Plauderecke

DSV Plauderecke

Nach 168 Weltcup-Starts und zwei WM-Titeln (2021 Oberstdorf, Mixed u. 2023 Planica, Team) hat Anna Hollandt in Vikersund ihre aktive Skisprungkarriere beendet. Kürzlich hat sie sich noch unserem „Skisprung-Kreuzverhör“ unterzogen, wo sie sich u.a. zu ihrem persönlichen Karrierehöhe- und tiefpunkt sowie zu den für sie größten Springerinnen und Springern aller Zeiten äußert.

Steckbrief:

Name: Anna Hollandt
Geburtsdatum: 29.12.1996
Wohnort: Rimsting

Bitte vervollständige diese Sätze (zu Dir persönlich)…

Ich würde mich mit folgenden drei Worten beschreiben…ehrgeizig, lustig und vertrauenswürdig

Abseits der Schanze…mache ich inzwischen sehr viel Pilates und auch ein bisschen Yoga, aber ich finde Pilates ein bisschen besser. Zudem gehe ich richtig gerne wandern.

Am liebsten höre ich…eine Mischung aus Deutsch-Rap, Techno und Hip Hop.

Dieser Song darf auf meiner Playlist nicht fehlen…„Bitches brauchen Rap“ von Shirin David.

Mein Lieblingsfilm ist…König der Löwen 1 & 2 für immer und ewig 🙂

Mein Lieblingsessen ist…sind Maultaschen mit Kartoffelsalat und richtig geiler Bratensoße

Mein Lieblingsgetränk ist…Sprudelwasser

Diese drei Apps nutze ich am häufigsten…Spotify, WhatsApp und TikTok

Wenn ich mit einem Prominenten für 24 Stunden tauschen könnte, wäre es…puh, ich glaube Carmen Geiss, weil ich sie einfach richtig cool finde und ich einfach mal gerne wissen würde, wie es wirklich bei denen abläuft. Ich verfolge sie ziemlich gerne und gucke es auch immer schön auf RTL Plus 🙂 

Bitte vervollständige diese Sätze (zum Skispringen)…

Zum Skispringen gekommen bin ich durch……meinen großen Bruder, weil er durch ein Feriensommerprogramm schon angefangen hatte, dass es bei uns zu Hause in meinem Heimatort in den Schulen gab und wir haben dann beide beim SC Degenfeld angefangen.

Mein allererster Skisprung war…irgendwann 2003, ich glaube im Sommer auf der K15 in Degenfeld.

Beim Skispringen mag ich am meisten…alles, bis aufs Aufwärmen 🙂

Beim Skispringen könnte ich auf folgendes eher verzichten/mag ich nicht…im Sommer die Hitze. Es ist schon bisschen eklig bei 35 Grad in dem Sprunganzug :-).

Im Skispringen ist es wichtig…locker zu bleiben, man darf sich nicht zu sehr mit der Birne verkopfen und einfach Spaß zu haben.

Mein Vorbild ist…Simone Biles, sie ist genauso alt wie ich und ist einfach eine richtig, richtig, richtig krasse Frau. Ich finde sie einfach top. Sie vermittelt die Werte, die sie vertritt, so gut, sie zeigt einfach allen Mädchen und allen erwachsenen Frauen und generell allen Menschen auf der Welt, wie stark sie ist und das finde ich einfach richtig cool.

Mein persönliches Karrierehighlight war bisher…die WM in Oberstdorf im Mixed-Team, weil wir da so unerwartet gewonnen haben und das fand ich richtig, richtig cool. Ich bin immer noch richtig stolz ein Teil davon gewesen zu sein.

Der Tiefpunkt meiner Karriere war…letztes Jahr bzw. dieses Jahr eigentlich. Ich würde eigentlich nicht richtig Tiefpunkt dazu sagen, sondern eher einen Weg, auf dem ich gegangen bin, der aber nicht mehr steil nach oben ging, sondern eine kleine Bergab-Kurve genommen hat und daraus habe ich gelernt. Es musste so kommen und jetzt kann es nur besser werden.

Nach einem Misserfolg baut mich am besten wieder auf…ich schnappe mir ganz oft ein Buch, lese und tauche in meine Lieblingsgenre „Fantasie/Romance“ ein bisschen ab und kann dann einfach abschalten.

Meine Lieblingsschanze ist…Stams, weil man hier gut abspringen und auch fliegen muss. Mein Ziel war es schon immer beides zu verbessern und es macht immer Bock dort.

Diese Schanze mag ich nicht…beide Schanzen in Lahti, weil die einfach schrecklich sind 🙂

Mein Ritual vor einem Sprung…ich mache immer alles gleich. Immer erst den rechten Skiclip rein, dann den linken und gucke dann nochmal, ob die Reißverschlüsse alle zu sind. Das ist so mein Ritual.

Der größte/beste Skispringer aller Zeiten ist für mich…Gregor Schlierenzauer, weil es zu einer Zeit war, als ich auch schon Ski gesprungen bin und ich als Kind immer schon zu ihm aufgeschaut habe. Er hat einfach dieses Fluggefühl perfektioniert.

Die größte/beste Skispringerin aller Zeiten ist für mich…tatsächlich Carina Vogt. Ich habe immer zu ihr aufgeschaut und war beeindruckt, wie sie aus für sie schlechten Trainings am Ende trotzdem noch irgendwie die Goldmedaille gewonnen hat bei Großereignissen und das hat sie immer super gemacht. Einfach Absprung und Fluggefühl perfekt kombiniert.

Wenn ich ein 4er-Team aus allen aktiven und ehemaligen Springerinnen/Springern aufstellen könnte wären folgende Personen dabei…ich würde Severin Freund nehmen, der war immer ein guter Teamplayer. Dann würde ich noch die Carina Vogt benennen, die es auch im Team immer klasse gemacht hat. Mich, ich war auch immer gut im Team (lacht) und Karle (Karl Geiger), weil der ein richtig, richtig lieber Typ ist, mit dem sich das Team echt toll springt.

Mein kuriosestes Erlebnis beim Skispringen war bisher….als ich ein kleines Kind war, habe ich meine Bindung nicht richtig zu gemacht (die Vorder- und die Rückteile) und dann war ich am Schanzentisch und meine Ski sind einfach so nach unten geploppt, beide gleichzeitig. Ich habe es dann irgendwie noch geschafft, auf meinem Hintern zu landen und es ist nichts passiert, aber das war so das Verrückteste, was mir bisher passiert ist.

Im Vergleich zu den Männern fehlt mir im Damenskispringen aktuell am meisten…leider die Medienpräsenz. Es ist natürlich immer Angebot und Nachfrage, aber ich denke man kann über Wettkampfsteuerungen die Wettbewerbe interessanter gestalten und uns Mädels insgesamt weiter springen lassen, dann kann das auch medial etwas bewirken und dahingehend mehr Aufmerksamkeit generieren.

Abseits des Skispringens verfolge ich noch…fast alle Wintersportarten und auch ziemlich viel im Sommersport. Ich schaue gerne Zehnkampf oder generell Leichtathletik. Und im Winter alles, wo ich Freunde habe….Skeleton, Bob, Skifahren, Langlaufen, Biathlon – alles was die Palette so hergibt.

Nach meiner Skisprungkarriere…bei der Bundespolizei anzufangen, da habe ich ja auch meine Ausbildung absolviert. Ich bin mittlerweile ja Oberkommissarin und freue mich, da irgendwann in der Behörde Fuß zu fassen.

Bitte entscheide Dich!

Großschanze oder Normalschanze? Normalschanze

Skispringen oder Skifliegen? Skispringen

4-er Teamwettkämpfe oder Super-Team? 4-er Team, save!

Der für mich bedeutendste Wettbewerb im Skispringen: WM, weil wir mehr Wettkämpfe haben als bei Olympia.

