnte. Abigail Strate sicherte sich mit einem Sprung auf 125,5 m und 108,8 Punkten hier den Premierensieg. Platz zwei ging wie schon am Vortag an Selina Freitag (108,3 Punkte), die sich nur hauchdünn geschlagen geben musste. Die Japanerin Nozomi Maruyama (105,5 Punkte) wurde Dritte.

Der neue Wettkampfmodus sieht eine Gruppeneinteilung vor, die beim Wettkampf der Damen im Rahmen des Sommer-Grand-Prix wie folgt aufgebaut war: anhand des gestrigen Ergebnisses wurden die 32 Athletinnen in acht verschiedene Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe bestand aus vier Springerinnen, die gegeneinander antraten. Die zwei besten Damen einer jeweiligen Gruppe sicherten sich den direkten Einzug in das Finale (= also insgesamt 16 „Fix-Qualifizierte“), hinzu kamen die vier besten „Lucky-Loser“ des Teilnahmefeldes (= Gesamtfeld für den zweiten Durchgang also 20 Springerinnen). Diese Begrifflichkeit dürfte den Skisprungfans von der Vierschanzentournee sicherlich bestens bekannt sein.

In den ersten sechs Gruppen kam es zu keinerlei Überraschungen. Hier setzten sich jeweils die beiden stärksten Damen des gestrigen Tages durch: Alexandria Loutitt und Kurumi Ichinohe (in Gruppe 1), Yuzuki Sato und Emely Torazza (in Gruppe 2), Tinkara Komar und Nozomi Maruyama (in Gruppe 3), Juliane Seyfarth und Yuka Seto (in Gruppe 4), Karolina Indrackova und Sara Takanashi (in Gruppe 5) sowie Josephine Pagnier und Abigail Strate (in Gruppe 6).

In Gruppe 7 erreichte Selina Freitag erwartungsgemäß den Sieg, dahinter setzte sich Frida Westman gegen Anna Hollandt durch. Am gestrigen Tage war Hollandt noch besser platziert als die Schwedin. Nika Prevc, die den gestrigen Einzelwettbewerb im bewährten Modus gewann, sicherte sich in Gruppe 8 die meisten Punkte. Die Polin Anna Twardosz sprang dahinter auf Platz zwei und bezwang damit die Kanadierin Nicole Maurer, die im gestrigen Tagesklassement (auch durch die Disqualifikation von Twardosz) noch besser platziert war.

Nachdem alle acht Gruppen den ersten Durchgang absolviert hatten, standen mit Haruka Iwasa (Gruppe 6), Anna Hollandt (Gruppe 7), Nicole Maurer (Gruppe 8) und Alvine Holz (Gruppe 2) auch die vier „Lucky-Loser“ fest, die ebenfalls im Finaldurchgang mit dabei waren. Positiv für alle, die im ersten Durchgang hinter ihren Erwartungen zurückblieben: die Punkte werden in diesem neuen Modus „genullt“, sodass einzig der zweite Sprung für das Tagesendergebnis entscheidend ist. Negativ natürlich für all diejenigen, die im ersten Sprung überzeugen konnten. Hier sind vor allem Nika Prevc (114m/106,6 Punkte/P1), Maruyama (126m/99,3 Punkte/P2) und Abigail Strate (128,5m/97,0 Punkte/P3) zu nennen, die von ihrer Vorleistung nicht zehren konnten, außer, dass sie als letzte im zweiten Durchgang auf den Balken durften. Dementsprechend wurden die Karten neu gemischt. Für die deutschen Starterinnen eine gute Botschaft, denn sie taten sich im ersten Umlauf noch schwer. Selina Freitag (115,5m/73,2 Punkte) reihte sich als Beste auf Rang sieben ein, die weiteren Platzierungen sahen wie folgt aus: Anna Hollandt (14.), Juliane Seyfarth (17.), Emely Torazza (19.), Alvine Holz (20.).

Im zweiten Durchgang überzeugte dann zunächst Emely Torazza mit einer Weite von 108m. Dies sollte am Ende für Platz 12 reichen. Juliane Seyfarth steigerte sich ebenfalls deutlich gegenüber dem vorherigen „K.O.“-Durchgang und sprang mit 116m auf Rang zehn im Tagesendklassement. Anna Hollandt (19.) und Alvine Holz (20.) kamen hingegen im Finale nicht über 96m bzw. 88m hinaus.

