DSV

Am vergangenen Wochenende kämpften die deutschen Skispringerinnen und Skispringer in Hinterzarten um die deutschen Meistertitel 2026. In diesem Jahr fanden die Wettbewerbe somit auf einer Normalschanze statt. Zum ersten Mal seit einigen Jahren fanden die nationalen Meisterschaften im Skispringen und der Nordischen Kombination zudem wieder am gleichen Ort und am selben Wochenende statt.

Bei den Kämpfen um die Einzeltitel am Freitagabend kam es dabei bereits zur ein oder anderen Überraschung im Adlerskistadion. Denn der Umstand des gemeinsamen Austragungsortes und -zeitpunktes führte auch dazu, dass einige Kombinierer im Einzelwettbewerb der Spezialspringer an den Start gingen. Insgesamt sind die Sieger bei Damen und Herren jedoch die Favoritensieger, die nach vorherigen Eindrücken so zu erwarten waren. Bei den Damen konnte sich Agnes Reisch (254.0 P.) den Meistertitel sichern. Sie zeigte bereits zwei Wochen zuvor beim Intercontinental Cup, dass Sie sich gut fühlt und auf der Schanze gut zurechtkommt. Im Feld der Herren setzte sich mit Philipp Raimund (255.9 P.) der Olympiasieger von der Normalschanze diesen Jahres im Kampf gegen Andreas Wellinger (253.2 P.) durch.

Silber bei den Damen ging an Selina Freitag (251.0 P.), während sich Luisa Görlich (241.3 P.), die sich nach ihrer erneuten Kreuzbandverletzung von 2025 stark zurückgekämpft hat, Bronze sichern konnte. Bei den Herren fiel besonders positiv Ben Bayer auf, der sich zuletzt mehrere Podestplatz im Continentalcup sichern konnte und sich nun auch Bronze bei den Meisterschaften sichern konnte.

Überraschen konnten im Feld der Herren auch Jannik Faißt, der seinen Heimvorteil nutzen konnte und sich auf einem starken vierten Platz, noch vor Karl Geiger, einreihen konnte. Dieser gab erst im Nachgang bekannt, dass er die vergangenen Wochen verletzungsbedingt eine Pause einlegen musste. Mit Platz fünf zeigte sich der Oberstdorfer also durchaus zufrieden als Wiedereinstieg. Bei beiden Geschlechtern mischten auch Kombinierer im vorderen Feld mit. So sicherte sich Jenny Nowak (Sachsen) Platz sechs bei den Damen und Richard Stenzel (Thüringen) Rang acht bei den Herren, vor Athleten wie Felix Hoffmann (9.) und einigen Vertretern des deutschen B-Kaders.

Bei den Juniorinnen und Junioren gingen die Titel dieses Jahr mit Anna Deufel und Yann Kullmann beide Male an den baden-württembergischen Skiverband. Besonders der erst 17-jährige Yann Kullmann setzte sich dabei mit fast 30 Punkten Vorsprung deutlich von der Konkurrenz ab.

Titel im Team an Baden-Württemberg und Bayern

Den Titel im Team sicherten sich die beiden Einzel-Siegerinnen Anna Deufel und Agnes Reisch im gemeinsamen Team Baden-Würrtemberg. Sie setzten sich gegen Megi Lou Schmidt, die zusammen mit Selina Freitag ein Team für den sächsischen Skiverband bildete. Dahinter holten sich Juliane Seyfarth und Luisa Görlich Bronze für Thüringen.

Bei den Herren gab es einen glasklaren Sieg des bayerischen Teams mit Philipp Raimund, Constantin Schmid, Karl Geiger und Andreas Wellinger, die sich mit insgesamt knapp 80 Punkten gegen die weiteren Teams durchsetzten. Das Quartett aus Baden-Württemberg mit Jannik Faißt, Yann Kullmann, Ben Bayer und Luca Roth gewann Silber, das 2. Team aus gleichem Bundesland mit Amadeus Horngacher, Janne Holz, Finn Braun und Lasse Deimel, Bronze.

Als letzter Akt vor dem Start der Wintersaison in knapp sechs Wochen steht für die Skispringer das Finale des Sommer Grand Prix im sächsischen Klingenthal von 23.-25. Oktober 2026 an.