Schnee/Eisspur (Winter) oder Keramik/Mattenspur (Sommer)? Schnee/Eis

Ich hätte gerne noch mehr Absprungkraft oder noch bessere Flugqualitäten? Bessere Flugqualitäten

Nach der aktiven Karriere: TV-Experte, Trainerlaufbahn oder Distanz zum Skispringen? Bundespolizistin und ich schiele vielleicht mit einem kleinen Auge auf TV-Expertin.

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Katharina Schmid bestreitet aktuell ihre letzte Saison als aktive Skispringerin. Die siebenfache Weltmeisterin hat sich kürzlich unserem Skisprung-Kreuzverhör unterzogen und äußert sich hierin u.a. über ihren persönlichen Karrierehöhe- und tiefpunkt sowie zu den für sie größten Springerinnen und Springern aller Zeiten.

Steckbrief:

Name: Katharina Schmid
Geburtsdatum: 23.05.1996
Geburtsort: Oberstdorf

Bitte vervollständige diese Sätze (zu Dir persönlich)…

Ich würde mich mit folgenden drei Worten beschreiben…ehrgeizig, klein (lacht) und fröhlich

Abseits der Schanze…mache ich eigentlich alles, was kreativ ist. Ich stricke, nähe gerne und bin seit neustem auch ohne Ski in der Luft 🙂

Am liebsten höre ich…alles gemischt, aber ABBA steht natürlich ganz oben!

Dieser Song darf auf meiner Playlist nicht fehlen…Dancing Queen von ABBA darf da nie fehlen!

Mein Lieblingsfilm ist…Mamma Mia 2

Mein Lieblingsessen ist…schwierig, es gibt viele gute Dinge…aber ich glaube, Pizza 🙂

Mein Lieblingsgetränk ist…Kaffee

Diese drei Apps nutze ich am häufigsten…Whatsapp, Instagram und ich mache hier jetzt mal kurz Werbung fürs Fliegen und die „Burnair-App“:-)

Wenn ich mit einem Prominenten für 24 Stunden tauschen könnte, wäre es…puh, ich glaube hier muss ich passen 🙂

Bitte vervollständige diese Sätze (zum Skispringen)…

Zum Skispringen gekommen bin ich durch……meinen großen Bruder und weil ich es vor der Haustüre habe.

Mein allererster Skisprung war…mit sechs Jahren in Oberstdorf.

Beim Skispringen mag ich am meisten…den kleinen Moment nach dem Absprung, wenn man wirklich so ins Fliegen kommt und es genießen kann, dass man so ein bisschen in der Luft ist.

Beim Skispringen könnte ich auf folgendes eher verzichten/mag ich nicht…die Materialschlachten.

Im Skispringen ist es wichtig…Spaß zu haben und zu genießen, was man macht.

Mein Vorbild ist…früher war es mal Simon Ammann, mittlerweile auch Eric Frenzel, weil ich glaube, dass er sowohl sportlich als auch persönlich/menschlich ein cooler Typ ist.

Mein persönliches Karrierehighlight war bisher…mein Einzelweltmeistertitel in Planica.

Der Tiefpunkt meiner Karriere war…schwierig, aber ich glaube die Disqualifikation bei Olympia.

Ich möchte in meiner Skisprungkarriere auf jeden Fall noch folgendes erleben…an den Punkt kommen, dass ich keine offenen Ziele mehr für mich habe.

Nach einem Misserfolg baut mich am besten wieder auf…mein starkes Umfeld von zu Hause, meine Familie, mein Mann und natürlich Mental-Coachin, die mir helfen, da wieder herauszukommen.

Meine Lieblingsschanze ist…die Großschanze in Lillehammer. Ich weiß einfach, dass wenn ich da hinkomme und springe, dass es insgesamt einfach passt. Ausblick zehn von zehn!

Diese Schanze mag ich nicht…ich mag Zao als Schanze nicht so gerne. Ich habe sie einfach noch nicht geknackt, wie ich dort gut springe. Und Ljubno ist oft sehr „tricky“, wobei es da die Fans immer bisschen wettmachen.

Mein Ritual vor einem Sprung…ich höre immer Musik vor dem Springen, gerade zum Warm machen. Sonst habe ich eigentlich kein Ritual.

Der größte/beste Skispringer aller Zeiten ist für mich…ich glaube Stefan Kraft, weil er es über so viele Jahre hinweg geschafft hat, vorne mit dabei zu sein und so viele coole Erfolge feiern konnte.

Die größte/beste Skispringerin aller Zeiten ist für mich…schwierig, es gibt zwei glaube ich: Carina Vogt und Sara Takanashi.

Wenn ich ein 4er-Team aus allen aktiven und ehemaligen Springerinnen/Springern aufstellen könnte wären folgende Personen dabei…also ich wäre natürlich gerne im Team. Dann hätte ich gerne Krafti dabei, Andi Wellinger und Sara Takanashi.

Mein kuriosestes Erlebnis beim Skispringen war bisher….ich glaube in Ljubno, als eine chinesische Springerin im Anlauf gestürzt war. Das habe ich davor und danach nie gesehen, dass das jemandem passiert ist.

Im Vergleich zu den Männern fehlt mir im Damenskispringen aktuell am meisten…die Vierschanzentournee für die Frauen und vielleicht noch der ein oder andere Skiflugwettkampf.

Abseits des Skispringens verfolge ich noch…ich schaue viel Sport. Im Winter am meisten Ski Alpin und natürlich Nordische Kombination. Aktuell verfolge ich gerade die X-Alps.

Nach meiner Skisprungkarriere…könnte ich mir vorstellen, dass ich Nachwuchstrainerin werde, habe jetzt auch meinen C-Trainerschein gemacht und ich glaube, es würde mir richtig Bock machen, die Kleinen zu trainieren 🙂

Bitte entscheide Dich!

Großschanze oder Normalschanze? Großschanze

Skispringen oder Skifliegen? Skifliegen

4-er Teamwettkämpfe oder Super-Team? 4-er Team

Der für mich bedeutendste Wettbewerb im Skispringen: Vierschanzentournee

Schnee/Eisspur (Winter) oder Keramik/Mattenspur (Sommer)? Auf jeden Fall Schnee/Winter.

Ich hätte gerne noch mehr Absprungkraft oder noch bessere Flugqualitäten? Bessere Flugqualitäten

Nach der aktiven Karriere (auch wenn das noch ein bisschen dauert :-): TV-Experte, Trainerlaufbahn oder Distanz zum Skispringen? Trainerlaufbahn, wobei ich mir TV-Expertin auch vorstellen könnte.

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Am 22. März 2025 beendete Stephan Leyhe in Lahti nach 240 Einsätzen im Weltcup seine aktive Skisprungkarriere. In Willingen kehrte der 34-Jährige erstmals seit seinem Rücktritt wieder an eine Schanze zurück. Skispringen-News.de hat sich mit dem zweifachen Team-Olympiamedaillengewinner und Ex-Teamweltmeister über sein Leben nach dem Leistungssport sowie über den Zeitpunkt seines Karriereendes unterhalten.