Im Kampf um den Gesamtsieg setzte Selina Freitag mit 126,5 m dann das erste Ausrufzeichen. Einzig die Kanadierin Abigail Strate konnte ihr mit 125,5 m Paroli bieten. 0,5 Punkte trennten die Beiden am Ende, zugunsten von Strate. Hinter Nozomi Maruyama (3.) reihten sich Sara Takanashi (4.) und die Vortagessiegerin Nika Prevc (5.) ein. Prevc landete bei 114,5 m, startete aber auch mit zwei Luken weniger Anlauf als ihre Konkurrentinnen.

SGP Herren Sommer Grand Prix

Marius Lindvik hat den ersten Wettkampf der Herren im diesjährigem Sommer für sich entschieden. Der Norweger, der nach seiner abgesessener Sperre in Folge des Anzugskandals bei der Weltmeisterschaft zurückkehrte, segelte in Courchevel zweimal auf 126 Meter und erhielt dafür 277,7 Punkte. Auf Rang zwei reihte sich nach überzeugender Vorstellung DSV-Adler Philipp Raimund (272,3 Punkte) ein vor dem Japaner Sakutaro Kobayashi (271,4 Punkte).

Marius Lindvik hat sich nach seiner Sperre direkt mit einem Sieg zurückgemeldet. Bereits nach dem ersten Durchgang hatte der Norweger beim Sommer-Grand-Prix im französischen Courchevel mit 126 m in Führung gelegen. Diese Weite bestätigte er im zweiten Durchgang noch einmal und setzte sich schlussendlich mit 5,4 Punkten Vorsprung vor Philipp Raimund durch, der vor allem im Finale seine Klasse unter Beweis stellte. Mit starken 128,5 m gelang es dem Deutschen sich von der fünften Position (nach 121,5 m im ersten Durchgang) noch bis auf den zweiten Platz im Tagesgesamtklassement nach vorne zu schieben. Über Rang drei durfte sich Sakutaro Kobayashi (127 m/125 m) freuen.

Ein großes Ausrufzeichen setzte zum Auftakt in den Sommer-Grand-Prix der Österreicher Niklas Bachlinger (131 m/128,5 m). Nach dem Sieg in der Qualifikation zeigte der Youngster auch im Wettkampf eine glänzende Vorstellung und reihte sich am Ende auf dem vierten Platz ein. Die drei Top-Springer aus Österreich, Daniel Tschofenig, Jan Hörl und Stefan Kraft sind in Courchevel noch nicht am Start und werden erst später in das Geschehen eingreifen. Die Top-5 komplettierte der Schweizer Gregor Deschwanden (128 m/128 m), der zur Halbzeit noch hinter Lindvik an der zweiten Stelle gelegen hatte.

Top-10 Ergebnis für Felix Hoffmann

Die Entdeckung des letzten Sommers, der Franzose Valentin Foubert, konnte vor heimischer Kulisse erneut überzeugen und belegte den sechsten Platz vor dem Slowenen Lovro Kos (7.). Ein gutes Gefühl holte sich auch Felix Hoffmann, der sich nach 118 m im ersten Durchgang auf eindrucksvolle 127,5 m steigerte. Der Schützling von Stefan Horngacher reihte sich damit auf Rang acht ein, vor dem Polen Dawid Kubacki und dem Japaner Naoki Nakamura, die sich punktgleich den neunten Platz teilten.

Simon Ammann sorgt für Überraschung

Im ersten Durchgang versetzte „Altmeister“ Simon Ammann die Zuschauer ins Staunen, als er auf starke 128 m segelte und sich auf dem siebten Platz im Gesamtklassement wiederfand. Im Finale konnte der zweifache Doppelolympiasieger aus der Schweiz seine Form allerdings nicht ganz bestätigen und fiel mit 114 m noch bis auf Rang 15 zurück. Dennoch dürfte ihm dieser Wettkampf sehr viel Freude bereitet haben.

Viele Disqualifikationen – auch DSV-Adler Luca Roth betroffen

Ähnlich wie bereits zuvor bei den Damen griffen die Materialkontrolleure auch bei den Herren hart durch. Im ersten Durchgang wurde der Japaner Yukiya Sato aufgrund seines Sprunganzuges disqualifiziert. Auch beim Schweizer Yanick Wasser sowie dem Slowenen Ziga Jancar entsprach der Anzug jeweils nicht dem Regelwerk, sie teilten das gleiche Schicksal wie Sato.