Ergebnisse Einzel

Ergebnisse Team

Olympische Spiele

Im Rahmen des Weltcup-Wochenendes in Willingen haben wir uns im Springerlager umgehört und bei einigen Nationen eine Einschätzung bzw. ein Statement zu den Olympischen Winterspielen eingeholt. Für die Damen steht am kommenden Samstag auf der Normalschanze die erste Medaillenentscheidung an.

Nika Prevc (Slowenien):
„Ich weiß, dass ich in der bisherigen Saison gut gesprungen bin. Aber ich weiß auch, dass ich bei Olympia mein Bestes geben muss, denn jeder möchte dort seine Ziele erreichen.“

Nika Vodan (Slowenien):
„Ich denke, dass ich vorbereitet bin. Wir werden es sehen, wenn wir dort sind und ich die Schanzen teste. Ich lasse es einfach auf mich zukommen. Die Olympischen Spiele sind etwas ganz Besonderes, und es herrscht eine besondere Atmosphäre. Für uns Athleten ist es etwas stressiger, aber ich habe schöne Erinnerungen an Peking und hoffe, dass ich etwas Ähnliches hier erreichen kann.“

Nozomi Maruyama (Japan):
„Ich will auf jeden Fall meine beste Leistung bei Olympia zeigen und natürlich vor allem viel Spaß haben. Ich schaue eigentlich nur auf mich und darauf, dass ich meine eigenen Sprünge gut hinbekomme. Wenn das der Fall ist, kann es sein, dass ich eine Medaille hole.“

Anna Odine Ström (Norwegen):
„Mein letzter Sprung in Willingen war nicht optimal, aber ich hoffe, dass ich jetzt noch gut trainieren kann, um für die Olympischen Spiele bereit zu sein. Die kleine Schanze in Predazzo habe ich im Sommer nicht so richtig gemeistert. Ich hoffe, die Anlage in den wenigen Tagen, die wir dort haben, besser zu verstehen. Und was die große Schanze angeht: Die habe ich im Sommer ganz gut hinbekommen. Ich hoffe also, dass ich dort weiterhin gute Sprünge zeigen kann. Es wird in jedem Fall spannend und ein harter Wettbewerb werden.“

Julia Mühlbacher (Österreich):
„Natürlich zählen bei den Olympischen Spielen nur die Plätze 1 bis 3 – ob man Vierte oder Zwanzigste wird, ist im Endeffekt ganz egal. Aber ja, ich möchte es einfach genießen. Es sind meine ersten Spiele, und gerade auf der kleinen Schanze weiß ich, dass ich sehr gefährlich sein kann. Ich hoffe, dass ich mein Potenzial da ausschöpfen kann. Leisten müssen andere etwas bzw. haben den Druck, und ich kann da ganz entspannt und ohne Druck das Feld von hinten aufrollen. Ich war schon einmal Vierte in Ljubno auf einer kleinen Schanze, also weiß ich, dass mir das liegt, und ich hoffe, dass mir die kleine Schanze in Predazzo liegen wird.“

Thomas Diethart (Cheftrainer Österreich):
„Die Nominierung war nicht ganz so einfach. Es war generell ein knappes Rennen. Wir haben alle Punkte, bei denen wir einen Quervergleich hatten, zusammengezählt, und da waren schlussendlich neben Lisa (Eder) und Julia (Mühlbacher) Lisa Hirner und Meghann Wadsak vorne. Perspektivisch gesehen ist es für Hannah Wiegele sehr schade, dass sie nicht mit dabei ist. Aber wir müssen auch schauen, dass sie gewisse Kaderkriterien erfüllt. Deshalb haben wir gesagt, dass es wichtiger ist, dass sie den Weg in den ICOC wählt und dort weitermacht. Und die anderen beiden haben die Chance, bei den Olympischen Spielen dabei zu sein. Auf der kleinen Schanze tun wir uns eine Spur leichter, und gerade beim Mixed-Wettbewerb mit zwei guten Herren und zwei guten Damen ist das ganz klare Ziel eine Medaille.“

Selina Freitag (Deutschland):
„Ich fühle mich gut und bin fit. Ich weiß, dass die Sprünge laufen, und wenn der Wind einigermaßen passt, dann geht’s ab. Deswegen bin ich ehrlich gesagt ziemlich entspannt. Ich denke aber, dass die Nervosität noch kommen wird, wenn es so weit ist.“