Skispringen-News.de: „Stephan, der Weltcup in Willingen ist sicherlich immer etwas ganz Besonderes für dich, gerade weil es deine Heimat ist. Dieses Mal erlebst du das Skispringen nach vielen Jahren als aktiver Springer jedoch von einer anderen Seite. Wie gefällt es dir und wie sieht deine Aufgabe für das Wochenende aus?“

Stephan Leyhe: „Ja, es ist ganz cool, den Weltcup mal von einer ganz anderen Seite zu sehen, nicht als Aktiver, sondern so als ‚Free Willi‘. Die Sache ist: Ich habe nicht so eine richtige Aufgabe, aber dadurch habe ich ganz viele Aufgaben, weil dann immer die Frage kommt: „Hast du gerade was zu tun?“ Und wenn du nein sagst, wirst du halt sofort eingespannt und musst irgendwas machen (schmunzelt). Aber es macht auch echt Spaß im Moment, muss ich sagen.“

Skispringen-News.de: „Wie sieht denn jetzt so das Leben nach deiner aktiven Karriere aus?“

Stephan Leyhe: „Ich bin Vollzeitstudent in Kassel im Bereich Architektur, das ist meine Hauptaufgabe im Moment. Und neben dem Studium habe ich ansonsten nicht ganz so viel Zeit für andere Dinge.“

Skispringen-News.de: „Wenn du so an der Schanze bist, gibt es auch mal Momente, in denen du das Springen ein bisschen vermisst?“

Stephan Leyhe: „Ich war seit meinem Rücktritt bis jetzt noch nicht an der Schanze, also ist der Weltcup hier in Willingen tatsächlich der erste, den ich wieder live sehe. Aber natürlich habe ich auf der Couch dann schon immer mal zugeschaut, was die Jungs so machen. Ich vermisse auch eher die Jungs bzw. das Team als das Skispringen an sich, weil ich mit diesem Kapitel wirklich komplett abgeschlossen habe und damit fertig bin.“

Skispringen-News.de: „Warum war es Ende der letzten Saison der richtige Zeitpunkt aufzuhören?“

Stephan Leyhe: „Na ja, ich konnte selbst sagen: „Ich höre jetzt auf.“ Also ich bin nicht irgendwo in der zweiten oder dritten Reihe gelandet, sondern konnte im Weltcup oben aufhören. Ich bin, glaube ich, 15 Jahre international herumgereist und hatte halt auch einfach keine Lust mehr, jedes Wochenende die Tasche zu packen, dann wieder hierhin und dorthin – ich war einfach bereit, etwas Neues zu machen.“

Skispringen-News.de: „Was war rückblickend betrachtet für dich dein persönliches Karrierehighlight? Wir können uns z. B. noch an einen sehr erfolgreichen Auftritt hier in Willingen erinnern, als du einen Weltcupsieg feiern durftest. War es dieser Tag?“

Stephan Leyhe: „Ja, definitiv der 8. Februar 2020 hier in Willingen, aber auch die ganzen Medaillen, die ich mit dem Team gesammelt habe, oder auch der dritte Platz in der Gesamtwertung der Vierschanzentournee 2018/2019 – das war schon ganz gut.“

Skispringen-News.de: „Wir wünschen dir auf jeden Fall weiterhin viel Erfolg bei deinem Architekturstudium und möchten zum Abschluss noch gerne wissen: Wenn du ein ‚All-Star-Team‘ für einen Vierer-Wettkampf aufstellen würdest – wer wäre für dich neben dir in der Mannschaft?“

Stephan Leyhe: „Puh, na ja, da kommt es jetzt darauf an, ob wir auf einer kleinen Schanze, einer Großschanze oder einer Flugschanze springen. Aber ich würde auf jeden Fall Andreas Wellinger als Allrounder nehmen. Zudem hätte mich Sven Hannawald zu seiner aktiven Zeit interessiert – und Janne Ahonen. Ja, ich glaube, das wäre ein cooles Team.“

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Agnes Reisch hat mit den Plätzen fünf und acht in Falun sowie dem fünften Rang in Wisla einen starken Auftakt in die neue Saison hingelegt und bereits die DSV-Norm für die Olympischen Spiele 2026 (1x Top-8 oder 2x Top-15 im Weltcup) erfüllt. Um sie etwas näher kennen zu lernen, hat sie sich unserem „Skisprung-Kreuzverhör“ unterzogen.

Steckbrief:

Name: Agnes Reisch
Geburtsdatum: 11.Oktober 1999
Geburtsort: Missen-Wilhams (Allgäu)

Bitte vervollständige diese Sätze (zu Dir persönlich)…

Ich würde mich mit folgenden drei Worten beschreiben…anders, frech und zielstrebig

Abseits der Schanze bin ich in folgendem Beruf tätig…ich bin beim Zoll-Ski Team angestellt

Am liebsten höre ich…ich höre keine Musik, sondern nur Podcasts und die in doppelter Geschwindigkeit und in Dauerschleife 🙂

Dieser Podcast darf auf meiner Playlist nicht fehlen…spontan würde ich sagen: „Die Biohacking-Praxis“

Mein Lieblingsessen ist…als Allgäuerin muss ich glaube ich Käsespätzle sagen 🙂

Mein Lieblingsgetränk ist…Zitrone mit Wasser

Diese drei Apps nutze ich am häufigsten…Whatsapp, Instagram und GoodNotes

Wenn ich mit einem Prominenten für 24 Stunden tauschen könnte, wäre es…ich glaube mit einem Fußballspieler – vielleicht Thomas Müller, um einfach die Kulisse mal zu erfahren, wie es ist, in einem vollen Stadion zu spielen. Unsere Stadien sind ja doch nicht ganz so voll und da wäre es schön, mal dieses Feeling zu erleben.

Bitte vervollständige diese Sätze (zum Skispringen)…

Zum Skispringen gekommen bin ich durch…meinen Verein, den WSV Isny, der uns in der Grundschule etwas angeboten hat und man hier ankreuzen konnte, ob Skifahren, Langlaufen oder Skispringen. Ich war sehr sportbegeistert und habe überall Kreuze gesetzt. Und ja, dann durfte ich gleich von einer kleinen Schanze springen, es hat mich direkt gefangen und ich bin nicht mehr los gekommen.

Mein allererster Skisprung war…im Januar 2008 in Isny am Hasenberg.

Beim Skispringen mag ich am meisten…die Geschwindigkeit, bei mir zu sein und die Luftkräfte zu spüren.

Beim Skispringen könnte ich auf folgendes eher verzichten/mag ich nicht…dass man leicht sein muss 🙂

Im Skispringen ist es wichtig…fokussiert zu sein und trotzdem die Lockerheit zu behalten.

Mein Vorbild ist…das ist schwer zu sagen, weil ich mir von jedem so ein bisschen was abschaue aber trotzdem bei mir bleiben möchte. Ich schaue mir auch schon die Weltcups von den Herren an und die Flugstile, wie z.B. von Lindvik, wie er damals zu Olympiagold geflogen ist. Es ist extrem faszinierend, aber man kann nicht immer alles auf einen selbst ummünzen und deshalb würde ich sagen, dass ich pauschal nicht ein Vorbild habe, sondern eher viele.

Mein persönliches Karrierehighlight war bisher…ich würde das Wochenende in Lake Placid aus der letzten Saison sagen, als ich zum ersten Mal auf einem Einzelpodest stand. Es ist alles zusammengekommen. Ich stand auch mit dem Mixed-Team ganz oben, wir haben gewonnen und ich habe einen Schanzenrekord mit nach Hause gebracht. Ich glaube, dass würde ich sogar noch vor meiner WM-Medaille im Mixed-Team nennen. Da kommen hoffentlich noch ein paar mehr von 🙂

Der Tiefpunkt meiner Karriere war…ich glaube einfach die letzten Jahre mit den Verletzungen. Nicht zu wissen: funktioniert mein Körper? Komme ich noch an die Weltspitze heran? Macht das hier alles Sinn oder ist es ein Zeichen, dass ich einfach aufhören sollte? Aber trotzdem habe ich den Glauben an mich nicht verloren und ich denke, dass die letzte Saison gezeigt hat, dass es gut war stur zu sein und ich darauf vertraut habe, dass es noch funktioniert.

Ich möchte in meiner Skisprungkarriere auf jeden Fall noch folgendes erleben…es steht ja Olympia an und ich möchte auf jeden Fall an den Spielen teilnehmen, dort sehr gut skispringen und vielleicht kommt dann ja auch eine Medaille heraus.