Während des zweiten Durchgangs setzten sich die Disqualifikationen weiter fort. Zunächst traf es den Ukrainer Vitaliy Kalinichenko, anschließend den Slowenen Zak Mogel sowie den Deutschen Luca Roth. Roth hatte nach dem ersten Durchgang mit 123 m noch auf Platz acht gelegen, durfte aufgrund eines zu großen Sprunganzuges das Finale jedoch nicht mehr bestreiten.

Am morgigen Sonntag steht für die Herren der zweite Einzelwettkampf auf dem Programm.

SGP Damen Sommer Grand Prix

Nika Prevc hat dort weitergemacht, wo sie in der vergangenen Wintersaison aufgehört hat und sich im französischen Courchevel den Sieg im ersten von insgesamt zwei Einzelwettbewerben der Damen gesichert. Mit einem starken zweiten Sprung auf 124m (241,7 Punkte) katapultierte sich die amtierende Gesamtweltcupsiegerin aus Slowenien vom vierten Platz nach dem ersten Durchgang noch bis an die Spitze. Den zweiten Platz sicherte sich Selina Freitag (224,7 Punkte) vor der Kanadierin Abigail Strate (222,9 Punkte).

Das erste Kräftemessen der Skispringerinnen bei diesem Sommer-Grand-Prix im französischen Courchevel ist vorüber und endete mit einem schon fast erwartungsgemäßen Erfolg der Top-Favoritin Nika Prevc. Die Slowenin bot bereits im Training eine überzeugende Leistung und gewann beide Probedurchgänge. Einzig im ersten Durchgang des Einzelwettbewerbs lies sie mit einer Weite von 106,5 m für ihre Verhältnisse etwas federn und reihte sich „nur“ auf der vierten Position ein. Vor ihr platzierten sich zur Halbzeit Abigail Strate, die mit 126,5 m die Führung nach dem ersten Durchgang inne hatte, sowie die Japanerin Sara Takanashi (P2/129,5 m) und DSV-Athletin Selina Freitag (P3/124m).

Prevc Rückstand nach ganz vorne auf Spitzenreiterin Strate betrug allerdings nur 3,4 Punkte, sodass ihr im zweiten Durchgang der Konter gelang. Mit 124 m erzielte sie hier eine Weite, mit der sie ihre Konkurrentinnen noch Abfangen konnte und sich den Sieg sicherte. Doch auch Selina Freitags zweiter Versuch mit 113 m ließ sich bei vergleichsweise schwierigen Windbedingungen sehen. Obwohl Strate mit 119,5 m und Takanashi mit 115 m erneut weiter sprangen als sie, konnte sie sowohl die Kanadierin als auch die Japanerin unter Berücksichtigung von Windkompensation sowie Haltungsnoten noch einholen und sich den zweiten Platz sichern. Hinter Prevc und Freitag komplettierte Strate das Podium vor Takanashi (4.) und Yuka Seto (5.), die damit an ihre beiden starken Trainingsdurchgänge anknüpfen konnte. Seto lag in diesen beiden Versuchen jeweils unter den Top-3.

Überzeugender Wettkampf von Emely Torazza

Hinter Nozomi Maruyama (6.) beendete DSV-Nachwuchshoffnung Emely Torazza (120m/114,5m) den Wettkampf auf einer starken siebten Position. Kurumi Ichinohe (8.), Alexandria Loutitt (9.) und Yuzuki Sato (10.) rundeten die Top-10 ab. Juliane Seyfarth landete mit zwei soliden Sprüngen (105,5m/103m) auf dem 12. Rang, Anna Hollandt (112,5m/102m) erreichte bei ihrem Wettkampfcomeback den 15. Platz. Für Alvine Holz endete der erste Wettkampf des diesjährigen Sommer-Grand-Prix auf der 23. Position. Sie steigerte sich von 93 m im Finaldurchgang auf 103,5 m. Insgesamt nahmen 32 Athletinnen das Auftaktspringen in Angriff.

Anna Twardosz und Daniela Haralambie wegen Skilänge disqualifiziert

Für eine Überraschung im ersten Durchgang sorgte die Polin Anna Twardosz, die mit einem Satz auf 125,5 m zwischenzeitlich sogar die Führung übernahm. Doch die Freude wehrte nur kurz: bei der technischen Nachkontrolle wurde festgestellt, dass ihr Ski zwei Zentimeter zu lang war. Dadurch wurde sie disqualifiziert. Gleiches Schicksal ereilte auch Daniela Haralambie aus Rumänien, allerdings wurde die Unregelmäßigkeit bei ihr erst nach dem zweiten Durchgang festgestellt.

