Er war eine absolute Klasse für sich: Domen Prevc. Mit fast 60 Punkten Vorsprung sichert sich der Slowene den Titel auf der Heini-Klopfer-Skiflugschanze in Oberstdorf. Vizeweltmeister wird der Norweger Marius Lindvik vor Ren Nikaido, der sich über Bronze freuen durfte.
Mit 232,0 und 222,5 Metern zeigte Prevc nicht nur den weitesten Sprung des Tages sondern sicherte sich auch insgesamt 905,4 Punkte und somit den Weltmeistertitel. Prevc sagte nach seinem Sprung gegenüber der slowenischen Zeitung Dnevnik: „Für diese Ergebnisse die ich momentan erziele, steckte ich so viel Arbeit und Aufwand rein. Jeder sagt jetzt, ja da ist jemand, der gewinnt alles, aber ich habe wirklich so hart gearbeitet und war lange auf der Suche nach dem richtigen Material und jetzt bin ich einfach glücklich, dass es sich endlich auszahlt.“
Marius Lindvik, der nach den ersten beiden Bewerben noch auf dem dritten Rang lag, sprang auf 221,0 und 231,5 Meter und konnte Ren Nikaido mit 845,9 Punkten noch überholen. Der Japaner sicherte sich mit 221,0 und 220,0 Metern 842,4 Punkte und den Bronzerang.
Die Medaillenränge verpasst hat dagegen Jan Hörl aus Österreich. Er musste sich mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben, lag aber mit 818,8 Punkten doch auch deutlich entfernt von den Medaillen. Stephan Embacher und Stefan Kraft landeten auf den Plätzen fünf und sieben. Ryoyu Kobayashi platzierte sich zwischen den beiden auf Rang sechs. Die Top Ten wurden durch Anze Lanisek (8.), Benjamin Oestvold (9.) und Naoki Nakamura (10.) komplettiert.
Aus deutscher Sicht konnte sich Philipp Raimund am Ende doch noch den Titel des besten Deutschen sichern und wurde Gesamt Dreizehnter. Karl Geiger fiel noch auf den siebzehnten Platz zurück. Felix Hoffmann und Pius Paschke beendeten den Wettkampf als 22. und 25.
Am morgigen Sonntag geht es um 16:15 Uhr mit dem Teamwettkampf los. Für das deutsche Team werden hier Pius Paschke, Felix Hoffmann, Karl Geiger und Philipp Raimund an den Start gehen sind aber in einer Außenseiterrolle.