Nach einem Misserfolg baut mich am besten wieder auf…lernen, mit den Freunden und der Familie etwas unternehmen.

Meine Lieblingsschanze ist…ich glaube inzwischen Lake Placid 🙂

Diese Schanze mag ich nicht…der Holmenkollen in Oslo – die 120-er Schanze dort finde ich nicht so schön.

Mein Ritual vor einem Sprung…ich wärme mich oben an der Schanze auf und mache dann je nach Gefühl das, was ich gerade brauche. Ich rede mir noch gut zu oder fahre mich ein bisschen runter. Da habe ich verschiedene Tools an der Hand. Ach ja und ich klatsche mir auf die Wangen, wenn ich Imitationen oder Krafttraining mache – das ist es vielleicht ein markantes Tool 🙂

Der größte/beste Skispringer aller Zeiten ist für mich…puh, weiter!

Die größte/beste Skispringerin aller Zeiten ist für mich…auch weiter!

Mein kuriosestes Erlebnis beim Skispringen war bisher….da fällt mir etwas aus der Kindheit ein. Es war bei den baden-württembergischen Meisterschaften, als ich vielleicht elf Jahre alt war. Es hat sehr geschneit und die Schanze war echt nicht gut präpariert. Und ich bin neben der Schneespur angefahren, weil die so schlecht war – keine Ahnung, wie der Sprung war, aber es hat schon gepasst. Und nach mir haben sie den Wettkampf dann abgesagt, weil die Jungs sich nicht getraut haben, zu springen. Das war ein bisschen kurios 🙂

Im Vergleich zu den Männern fehlt mir im Damenskispringen aktuell am meisten…die Aufmerksamkeit von der Bevölkerung und den Medien sowie das Interesse, was sich dann auch an den Preisgeldern widerspiegelt. Wir machen das gleiche, investieren gleich viel oder noch mehr und bekommen aber nicht die Wertschätzung zurück, die wir verdient hätten. Und das fehlt mir schon, weil man dadurch nicht so professionell Arbeiten kann und man nicht so frei ist, wie man sein könnte.

Abseits des Skispringens verfolge ich noch…mittlerweile schaue ich ganz gerne Tennis, Skifahren natürlich und auch wenn ich im Winter nicht so viel Zeit habe Biathlon, was total spannend ist.

Nach meiner Skisprungkarriere plane ich…weiter an mich zu glauben und mir zu vertrauen, dass ich den Weg schon gehen werde.

Bitte entscheide Dich!

Großschanze oder Normalschanze? Großschanze

Skispringen oder Skifliegen? Skifliegen

4-er Teamwettkämpfe oder Super-Team? 4-er Team

Der für mich bedeutendste Wettbewerb im Skispringen: Olympia

Schnee/Eisspur (Winter) oder Keramik/Mattenspur (Sommer)? Die Schneespur ist vom Fahren her besser.

Ich hätte gerne noch mehr Absprungkraft oder noch bessere Flugqualitäten? Bessere Flugqualitäten oder können wir stattdessen auch Landung sagen? Weil die anderen beiden Sachen kann ich ganz gut 🙂

Nach der aktiven Karriere (auch wenn das noch ein bisschen dauert :-): Ich kann mir alles vorstellen, die Zeit wird es ergeben.

DSV Plauderecke Weltcup Weltcup Damen

Für Anna Hollandt endete die Weltcup-Saison 2024/2025 vorzeitig. Die genauen Gründe hierfür blieben zunächst unklar. Anfang April dieses Jahres erklärte die 28-jährige Deutsche jedoch in einem Statement auf Social Media, dass sie an einen Punkt gelangt sei, an dem sie spürte, wie sie sich mental „immer tiefer in die Sch* reite“. Aus diesem Grund habe sie die Saison frühzeitig abbrechen müssen. Skispringen-News.de sprach mit der zweifachen Weltmeisterin über diese schwierige Zeit und ihre Ziele für die kommende Saison.

Anna Hollandt hat im Skispringen schon einige Glücksmomente erleben dürfen, beispielsweise die Weltmeisterschaft 2021 in Oberstdorf, als sie unter ihrem Geburtsnamen Anna Rupprecht gemeinsam mit Katharina Schmid (früher noch: Katharina Althaus), Markus Eisenbichler und Karl Geiger die Goldmedaille im Mixed-Teamwettbewerb gewann. Oder die Nordischen Skiweltmeisterschaften 2023 in Planica, als sie sich zusammen mit Luisa Görlich, Selina Freitag und Katharina Schmid (früher noch: Katharina Althaus) den Titel im Teamspringen der Damen sicherte.

In der Weltcup-Saison 2024/2025 lernte Hollandt für sich persönlich nun jedoch auch Schattenseiten des Sports kennen. Am 01.04.2025 postete sie auf ihrem Social-Media-Account folgendes Statement:

„Hätte mal jemand der kleinen 6-jährigen Anna gesagt, dass der Sport, den sie gerade angefangen hat, irgendwann dazu führt, dass sie ihr Leben hinterfragt, nicht glücklich ist und so sehr an sich zweifelt, dass es zum Zerreißen weh tut, hätte sie denjenigen mit ihrem verschmitzten Grinsen angeschaut und ganz frech geantwortet, dass derjenige Blödsinn redet und ihm natürlich nicht geglaubt. 22 Jahre später ist der Punkt gekommen und ich musste die Saison frühzeitig beenden, da ich gemerkt habe, dass ich mich mental immer tiefer in die Sch* reite. Um tiefe mentale Probleme vorzubeugen oder nicht noch zu vertiefen, bin ich den Schritt gegangen und hab seither viel an mir gearbeitet, Abstand zur Sportwelt bekommen und genossen, was das Leben ohne den Sport zu bieten hat.“

„Tief in mir brennt immer noch eine Flamme“

Trotz dieser schwierigen Umstände teilte sie im gleichen Statement den Skisprungfans jedoch mit, dass ihre Karriere noch nicht beendet sei und schrieb weiter: „Ich hab trotz dessen gemerkt, dass es noch nicht vorbei ist mit mir und dem Skispringen, da tief in mir immer noch eine Flamme brennt. Ich bin mir bewusst, dass es ein harter Weg werden wird, aber wie sagt man so schön: „der Weg ist das Ziel“!

Im Rahmen des Skydiving-Events der Damen in Taufkirchen haben wir uns mit Anna Hollandt zu einem Interview getroffen, in dem sie offen über die letzte Zeit und ihren Weg zurück berichtet.

Skispringen-News.de: „Anna, es war keine einfache Saison für Dich. Kannst Du uns mal teilhaben lassen, was genau los war?

Anna Hollandt: „Einfach gesagt, ich bin einfach nicht mehr mit mir selbst klargekommen. Ich habe ein bisschen Probleme gehabt mit der Psyche und mich dann bewusst rausgenommen – und es war auch genau die richtige Entscheidung nach 20 Jahren Leistungssport einfach mal einen kleinen Break zu machen, der richtig gut getan hat. Ich konnte komplett resetten, habe das normale Leben genossen und jetzt wieder komplette Motivation Gas zu geben. Es macht zurzeit richtig viel Spaß: das Training, auch auf der Schanze. Es geht immer peu à peu ein bisschen besser und so muss es sein. Da bleibe ich auf jeden Fall dran und bin guter Dinge, dass mir so etwas wie letztes Jahr nicht wieder passiert.“

Skispringen-News.de: „Was hat Dir in dieser Zeit geholfen? War es der Abstand zum Skisprungsport und einfach mal etwas anderes zu machen oder wie sah das Ablenkungsprogramm aus?“

