ÖSV SGP Damen Sommer Grand Prix

Beim gestrigen Auftakt der Olympia-Generalprobe in Predazzo (Italien) gab es einen Schreckmoment durch die ÖSV-Skispringerin Eva Pinkelnig, die auf der Normalschanze zu Sturz kam.

Heute gibt es traurige Gewissheit: Die Befürchtungen um eine schwerwiegende Knieverletzung von Eva Pinkelnig haben sich nun leider bestätigt. Die ehemalige Gesamtweltcupsiegerin wurde noch am gestrigen Abend zu einer MRT-Untersuchung in die Privatklinik Hochrum bei Innsbruck gebracht. Wie Ski Austria am Freitagvormittag via Social Media mitteilte, zog sich die 37-Jährige bei ihrem gestrigen Sturz einen Riss des vorderen Kreuzbandes sowie des Innen- und Außenmeniskus im linken Knie zu. Hinzu kommt ein Knorpelschaden.

Damit verpasst die routinierte Österreicherin die kommenden Olympischen Winterspiele in Predazzo sowie die gesamte Wintersaison 2025/26. Für Pinkelnig dürfte nun die heutige Operation sowie eine mehrmonatige Reha-Phase bevorstehen. Für diesen langen Weg wünschen wir Eva viel Kraft, sowohl körperlich als auch mental!

ÖSV SGP Herren Sommer Grand Prix

Für die Herren gab es am Donnerstag ebenfalls den ersten Wettbewerb auf den Olympiaschanzen von Predazzo. Und beim Betrachten der Ergebnisliste könnte man meinen, es gab keine Pause für die Top-Athleten. Der vollbesetzte Sommer Grand Prix führt fort, was der Winter beendet hat.

Jan Hörl, der Zweitplatzierte der vergangenen Weltcupsaison, konnte den ersten Wettbewerb von der Normalschanze am späten Donnerstagabend für sich entscheiden. Bis 23 Uhr dauerte der Wettbewerb an, der nach dem unglücklichen Auftakt der österreichischen Damen umso glücklicher für die Herren verlief. Denn hinter Hörl reihte sich direkt sein zuletzt sowie aktuell stärkster Konkurrent und Teamkollege Daniel Tschofenig ein. Der Japaner Ryoyu Kobayashi komplettierte das Podest.

Weiterhin fanden sich auch Maximilian Ortner, Niklas Bachlinger – der bisher Führende der Sommer-Grand-Prix-Wertung – sowie Stefan Kraft in den Top Ten wieder. Auch der Schweizer Gregor Deschwanden und der frisch gebackene slowenische Weltrekordhalter Domen Prevc schafften den Sprung unter die besten Zehn. Aus den deutschen Reihen schaffte dies einzig Philipp Raimund, der sich nach und nach mehr mit der Schanze anfreunden konnte und sich auf einem ordentlichen sechsten Platz wiederfand.

DSV-Team mit gemischten Gefühlen

Neben Raimund war auch das Ergebnis von Luca Roth durchaus gut. „Ich bin recht zufrieden. Der erste Sprung ist mir leider etwas missglückt. Im Zweiten habe ich es besser gemacht und mich nach vorne gekämpft“, so Roth im Anschluss. Von Platz 28 kämpfte er sich auf Rang 16 nach vorne und durfte damit auch einige Zeit „In der Leaderbox, da gefällt es einem immer. Ich denke, ich bin auf einem sehr guten Weg. Die Sprünge werden immer stabiler.“ Direkt dahinter reihte sich Felix Hoffmann auf einem soliden 17. Platz ein. Ander erging es den beiden Routiniers Andreas Wellinger und Karl Geiger, die sich scheinbar noch nicht wirklich mit der Schanze anfreunden konnten. Sie belegten die Plätze 22 sowie 29.

Nach dem ersten Wettbewerb am späten Abend steht zumindest eines im olympischen Skisprungstadion von Predazzo fest: Das Flutlicht überzeugt im Vergleich zu anderen Schanzen in jedem Fall. In der Pause gab es zudem noch eine kurze (gewollte) Unterbrechung mit vollkommeneren Dunkelheit, denn: Für alle Zuschauer und Beteiligten gab es eine kurze Feuerwerk-Show als Pausenhighlight. Für die Herren geht es am Freitag weiter mit dem Training und der Qualifikation von der Großschanze.

SGP Damen Sommer Grand Prix

Nach fast einem Jahr Aufschub weihen die Skispringerinnen und Skispringer in dieser Woche nun endlich den neuen Schanzenkomplex in Predazzo ein. Bereits am heutigen Donnerstag starten beide Geschlechter von der Normalschanze. Und gleich zum Auftakt gab es einen schockierenden Moment im Finaldurchgang der Damen. Ein Sturz durch die erfahrene Eva Pinkelnig sorgte für entsetzte Gesichter bei allen Beteiligten.

Der erste Wettbewerb von der Normalschanze in Predazzo startete durchaus mit gemischten Gefühlen. Abgesehen von der Baustelle rund um die Schanze, konnten einige Athletinnen bereits mit Sprüngen über die 100-Meter-Marke glänzen. Allen voran überzeugte einmal mehr Abigail Strate, die sich diesen Sommer bereits stark präsentieren konnte. Mit 258.8 Punkten setzte sie sich gegen die starke Nika Prevc aus Slowenien durch. Hinter den beiden reihte sich Yuka Seto ein, somit auch der nächste Podestplatz für die japanischen Damen im Sommer Grand Prix.

Auch Alexandria Loutitt, die zweite Kanadierin im Bunde, konnte sich mit Platz vier weit vorne einreihen und verpasste nur knapp das Podium. Mit Nozomi Maruyama sowie Yuzuki Sato auf Platz fünf sowie Platz zehn für Sara Takanashi bestätigte das japanische Team auch auf der neuen Olympiaschanze die geschlossene Stärke der vergangenen Wettbewerbe.

Sturz von Pinkelnig überschattet Finaldurchgang

Für die 37-jährige Österreicherin Eva Pinkelnig, die sich im Training ebenfalls stark zeigte, endete die Olympia-Generalprobe bereits frühzeitig. Durch das Aufkanten ihrer Ski bei der Landung bei 97,5 Metern kam die Gesamtweltcupsiegerin von 2022/23 zu Sturz. Ihr Schrei vor Schmerzen war selbst durch die TV-Kameras bei den Fernsehzuschauern zu hören. Sie musste mehrere Minuten im Auslauf behandelt und schließlich abtransportiert werden. Aktuell befindet sich die Vorarlbergerin auf dem Weg ins Krankenhaus. Die Diagnose steht noch aus.

Deutsches Team kompakt in der zweiten Reihe

Für die DSV-Damen reichte es zum Auftakt noch nicht für die vorderen Plätze. Ein erstes Aufwärmen war zwar erkennbar, die große Liebe zur Normalschanze war scheinbar aber noch nicht vorhanden. Katharina Schmid reihte sich als beste Deutsche auf Rang 11 ein. Die weiteren Damen um Selina Freitag, Agnes Reisch, Juliane Seyfarth, Anna Hollandt und Emely Torazza belegten die Plätze 15 bis 19. Für die Damen geht es am Samstag weiter mit dem Einzelwettbewerb von der Großschanze.