Einige Top-Springerinnen lassen Courchevel aus

Neben den DSV-Athletinnen Katharina Schmid und Agnes Reisch fehlen beim Auftakt des Sommer-Grand-Prix die kompletten Mannschaften aus Österreich und Norwegen. Zudem ist aus den Top-10 des letzten Weltcupwinters auch die Slowenin Ema Klinec nicht am Start.

Am morgigen Sonntag findet für die Damen in Courchevel der zweite Einzelwettbewerb statt.

SGP Damen SGP Herren Sommer Grand Prix

Gleich zweimal durfte sich die Italienerin Lara Malsiner in Rasnov über Platz eins bei den Damen freuen. Auch Annika Sieff (ITA) und Nozomi Maruyama (JPN) durften sich an beiden Tagen über einen Podestplatz freuen. Die beiden platzierten sich je einmal auf dem zweiten und dritten Platz. Auch bei den Herren gab es an diesem Wochenende nur einen Sieger: Pawel Wasek (POL). Das Podest teilte er sich am Samstag mit Ulrich Wohlgenannt (AUT) und Kevin Bickner (USA), sowie Ren Nikaido (JPN) und Alex Insam (ITA) am Sonntag. 

Nachdem es für die Damen beim Sommer-Grand-Prix in Wisla keine Wettkämpfe gab, stießen sie in Ranov wieder dazu. Die deutschen und österreichischen Springerinnen verzichteten auf die Reise nach Rumänien. Bei 36 Starterinnen wurde daher aus der ursprünglich angesetzten Qualifikation ein Prolog. Diesen konnte die Slowenin Nika Prevc am Freitag für sich entscheiden. 

Historisches Ergebnis für Italien

Als es dann am Samstag um den Sieg ging, konnte sich Lara Malsiner deutlich durchsetzen. Mit Sprüngen auf 94,0 und 95,5 Meter sicherte sie sich nicht nur in beiden Durchgängen die Bestweite, sondern setzte sich mit 219,3 Punkten auch deutlich von ihrer Konkurrenz ab. Sie gewinnt somit als erste Italienerin überhaupt einen Sommer-Grand-Prix! Ihre Landsfrau Annika Sieff (88,0/90,0m) setzte diesem Ergebnis mit einem zweiten Platz die Krone auf. Mit 203,2 Punkten setze sie sich damit knapp gegen die drittplatzierte Japanerin Nozomi Maruyama (88,5/86,5m, 292,1 Pkt.) durch. 

Auch Tina Erzar aus Slowenien gelang ein echtes Highlight. In ihrem SGP-Debüt platzierte sie sich als beste Slowenin direkt auf dem vierten Platz. Heidi Dyhre Traaserud, die als einzige norwegische Athletin am Start war, wurde fünfte. Auf Platz sechs landete die Französin Lilou Zepchi, die damit ebenfalls ein persönliches Bestresultat ablieferte. 

Ema Klinec, die nach dem ersten Durchgang noch auf Platz zwei lag, rutschte noch auf den siebten Platz zurück. Auch Landsfrau Nika Prevc musste sich nach Rang fünf in Runde eins, am Ende mit Platz neun zufrieden geben. Platz acht ging an die Japanerin Kurumi Ichinohe. Die Top Ten wurde durch die Amerikanerin Paige Jones komplettiert, die mit Platz zehn ebenfalls ihr bislang bestes Karriereresultat einfuhr.

Erneuter Sieg und gelbes Trikot für Malsiner

Auch am Sonntag heißt die Siegerin Lara Malsiner. Mit 90,5 und 94,0 Metern und 227,4 Punkten setzte sie sich gegen die drittplatzierte vom Vortag durch. Nozomi Maruyama lag mit 92,4 Metern in Durchgang eins noch in Führung. Mit 91,0 Metern in Durchgang zwei und insgesamt 225,7 Punkten musste sie sich der Italienerin letztendlich noch geschlagen geben. Platz drei ging mit 217,3 Punkten an Annika Sieff (90,0/89,0m).