Anna Hollandt: „Ja genau, einfach der komplette Abstand! Ich habe mit niemanden groß gesprochen, niemanden gesehen. Aber ich habe natürlich die WM verfolgt und meinen Mädels dick die Daumen gedrückt, aber sonst habe ich sehr abgeschaltet. Die Zeit habe ich im Winter noch mit Skifahren rumgebracht, habe meine Familie und Freunde oft besucht, war sogar im März schon radeln als es mal 20 Grad waren und habe einfach mal andere Dinge gemacht.“

Skispringen-News.de: „Wie sehen Deine Ziele nun für die kommende Saison aus, wieder „Step by Step“ heranarbeiten?“

Anna Hollandt: „Einfach wieder ranarbeiten. Ich muss schauen, dass ich für mich den Skisprungsport wieder neu entdecke und dass ich das Gefühl wieder aufbaue, dass sich für mich Skispringen wieder gut anfühlt. Und ich bin auf jeden Fall guter Dinge, dass wenn ich das alles hinbekomme, irgendwann mal im Laufe des Sommers und des Herbst dann schon mit einer Teilnahme bei Olympia liebäugeln könnte, was natürlich auch das große Ziel wäre.“

Die bisherigen Olympiaden verpasste Anna Hollandt verletzungsbedingt. Skispringen-News.de drückt ihr die Daumen, dass sie dieses Mal vom Verletzungspech verschont bleibt und vor allem, dass sie für sich wieder das positive Gefühl aufbauen kann. Mut und Selbstvertrauen dürften ihr auf dem Weg zurück sicherlich die bisherigen Auftritte im Rahmen des Sommer-Grand-Prix geben. So sprang sie zuletzt im polnischen Wisla in beiden Einzelwettbewerben unter die Top-15. Dabei wurde sie samstags als beste Deutsche Neunte.

DSV Plauderecke Weltcup Weltcup Damen

Neben dem klassischen Vorbereitungsprogramm für die neue Saison stand für das deutsche Skisprungdamenteam kürzlich Skydiving in der Jochen Schweizer Arena auf dem Programm. Skispringen-News.de hat sich mit Cheftrainer Heinz Kuttin über die Hintergründe hierzu unterhalten und Stimmen bei den einzelnen Athletinnen gesammelt.

Kraft-, Sprung und Schnellkrafttraining stehen derzeit bei den DSV Damen zur Vorbereitung auf die neue Wintersaison standardmäßig auf der Tagesordnung. Doch wie passt hier eigentlich Skydiving hinein? Heinz Kuttin, der in sein zweites Jahr als Cheftrainer hineingeht, führt dazu aus: „Wir haben letzte Saison gesehen, dass wir speziell, was das Skifliegen betrifft, noch sehr viel Potenzial haben. Nika Prevc, die eine Top-Saison gesprungen ist, war hinten heraus einfach unschlagbar. Sie ist uns und dem gesamten Weltcup einfach weggeflogen! Da wollen wir den Hebel ansetzen.“

Aus diesem Grunde beschäftigt sich das Damenteam noch mehr mit den Luftkräften, die auf sie während eines Fluges einwirken. „Diese Windkanal-Geschichten oder hier das Bodyflying von Jochen Schweizer sind genau die Reize, die wir neben dem Basistraining setzen wollen. Einfach neue Techniken erlernen, um mit den Luftkräften umzugehen.“ Dabei soll allerdings auch der Spaßfaktor nicht zu kurz kommen, wie Kuttin betont. „Wichtig ist, dass die Mädels dabei im Team Spaß haben, weil es etwas komplett anderes ist und mit dem Skispringen direkt nichts zu tun hat.“

Dieses Ziel scheint mit dem Skydiving in Taufkirchen auf jeden Fall erreicht worden zu sein, wie die einzelnen Athletinnen gegenüber Skispringen-News.de allesamt bestätigten. Katharina Schmid führte mit breitem Grinsen aus: „Es macht unglaublich viel Spaß, egal wie in der Luft zu sein.“ Ob man nach den gesammelten Erfahrungen beim Bodyflying viel fürs Skispringen mitnehmen kann, beantwortet die Oberstdorferin wie folgt: „Ich glaube persönlich recht wenig, weil die Flugposition doch eine andere ist. Aber man merkt schon, was Kleinigkeiten an Bewegung ausmachen, egal ob mit dem Kopf oder den Armen und in Sachen Balance – das kann man vielleicht ein bisschen auf das Springen übertragen, aber der Rest fühlt sich dann doch anders an.“

Selina Freitag äußert sich wie folgt: „Es hat schon ziemlich viel Spaß gemacht, bis es dann irgendwann anstrengend für die Arme wurde, weil die nicht so krass trainiert sind“, schmunzelt sie.

Die DSV-Athletinnen gingen vor Ort im Übrigen nicht nur mit den dort vorgehaltenen Skydiving-Anzügen in die Luftkammer, sondern auch mit ihren Skisprunganzügen, um einen direkten Vergleich zu erhalten. „Tatsächlich war es mit unseren Anzügen etwas schwieriger, weil die etwas mehr Luft durchlassen als die normalen Skydiving-Anzüge. Aber man kann sich vieles mit rausnehmen. Je nachdem wie die Luftkräfte wirken, ist es nicht so verkehrt, sich ein Gefühl dafür aufzubauen, vor allem, wenn es mal windet“, so Freitag.

„Ich habe es tatsächlich zum ersten Mal gemacht, aber es ist extrem cool mit den Luftkräften zu spielen und zu merken, wo welches Körperteil ist und je nachdem, was ich anspanne, ob ich dann hoch oder runter fliege“, schildert uns Agnes Reisch und ergänzt: „Man muss das Skispringen schon separat sehen, aber gerade mit dem Element Luft zu spielen ist als koordinative Einheit sehr gut.“

Ihre Teamkollegin Anna Hollandt, die schon über Vorerfahrung beim Skydiving verfügte, sagt: „Klar, die Luft strömt hier ein bisschen schneller als auf der Schanze und ein bisschen anders – aber hier geht es darum, einfach mal ein bisschen mit der Luft zu spielen und zu spüren was passiert, wenn man den Kopf, die Arme oder den Rumpf bewegt. In der Kammer bekommt man auf jeden Fall direkt die Auswirkung aufgezeigt – entweder geht’s nach oben, unten oder nach links bzw. rechts. Ich denke, da können wir ein bisschen Feingefühl für die Luft mitnehmen.“

“Es war mal eine ganz neue Erfahrung, weil man doch ganz anders fliegt als beim Skispringen. Wir fliegen eher rund, dass uns die Luft trägt und hier macht man eigentlich das komplette Gegenteil, mit dem Kopf in den Nacken und dem Anwinkeln der Beine – also hat es mit dem Fliegen auf der Schanze eher weniger zu tun“, analysiert Juliane Seyfarth.

Auch die beiden DSV-Nachwuchstalente Alvine Holz und Emely Torazza sammelten zusammen mit den arrivierten Damen ihre Erfahrungswerte. „Es hat sehr viel Spaß gemacht, aber es war für eine Skispringerin auch anstrengend die Arme so lange hochzuhalten“, lacht Holz. „Wir waren schon in vielen verschiedenen Windkanälen, aber das hier ist doch nochmal was ganz anderes. Es war aber eine schöne neue Erfahrung“, äußert sich Torazza.

DSV Plauderecke

Im Rahmen eines Medientages der Deutschen Skispringerinnen lud der DSV kürzlich in die Jochen Schweizer Arena nach Taufkirchen bei München ein. Das Besondere dabei: neben klassischen Gesprächen mit den einzelnen Athletinnen zur neuen Saison duften auch die anwesenden Medienvertreter das Flugerlebnis im Windtunnel live am eigenen Leibe erfahren. Skispringen-News.de hat sich dieser ganz besonderen Herausforderung gestellt und die Eindrücke vom „Indoor Skydiving“ für Euch mal zusammengefasst.

