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Sandro Hauswirth: „Mit Gregor Deschwanden hatte ich immer einen guten Vergleich“

Foto: Konstanze Schneider
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Sandro Hauswirth (21) gehört zu den großen Skisprung-Hoffnungen der Schweiz. Dem jungen Mann vom Ski-Club Gstaad gehört dir Zukunft. Doch die Entwicklung in den vergangenen Jahren lässt sich mit einer Achterbahn vergleichen. Skispringen-news.de-Redakteur Lars-Henrik Wacker hat in Klingenthal mit Sandro Hauswirth über die aktuelle Situation gesprochen.

Skispringen-news.de: Sandro, wie ist für dich die Sommervorbereitung gelaufen?

Sandro Hauswirth: Wir hatten keine große Pause nach der Wintersaison. Ich habe gleich die Rekrutenschule – also die Militärschule für Sportler in der Schweiz – machen können. Danach ging es ziemlich direkt los. Wir haben intensiv trainiert, vor allem Athletik. Anfang des Sommers kam das Springen ein bisschen kürzer, weil wir beim Militär waren. Aber danach ging es auch für mich auf die Schanze. Ich war viel mit der ersten Mannschaft unterwegs. Mit Gregor Deschwanden hatte ich immer einen guten Vergleich, weil ich weiß, dass er momentan in der Weltspitze mitspringen kann. Von daher sehe ich in jedem Training, wo ich stehe und was es noch braucht, um nach vorne zu kommen.

Skispringen-news.de: Wie bewertest du generell deine Entwicklung in den vergangenen Jahren?

Sandro Hauswirth: Ich bin im Alpencup wirklich gut gesprungen. Das hat man auch mit dem Gesamtsieg (2017/2018) gesehen. Und danach hat es ein bisschen gestockt. Es ging nicht mehr ganz so vorwärts wie ich mir das gewünscht habe. Nun kämpfe ich mich aber Schritt für Schritt wieder heran.

Skispringen-news.de: Beim Blick über den Tellerrand fällt auf, dass das Schweizer Team mit großem Verletzungspech zu kämpfen hat. Wie siehst du die Situation, dass ihr gerade so wenige Springer seid?

Sandro Hauswirth: Es ist schade, wenn man schon ein kleines Team ist und dann noch so viele Verletzungen dazukommen. Aber das können wir nicht ändern. Wir müssen hart daran arbeiten, dass man wieder zurückkommt. Ansonsten sehe ich, dass ich immer wieder auch die Chance bekomme, im Weltcup zu springen und ich möchte diese auch nutzen.

Skispringen-news.de: Auf dem Weg dahin steht dir Cheftrainer Ronny Hornschuh aus Deutschland bei. Was zeichnet ihn deiner Meinung nach aus?

Sandro Hauswirth: Er hat ein sehr gutes Auge für die Technik. Das beginnt schon im Kraftbereich, aber auch auf der Schanze. Er sieht wirklich die kleinsten Details, die es braucht, um an die Weltspitze zu kommen. Das Feld ist so eng. Da entscheiden Kleinigkeiten und er sieht sie ganz genau und hat ein gutes Technikleitbild, das wir befolgen.

Skispringen-news.de: Was sind aber nun deine Ziele für die anstehende Wintersaison?

Sandro Hauswirth: Natürlich möchte ich im Continentalcup vorne mitspringen, damit ich mich für den Weltcup und für größere Auftritte in der Nationalmannschaft empfehlen kann. Und dann möchte ich dort meine Leistungen abrufen.

Skispringen-news.de: Dann wünschen wir dir für deine weiteren Wege alles Gute. Vielen Dank für das Interview.


Zur Person:

Sandro Hauswirth ist am 29. August 2000 in Gstaad (Schweiz) zur Welt gekommen. Der 21-Jährige nimmt seit 2014 an internationalen FIS-Wettkämpfen teil. Seit 2017 ist er Teil des Nationalteams und konnte bis dato zweimal Gold bei Meisterschaften in der Schweiz gewinnen. Sein Weltcup-Debüt feierte Sandro Hauswirth am 4. März 2018 in Lahti (Finnland). Vor dem Winter 2021/2022 stehen insgesamt sieben Weltcup-Starts auf dem Konto des jungen Schweizers. Punkte für die Gesamtwertung gab es bis dato noch keine. An Junioren-Weltmeisterschaften nahm Sandro Hauswirth insgesamt dreimal teil, ohne aber in den Einzelwettbewerben in die Top Ten zu springen.

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