Nika Prevc ist in einem von Wind und Schnee beeinträchtigten Wettbewerb in Sapporo nicht zu schlagen und triumphiert vor Abigail Strate. Die deutschen Springerinnen verpassen das Podium nur knapp.
Heftiger Schneefall und unbeständige Windverhältnisse haben dafür gesorgt, dass das zweite Weltcup-Springen in Sapporo nach einem Durchgang abgebrochen wurde. Unbeeindruckt davon zeigte sich einmal mehr Nika Prevc, die mit einem Sprung auf 139,5 Meter die klare Bestweite setzte. Im stockenden Auslauf hatte die Slowenin zwar arg zu kämpfen, jedoch setzte sie sich trotz Abzüge für die Landung und den Wind klar mit 134,5 Punkten durch.
Auf Platz zwei landete Abigail Strate (Kanada), die ihre gute Form bestätigen konnte und bei 128,5 Metern zur Landung ansetzte und 129,2 Punkte sammelte. Für die Überraschung auf dem Podium sorgte die Norwegerin Heide Traaserud (124,6 Punkte). Mit etwas mehr Anlauf und guten Windverhältnissen segelte die junge Norwegerin auf 135 Meter.
Freitag und Reisch schrammen am Podium vorbei
Die DSV-Springerinnen zeigten sich vor dem Heim-Weltcup gut in Form und verpassten die Podiumsränge nur knapp. Selina Freitag hatte ein wenig Pech mit den Windbedingungen, kam aber dennoch auf solide 124 Meter, die 121 Punkte und Rang vier einbrachten. Dicht dahinter belegte Agnes Reisch (131 Meter/120,3 Punkte) den fünften Platz, wobei sie bei der Landung einen möglichen Podiumsplatz liegen ließ.
Hinter Anna Odine Ström (123 Meter/119,1 Punkte), Nika Vodan (126 Meter/114,9 Punkte) und Sara Takanashi (125 Meter/111,7 Punkte) belegte Katharina Schmid Platz neun. Ihre 119 Meter reichten für 106,2 Punkte.
Rückschlag für Maruyama und Eder
Nach Platz vier am Vortag musste Nozoki Maruyama einen weiteren Dämpfer hinnehmen. Die Japanerin hatte bei ihrem Heimspringen enormes Pech mit den wechselnden Bedingungen und musste sich mir 110 Metern und Platz zwölf zufrieden geben. Damit dürfte auch der Gesamt-Weltcup mehr oder weniger entschieden haben. Prevc hat in diesem nun schon satte 486 Punkte Vorsprung auf die Japanerin.
Auf Platz drei liegt hier die Österreicherin Lisa Eder, die beim Springen in Sapporo jedoch auch mit Windpech zu kämpfen hatte und als beste ÖSV-Dame Platz elf belegte. Julia Mühlbacher schaffte es als 20. in die Punkteränge, blieb aber hinter den Ergebnissen der letzten Wochen zurück.
Für die Damen geht es nun zum Heim-Weltcup nach Willingen, ehe auch schon die Olympischen Spiele anstehen.