Zugegeben, vor diesem Medientag war die Anspannung etwas höher als normalerweise üblich – warum? Gleich nach der morgendlichen Begrüßung durch das Personal in der Jochen Schweizer Arena stand für uns Medienvertreter erstmal selbst das „Indoor Skydiving“ auf der Tagesordnung. Wir waren also sozusagen „mittendrin“ statt „nur dabei.“ Eine Umfrage unter den anwesenden Kolleginnen und Kollegen ergab, dass zuvor noch niemand Vorerfahrung gesammelt hatte. Auf der einen Seite beruhigend zu wissen, auf der anderen Seite sorgte es auch dafür, dass wir uns gegenseitig bis zum Start des Flugerlebnisses untereinander immer nervöser machten. 🙂

Nachdem wir den über 15 Meter hohen Windtunnel mit seiner komplett runden, verglasten Flugkammer in Augenschein genommen hatten und er uns alleine schon durch seine Präsenz gleich den nötigen Respekt einflößte, hieß es für uns im ersten Schritt zunächst alle mitgebrachten Materialien in den vorhandenen Schließfächern zu verstauen und uns „flugtauglich“ umzuziehen. Die komplette Flugausrüstung, bestehend aus Anzug, Helm, Brille und Ohrenstöpsel wird im Übrigen vor Ort gestellt.

Nachdem wir alle passend gekleidet waren und auf unsere Einweisung durch den Instruktor warteten, sahen wir, wie parallel Katharina Schmid, Selina Freitag, Agnes Reisch, Juliane Seyfarth, Alvine Holz, Emely Torazza und Anna Hollandt sowie Bundestrainer Heinz Kuttin die Jochen Schweizer Arena betraten. Für prominenten Zuschauerbesuch bei unserem ersten Flug überhaupt in einem solchen Windtunnel war also gesorgt. 🙂

Kurze Zeit später rief unser Instruktor alle in einem Raum zusammen und spielte auf einem Bildschirm einen Film ab, in dem wir die wichtigsten Elemente in Sachen Arm-, Bein- und Kopfhaltung aufgezeigt bekamen. Im Übrigen startete das Video direkt mit den motivierenden Worten, dass ein Flug dem freien Fall von zwei Fallschirmsprüngen aus 4.000 Metern Höhe entspricht und wir einen starken Luftstrom von bis zu 285 km/h erwarten dürfen. Rechts neben unserem Redakteur saß in diesem Raum ein Kollege, der schon lachend (oder war es doch eher besorgend?) fragte: „Was machen wir eigentlich hier? Absolut verrückt!“ Eine weitere Kollegin erwähnte, dass sie froh sei, zumindest nicht die erste Person zu sein, sodass sie es sich erstmal ansehen könne. Wie sich später jedoch herausstellen sollte, ist diese Ansicht eher kontraproduktiv. 🙂

Im Anschluss an den Film, der sehr schnell vorüber war, fragte unser Instruktor dann scherzhaft: „Und: ist jetzt alles klar?“ Aus Erfahrung wusste er natürlich, dass dies nicht der Fall war. Daher suchte er sich einen Freiwilligen, platzierte diesen auf einer Liege vor uns und zeigte am „lebenden Objekt“ noch einmal die wichtigsten Aussagen aus dem Film auf. Gleichzeitig schilderte er uns auch den Ablauf, worauf es beim Ein- und Ausstieg in den Windtunnel im Einzelnen genau ankommt. Er führte aus, dass der Flug insgesamt zwar nur zwei Minuten andauere, diese jedoch extrem lang werden können. Bei denjenigen, die einen einigermaßen sicheren Eindruck hinterließen, bestehe die Möglichkeit eine sogenannte „Taxifahrt“ zusammen mit dem Instruktor nach ganz oben mitzumachen. Die Kommunikation während eines Fluges findet im Übrigen komplett über eine zuvor festgelegte Zeichensprache statt, da durch die enormen Luftströme untereinander keinerlei Worte verstanden werden.

Und dann ging es los: unsere Gruppe fand sich unmittelbar vor dem Eingang in die Luftkammer auf einer Sitzbank ein und wurde vom Instruktor in die „richtige Reihenfolge“ gebracht, also nach der erfolgten Reihenfolge bei der Anmeldung. Im übrigen ist Euer Name auf einem Monitor für die Zuschauer draußen sichtbar und dient auch dazu, dass Fotos, die während eines Fluges aufgenommen werden, richtig zur Person zugeordnet werden können. Ihr könnt Euch also im Anschluss an Euren Flug eine ganz besondere Erinnerung für zu Hause mitnehmen.

Die ersten Medienvertreter gaben bei ihrem Premierenflug in einem solchen Windkanal eine bemerkenswert gute Figur ab und wurden danach von uns mit großem Applaus empfangen. Das Strahlen in ihren Augen war groß angesichts dieses ganz besonderen Erlebnisses und des einzigartigen Gefühls der Schwerelosigkeit. Auch die ersten „Taxifahrten“ nach ganz oben auf die 15 Meter wurden bereits durchgeführt, sodass sich der Druck auf die verbliebenen Teilnehmer aus der Gruppe noch einmal erhöhte bzw. man sich diesen unnötigerweise selbst machte (so viel im Übrigen dann auch zum Thema, dass es von Vorteil ist, nicht als Erster oder Zweiter an der Reihe zu sein :- ).

Dann startete unser Redakteur von Skispringen-News.de ebenfalls in den Windtunnel und sammelte seine eigenen Erfahrungen. Zu vergleichen ist dieses Erlebnis in etwa so, wie wenn man mit hoher Geschwindigkeit auf der Autobahn unterwegs ist, dabei das Fenster geöffnet hat und vielleicht noch seinen Kopf hinaushalten würde – nur noch x-Mal extremer. Man muss sich im ersten Moment auf jeden Fall an diese enormen Luftströme gewöhnen und darf nicht den Fehler machen, die eigene Atmung versuchen umzustellen.

Tipp 1: Auch wenn es vielleicht ungewohnt ist oder schwer fällt, atmet ganz normal wie sonst auch weiter und konzentriert Euch stattdessen auf die richtige Arm-, Bein- und Kopfhaltung! Ihr werdet schnell feststellen, dass Ihr immer mehr an Selbstsicherheit gewinnt und Ihr auch als absolute Anfänger Eure Fortschritte merkt.

Tipp 2: Versucht Euch keine zusätzlichen Handzeichen auszudenken (man kommt schnell in die Verlegenheit irgendetwas spezielles in der Kammer anzeigen zu wollen), sondern haltet Euch ausschließlich an die zuvor vereinbarten Handzeichen. Nur dann weiß der Instruktor auch, was Ihr genau meint! 🙂

Letzteres ist uns leider zum Verhängnis geworden, weshalb unser Flug ein paar Sekunden früher als die eigentlich anvisierten zwei Minuten geendet hat. Dennoch war es bis dahin ein tolles Erlebnis, welches definitiv Lust auf mehr gemacht hat! Unser kurzes, knappes Fazit lautet daher: es lohnt sich!

Und für alle diejenigen, die vielleicht schon immer einen Fallschirmsprung machen wollten, es sich jedoch bislang noch nicht getraut haben – versucht es vielleicht im ersten Schritt doch mal mittels „Indoor Skydiving“. Dort erhaltet Ihr zumindest schon einmal ein Gefühl, was Euch im „freien Fall“ erwartet und könnt einschätzen, ob es Euch Spaß bereitet und Ihr die Idee weiterverfolgen solltet oder nicht. Zudem gehen die Instruktoren, wie hier in der Jochen Schweizer Arena, gezielt und individuell auf Euch ein. Während eines Fluges von Anfängern sind immer ein bis zwei Personen um Euch herum, die Eure Haltung so korrigieren, dass das maximale Flugerlebnis herausgeholt wird!