Agnes Reisch (Deutschland):
„Die Olympischen Spiele schreiben immer ihre eigenen Gesetze. Aber ich habe alles dafür getan und hätte im Sommer auch nichts ändern oder besser machen können. Jetzt heißt es, cool zu bleiben, Olympia zu genießen und gute Sprünge zu machen – dann sehen wir, was dabei herauskommt.“

Katharina Schmid (Deutschland):
„Ich weiß nicht, ob mir die Anlagen in Predazzo liegen. Ich war seit dem Sommer-GP und dem anschließenden Umbau nicht mehr da. Aber ich weiß: Wenn ich gut springe, dann ist es egal. Dann kann ich auch auf Schanzen gut springen, die ich nicht so gerne mag. Aber ich freue mich einfach, das Umfeld ist ganz cool. Und ja, es ist sicherlich eine kleine Challenge, sich jetzt von der großen Schanze in Willingen auf die Normalschanze in Predazzo umzustellen, aber wir haben ja zwei Trainings davor, und ich kann mich eigentlich immer ganz gut umstellen.“

Heinz Kuttin (Cheftrainer Deutschland):
„Meine drei guten Athletinnen – Selina, Katha und Agnes – sind für ein Podium gut, und wenn alles zusammenpasst, dann stehen sie auch drauf. Und das ist das Ziel bei Olympia. Wir fahren dahin, um um die Medaillen zu kämpfen. Wir haben zuerst zwei Trainings, dann einen Wettkampf, und danach werden wir erst das Mixed-Team aufstellen – also alles Step by Step. Ich habe mir schon ein paar Gedanken dazu gemacht, aber entscheiden werden wir dann vor Ort. Auch Nika Prevc und Nozomi Maruyama sind zu schlagen, logisch. Ich denke, dass jede Athletin in Predazzo etwas anders agieren wird, weil es eben Olympia ist. Nika und Nozomi sind natürlich die Favoritinnen, aber auch Lisa Eder und unsere drei Mädels sind nicht weit weg. Es wird sehr spannend werden.“

Martina Zanitzer (Italien):
„Ich bin schon sehr aufgeregt. Predazzo ist zwar nicht mein Zuhause, aber die Olympischen Spiele in Italien zu haben, ist etwas ganz Besonderes. Ich bin so glücklich, mit dabei zu sein. Mein Ziel ist es, jeden einzelnen Moment zu genießen und zu versuchen, meine besten Sprünge zu zeigen.“

Josie Johnson (USA):
„Ich bin total zufrieden mit meiner bisherigen Saison, auch weil es meine beste Weltcupsaison überhaupt ist. Und nun freue ich mich schon riesig auf die Olympischen Spiele und alle darauffolgenden Wettbewerbe. Es wird total aufregend, und ich bin total aufgeregt.“

Weltcup Weltcup Damen

Vor eine Geduldsprobe wurden die Damen heute im zweiten Wettkampf im chinesischen Zhangjiakou gestellt. Nachdem die Qualifikation bereits den widrigen Windbedingungen zum Opfer fiel, musste auch der Wettkampfstart ganze Sechs mal verschoben werden, bis es endlich losgehen konnte. Am Ende siegt Nika Prevc nach nur einem Durchgang.

Die Dominatorin der Saison lies sich von den langen Wartezeiten in eisiger Kälte nicht aus der Ruhe bringen. Nach ganzen 70 Minuten konnte man nach nur einem Durchgang zumindest ein Ergebnis verzeichnen. Ganz oben stand am Ende mal wieder die Slowenin. Mit einem Sprung auf 134,5 Meter sicherte sie sich 113,6 Punkte und sicherte sich damit einen Vorsprung von ganzen 16,1 Punkten auf Platz Zwei. Dieser ging an die Norwegerin Anna Odine Stroem mit 127,0 Metern und 97,5 Punkten. Der dritte Platzt ging an die Weltcupzweite aus Japan, Nozomi Maruyama (125,5 m/94,7 Pkt.).

Japanisches Team mit vier Athletinnen unter den Top Ten

Besonders stark zeigte sich am heutigen Tag das japanische Team. Insgesamt konnten sich vier Japanerinnen unter den besten Zehn platzieren. Knapp hinter dem Podest auf Rang vier landete Sara Takanashi. Auf den Plätzen Sechs und Sieben folgten dann die Teamkolleginnen Yuka Seto und Ringo Miyajima.