Auch die Italienerin Martina Ambrosi zeigte mit Rang vier ein starkes Ergebnis und sicherte sich ein persönliches Bestresultat. Kurumi Ichinohe konnte sich im Vergleich zum Samstag ebenfalls noch einmal steigern. Mit Platz fünf erreichte auch sie das bisherige Bestergebnis ihrer Karriere. Auf den Rängen sechs bis acht sammelten sich mit Nika Prevc, Tina Erzar und Ema Klinec drei Sloweninnen. Für Heidi Dyhre Traaserud reichte es am heutigen Sonntag für Platz neun, während Paige Jones die Top Ten wieder komplettierte. 

Ergebnis Samstag (Damen)

Ergebnis Sonntag (Damen)

Paweł Wasek dominiert in Rumänien

Auch das Starterfeld der Herren war mit nur 42 Athleten durchaus überschaubar. Wie auch bei den Damen entsandte der DSV keine Springer nach Rumänien. Auch die A-Teams der Österreicher und Norweger verzichteten auf einen Start. Die dadurch zu einem Prolog umfunktionierte Qualifikation entschied der Japaner Keiichi Sato für sich.

Der Sieg am Samstag ging an den Polen Paweł Wasek, der sich mit 95,0 und 92,0 Metern und 250,9 Punkten gegen die Konkurrenz durchsetzen konnte. Wasek sicherte sich damit auch den ersten Grand-Prix-Sieg seiner Karriere. Platz zwei ging mit 248,6 Punkten an den Österreicher Ulrich Wohlgenannt (96,5/93,0m). Auf dem dritten Rang landete Kevin Bickner aus den USA. Bickner lag mit einem Sprung auf 97,5 Meter in Durchgang eins noch in Führung. Mit 91,5 Metern im zweiten Durchgang und 246,5 Punkten rutschte er noch auf den dritten Platz zurück. Über die erreichte persönliche Bestleistung dürften sich Bickner und das amerikanische Team dennoch freuen.

Ren Nikaido (JPN) reihte sich auf dem vierten Platz ein. Eine kleine Sensation gelang auch dem Schweizer Felix Trunz, der mit Platz fünf ebenfalls ein persönliches Bestergebnis erreichte. Trotz des fehlenden österreichischen A-Teams, konnte die Mannschaft aus der Alpenrepublik sich über ein solides Teamergebnis freuen. Mit Marco Wörgötter (6.) und Simon Steinberger (9.), landeten zwei weitere Athleten unter den besten Zehn. Platz sieben ging an den Japaner Keiichi Sato. Mit Andrew Urlaub (8.) konnte sich ein weiterer US-Amerikaner in der Top Ten platzieren. Komplettiert wurde diese durch den Italiener Alex Insam.

Erneuter Sieg für Wasek

Nach seiner persönlichen Bestleistung am Vortag, konnte sich Paweł Wasek (93,0/96,0m; 254,2 Pkt.) auch am Sonntag den Sieg in Rasnov sichern. Mit 96,0 und 95,5 Metern und 253,1 Punkten ging der zweite Platz an den Japaner Ren Nikaido. Alex Insam, der nach dem gestrigen Tag bereits das gelbe Trikot des Gesamtführenden übernommen hat, landete mit 93,0 und 95,5 Metern und 251,8 Punkten auf Platz drei.

Nach dem gestrigen Podestplatz landete Ulrich Wohlgenannt heute knapp neben dem Podest auf Platz vier. Andrew Urlaub konnte sich hingegen noch einmal verbessern und erreichte den fünften Rang. Das polnische Team konnte mit Jakub Wolny (6.) und Kacper Jurorzek (7.) zwei weitere Athleten in der Top Ten platzieren. Keiichi Sato erreichte am heutigen Sonntag Rang acht. Eine positive Überraschung lieferten die beiden Franzosen Ari Repellin und Jules Chervet, die sich punktgleich auf dem neunten Rang platzierten. Repellin lag dabei nach 97,5 Metern zwischenzeitlich sogar auf dem vierten Platz und konnte bereits am Podest schnuppern.

Ergebnis Samstag (Herren)

Ergebnis Sonntag (Herren)

Für die Herren macht der Sommer-Grand-Prix am nächsten Wochenende im österreichischen Hinzenbach Halt. Hier werden auch die deutschen Herren an den Start gehen. Für die Damen geht es im Sommer-Grand-Prix erst in Klingenthal weiter. Hier findet vom 04.-06. Oktober das Finale des diesjährigen Sommer-Grand-Prix der Herren und Damen statt.