Nachdem die gesamte Gruppe ihre Flüge absolviert hatte, haben wir das Zepter an die Skispringerinnen des DSV übergeben. Wie es ihnen in der Luftkammer ergangen ist und ob es ihrer Einschätzung nach vielleicht Parallelen zu den Sprüngen auf der Schanze gibt, berichten wir Euch in einem zweiten Teil.

Italienischer Skiverband Plauderecke

Mit dem Gesamtsieg beim Sommer-Grand-Prix 2024 landete Lara Malsiner einen historischen Triumph für die Italienische Skisprungnation. Und auch in der Wintersaison 2024/2025 machte sie mit einigen Top-10 Platzierungen im Weltcup auf sich aufmerksam. Um sie etwas näher kennen zu lernen, hat auch sie sich unserem „Skisprung-Kreuzverhör“ unterzogen.

Steckbrief:

Name: Lara Malsiner
Geburtsdatum: 14.04.2000
Geburtsort: Sterzing
Wohnort: St. Ulrich/Gröden
Hobbies: Freizeitsport wie Skifahren, Ski Touren, Volleyball, Wandern usw. Ansonsten auch backen/kochen

Bitte vervollständige diese Sätze (zu Dir persönlich)…

Ich würde mich mit folgenden drei Worten beschreiben…fröhlich, gelassen, abenteuerlustig

Abseits der Schanze bin ich in folgendem Beruf tätig…Finanzwache

Am liebsten höre ich…alles bunt gemischt

Dieser Song darf auf meiner Playlist nicht fehlen…gibt es keinen

Mein Lieblingsfilm ist…gibt es keinen

Mein Lieblingsessen ist… Die Lasagne meiner Mama 🙂

Diese drei Apps nutze ich am häufigsten…Instagram, WhatsApp, Snapchat

Wenn ich mit einem Prominenten für 24 Stunden tauschen könnte, wäre es…mhm…vielleicht jemand aus der Musik, um einfach Einblick in eine komplett andere Welt zu bekommen.

Bitte vervollständige diese Sätze (zum Skispringen)…

Zum Skispringen gekommen bin ich durch…meine große Schwester.

Mein allererster Skisprung war…Anfang 2008, also mit 7 Jahren auf Monte Pana.

Beim Skispringen mag ich am meisten…das Gefühl von der Luft getragen zu werden.

Beim Skispringen könnte ich auf folgendes eher verzichten/mag ich nicht…ich rede im Allgemeinen nicht übermäßig viel und bei Interviews bin ich oft sehr bescheiden, verlegen und weiß nicht, was ich sagen soll – also würde ich mal die Medien sagen.

Im Skispringen ist es wichtig…den Kopf frei zu behalten. Es ist ein sehr technischer Sport aber wenn man zu sehr an jedes kleinste Detail denkt, funktioniert auch nichts mehr.

Mein Vorbild ist…ich bewundere viele, aber ein wirkliches Vorbild habe ich eigentlich nicht.

Mein persönliches Karrierehighlight war bisher…mein erstes Weltcup Podest und gleichzeitig der erste Weltcup, an dem alle 3 Malsiner Schwestern teilgenommen haben.

Der Tiefpunkt meiner Karriere war…ich denke, meine Resultate der letzten 3-4 Saisons sprechen für sich…

Ich möchte in meiner Skisprungkarriere auf jeden Fall noch folgendes erleben…die Heimolympiade.

Nach einem Misserfolg baut mich am besten wieder auf…Freunde.

Meine Lieblingsschanze ist…seit neuestem Lake Placid.

Diese Schanze mag ich nicht…Oberhof die NH, in einem ganzen Trainingskurs hatte ich den Rhythmus der Schanze immer noch nicht verstanden.

Mein Ritual vor einem Sprung…die Bindung kontrollieren.

Der größte/beste Skispringer aller Zeiten ist für mich…ich finde Noriaki Kasai ist eine Legende.

Die größte/beste Skispringerin aller Zeiten ist für mich…Daniela Iraschko.

Mein kuriosestes Erlebnis beim Skispringen war bisher….die 161m von Timi Zajc in Willingen 🙂

Mit diesem Teamkollegen/dieser Teamkollegin verstehe ich mich am besten/hatte ich bisher am meisten Spaß…mit meiner kleinen Schwester Jessica (Malsiner).

Im Vergleich zu den Männern fehlt mir im Damenskispringen aktuell am meisten…eigentlich nichts. Ich denke, es wird immer ausgeglichener.

Abseits des Skispringens verfolge ich noch…Skicross, Nordische Kombination und etwas Skialpin.

Nach meiner Skisprungkarriere plane ich…ich würde mich für mehrere Jobs interessieren und mir stehen auch alle Türen offen – also mal sehen, wo mein Weg mich hinführt.

Bitte entscheide Dich!

Großschanze oder Normalschanze? Großschanze

Skispringen oder Skifliegen? Skispringen

4-er Teamwettkämpfe oder Super-Team? 4-er Team

Der für mich bedeutendste Wettbewerb im Skispringen: Olympia

Schnee/Eisspur (Winter) oder Keramik/Mattenspur (Sommer)? Schnee/Eisspur

Ich hätte gerne noch mehr Absprungkraft oder noch bessere Flugqualitäten? Bessere Flugqualitäten

Nach der aktiven Karriere (auch wenn das noch ein bisschen dauert :-): Momentan denke ich eher Distanz zum Skispringen, aber man weiß nie.

Japanischer Skiverband Plauderecke

Sie ist eine lebende Legende im Skisprung und ein Aushängeschild für den Damensport: Sara Takanashi, 28 Jahre jung, hält mit 63 Einzelsiegen den Rekord für die meisten Weltcupsiege einer Skispringerin – und zeigt auch nach all den Jahren keine Anzeichen von Stillstand.

Ihr Debüt im Weltcup gab die Japanerin am 3. Dezember 2011 in Lillehammer – ein Datum, das den Startschuss für eine außergewöhnliche Karriere markierte. Bereits zuvor hatte sie erste internationale Erfahrung im Continental Cup gesammelt, wo sie am 3. März 2009 zum ersten Mal an den Start ging. Viermal holte sie seither den Gesamtweltcup (2012/2013, 2013/2014, 2015/2016, 2016/2017) und stand dutzende Male auf dem Podium.

Doch die Dominanz, die Takanashi über viele Jahre ausstrahlte und innehatte, ist schon seit einiger Zeit gebrochen. Auch ihr letzter Sieg liegt mittlerweile schon etwas zurück – am 6. März 2022 triumphierte sie zuletzt in Oslo. Trotzdem gelang es ihr auch in der abgelaufenen Saison 2024/2025 wieder, sich mehrfach unter den Top-10 zu platzieren – ihr bestes Einzelergebnis dabei: ein vierter Platz im chinesischen Zhangjiakou, wo sie das Podest nur knapp verfehlte. Zuletzt stand sie in der Saison 2023/2024 beim Weltcup in Willingen auf dem Treppchen – Belege dafür, dass Takanashi zumindest noch zur erweiterten Weltspitze zählt.

Wir hatten kürzlich die Gelegenheit, mit der sympathischen Japanerin über ihre Motivation, Herausforderungen und Zukunftswünsche zu sprechen.

Skispringen-News.de: Sara, was motiviert Dich, nach so vielen Jahren im Weltcup und dieser Vielzahl von Erfolgen Jahr für Jahr weiterzumachen?

Sara Takanashi: „Dass das Level im Frauenskispringen deutlich höher geworden und es dadurch jedes Mal ein spannender Wettkampf ist! Das motiviert mich weiterzumachen. Und das Zweite sind natürlich die Zuschauer, die uns anfeuern. Da freue ich mich immer sehr, wenn ich springen darf.“

Skispringen-News.de: Wenn man sich einen gewissen Sprungstil über die Jahre angeeignet hat – wie schwer ist es, sich immer wieder aufs Neue anzupassen?

„Die Regeln verändern sich von Jahr zu Jahr. Für mich ist es immer wichtig, so früh wie möglich davon zu erfahren, damit ich mich umstellen und mich im Training anpassen kann. Es gab über die Jahre hinweg Veränderungen, die mir ganz leicht gefallen sind aber es gab auch Veränderungen, die schwieriger waren. Also es gibt beides, aber wie gesagt, wenn ich mich darauf einstellen und mich vorbereiten kann, dann geht das in Ordnung.“

Skispringen-News.de: Was steht noch auf der Wunschliste für die Karriere? Vielleicht weitere Teilnahmen bei Großevents, wie z.B. an Olympia oder bei einer möglichen Frauenvierschanzentournee?

„Beides wäre wirklich sehr schön! Aber am Wichtigsten ist mir in erster Linie, dass die Zuschauer Spaß dran haben.“

Mit dieser Mischung aus Bodenständigkeit, Ehrgeiz und Leidenschaft zeigt Sara Takanashi, dass sie nicht nur eine der erfolgreichsten, sondern auch eine der inspirierendsten Persönlichkeiten im Wintersport ist. Die Skisprungfans dürfen sich auf weitere spannende Wettkämpfe mit ihr freuen – denn Takanashi hat auch weiterhin noch viel vor.

DSV Plauderecke

Mit Alvine Holz hat der DSV ein weiteres vielversprechendes junges Talent in den eigenen Reihen. Im Intercontinental Cup belegte die 20-Jährige den dritten Gesamtrang und zeigte dabei vor allem in Oberhof ihr Potenzial auf, wo sie beide Einzelwettbewerbe gewinnen konnte. Im Weltcup sammelte sie in der Wintersaison 2024/2025 ebenfalls weiter an Erfahrung und erzielte mit dem 20. Rang in Zao ihr bislang bestes Resultat. In Zukunft wird von Alvine Holz sicherlich noch einiges zu erwarten sein. Um sie etwas näher kennen zu lernen, hat auch sie sich unserem „Skisprung-Kreuzverhör“ unterzogen.

Steckbrief:

Name: Alvine Holz
Geburtsdatum: 24.10.2004
Geburtsort: Berlin
Wohnort: Berlin/Oberhof
Hobbies: Cello, Klavier und Volleyball spielen

Bitte vervollständige diese Sätze (zu Dir persönlich)…

Abseits der Schanze bin ich…im Zoll Ski Team tätig.

Am liebsten höre ich…klassische Musik.

Dieser Song darf auf meiner Playlist nicht fehlen…was ich gerade gerne höre, wechselt immer viel zu schnell. Da kann ich mich nicht auf einen Song festlegen.

Mein Lieblingsfilm ist…Harry Potter 1

Mein Lieblingsessen ist…ich hab kein Lieblingsessen, mir schmeckt eigentlich alles.

Mein Lieblingsgetränk ist…am häufigsten trinke ich Wasser oder Tee, aber außer Kaffee, Energy und Alkohol trinke ich auch alles andere mal gern.

Diese drei Apps nutze ich am häufigsten…Whatsapp, YT-Music, Fotos

Wenn ich mit einem Prominenten für 24 Stunden tauschen könnte, wäre es…ein sehr guter Skispringer, um mal einen Sprung auf dessen Niveau erleben zu können.

Bitte vervollständige diese Sätze (zum Skispringen)…

Zum Skispringen gekommen bin ich durch…den Olympiasieg von Andreas Wellinger.

Mein allererster Skisprung war…im Oktober 2018 in Lauscha.

Beim Skispringen mag ich am meisten…das Gefühl, wenn man in der Luft merkt, dass der Sprung gut ist und man den Flug einfach genießen kann. Wenn das im Wettkampf passiert, ist es natürlich nochmal ein tolleres Gefühl.

Beim Skispringen könnte ich auf folgendes eher verzichten/mag ich nicht…dass es kaum eine Jahreszeit gibt, in der einem im Anzug nicht zu warm oder zu kalt ist.

Im Skispringen ist es wichtig…sowohl hochkonzentriert als auch locker zu sein.

Mein Vorbild ist…Eva Pinkelnig, weil sie auch erst so spät mit dem Skispringen angefangen hat.

Mein persönliches Karrierehighlight war bisher…als ich in Klingenthal deutsche Juniorenmeisterin geworden bin und mein erster Weltcupstart letztes Jahr in Garmisch-Partenkirchen.

Der Tiefpunkt meiner Karriere war…als ich 2022 in Oberwiesenthal gestürzt bin und danach sehr lange gebraucht habe, um wieder mit Selbstvertrauen und Überzeugung zu springen.

Ich möchte in meiner Skisprungkarriere auf jeden Fall noch…ein Großereignis wie eine WM oder Olympia erleben.

Nach einem Misserfolg baut mich am besten wieder auf…mit den Trainern die Fehler zu analysieren und danach bei meiner Familie zu sein. Da komme ich dann meistens schnell wieder auf andere Gedanken.

Meine Lieblingsschanze ist…die Großschanze in Trondheim, weil sie ein sehr modernes Profil hat und ich dort meinen bisher weitesten Sprung gemacht habe.

Diese Schanze mag ich nicht…Innsbruck, weil ich dort den Anlauf sehr schwierig finde und es noch nie geschafft habe, dort weit zu springen.

Mein Ritual vor einem Sprung…ich sage mir im Kopf noch einmal auf, woran ich bei dem Sprung denken will. Wenn ich dann auf dem Balken sitze, kontrolliere ich nochmal die Bindung, die Reißverschlüsse meines Anzugs und den Helmverschluss.

Mein kuriosestes Erlebnis beim Skispringen war bisher….ein Sprung in Trondheim auf der 120er, bei dem mich der Wind im Anlauf schon nach rechts und links gedrückt hat, ich dann bei ca. 100 Metern zur Landung ansetzen wollte, weil ich schon so knapp über dem Hang war und plötzlich so viel Aufwind bekam, dass ich noch auf 136m geflogen bin.

Mit diesem Teamkollegen/dieser Teamkollegin verstehe ich mich am besten/hatte ich bisher am meisten Spaß…wir verstehen uns im Team alle so gut miteinander, dass ich mich da gar nicht festlegen kann und will. Ich bin auch immer mal mit einer anderen Teamkollegin auf dem Zimmer und es ist immer total nett.

Im Vergleich zu den Männern fehlt mir im Damenskispringen aktuell am meisten…das Interesse der Medien (TV-Sendezeiten) und die Zuschauer.

Abseits des Skispringens verfolge ich noch…die Nordische Kombination.

Nach meiner Skisprungkarriere plane ich…zu studieren.

Bitte entscheide Dich!

Großschanze oder Normalschanze? Großschanze

Skispringen oder Skifliegen? Skispringen, Skifliegen war ich noch nicht 🙂

4-er Teamwettkämpfe oder Super-Team? Ich hatte bis jetzt erst einen Teamwettkampf (4er-Team bei der JWM) und der hat Spaß gemacht. Also 4er-Team.

Der für mich bedeutendste Wettbewerb im Skispringen: Vierschanzentournee, WM oder Olympia? Olympia

Schnee/Eisspur (Winter) oder Keramik/Mattenspur (Sommer)? Ich springe tatsächlich lieber im Sommer, weil die Bedingungen da meistens stabiler sind. Also Keramikspur. (Mattenspur aber auf keinen Fall ;))

Ich hätte gerne noch mehr Absprungkraft oder noch bessere Flugqualitäten? Flugqualitäten

Nach der aktiven Karriere (auch wenn das noch ein bisschen dauert :-): TV-Experte, Trainerlaufbahn oder Distanz zum Skispringen? Distanz zum Skispringen, obwohl ich es sicher nicht lange ohne Skispringen aushalten würde.