Agnes Reisch auf Platz Fünf beste Deutsche

Auf Platz Fünf landete Agnes Reisch als beste Deutsche. Auch Katharina Schmid konnte sich auf Platz 10 noch in den Top Ten platzieren. Selina Freitag (12.) und Juliane Seyfarth (13.) konnten in einem schwierigen Wettkampf ebenfalls solide Leistungen zeigen. Knapp nicht für die Punkte reichte es am Ende für Emely Torazza (32.) und Anna Hollandt (33.).

Auch die Chinesin Ping Zeng konnte vor heimischem Publikum wieder ihre Leistung abrufen und wurde am Ende achte. Auf Platz Neun landete die beste, und aktuell stärkste Österreicherin, Lisa Eder.

Disqualifikation und Nichtstarts

Wie schwierig die Windbedingungen am heutigen Tag waren, zeigte eine ungewohnte Disqualifikation. Die Tschechin Klara Ulrichova wurde aufgrund eines zu späten Starts disqualifiziert, nachdem ihr Trainer sich aufgrund des unruhigen Winds weigerte, seine Athletin abzuwinken. Gar nicht erst an den Start gingen die Norwegerin Heidi Dyhre Traaserud und Ulrichovas Teamkollegin Anezka Indrackova.

Offizielles Ergebnis

Weiter geht es für die Damen nun nach Japan. Bereits am Dienstag und Mittwoch stehen in Zao zwei Einzelbewerbe auf dem Plan.

DSV Plauderecke

Agnes Reisch hat mit den Plätzen fünf und acht in Falun sowie dem fünften Rang in Wisla einen starken Auftakt in die neue Saison hingelegt und bereits die DSV-Norm für die Olympischen Spiele 2026 (1x Top-8 oder 2x Top-15 im Weltcup) erfüllt. Um sie etwas näher kennen zu lernen, hat sie sich unserem „Skisprung-Kreuzverhör“ unterzogen.

Steckbrief:

Name: Agnes Reisch
Geburtsdatum: 11.Oktober 1999
Geburtsort: Missen-Wilhams (Allgäu)

Bitte vervollständige diese Sätze (zu Dir persönlich)…

Ich würde mich mit folgenden drei Worten beschreiben…anders, frech und zielstrebig

Abseits der Schanze bin ich in folgendem Beruf tätig…ich bin beim Zoll-Ski Team angestellt

Am liebsten höre ich…ich höre keine Musik, sondern nur Podcasts und die in doppelter Geschwindigkeit und in Dauerschleife 🙂

Dieser Podcast darf auf meiner Playlist nicht fehlen…spontan würde ich sagen: „Die Biohacking-Praxis“

Mein Lieblingsessen ist…als Allgäuerin muss ich glaube ich Käsespätzle sagen 🙂

Mein Lieblingsgetränk ist…Zitrone mit Wasser

Diese drei Apps nutze ich am häufigsten…Whatsapp, Instagram und GoodNotes

Wenn ich mit einem Prominenten für 24 Stunden tauschen könnte, wäre es…ich glaube mit einem Fußballspieler – vielleicht Thomas Müller, um einfach die Kulisse mal zu erfahren, wie es ist, in einem vollen Stadion zu spielen. Unsere Stadien sind ja doch nicht ganz so voll und da wäre es schön, mal dieses Feeling zu erleben.

Bitte vervollständige diese Sätze (zum Skispringen)…

Zum Skispringen gekommen bin ich durch…meinen Verein, den WSV Isny, der uns in der Grundschule etwas angeboten hat und man hier ankreuzen konnte, ob Skifahren, Langlaufen oder Skispringen. Ich war sehr sportbegeistert und habe überall Kreuze gesetzt. Und ja, dann durfte ich gleich von einer kleinen Schanze springen, es hat mich direkt gefangen und ich bin nicht mehr los gekommen.

Mein allererster Skisprung war…im Januar 2008 in Isny am Hasenberg.

Beim Skispringen mag ich am meisten…die Geschwindigkeit, bei mir zu sein und die Luftkräfte zu spüren.

Beim Skispringen könnte ich auf folgendes eher verzichten/mag ich nicht…dass man leicht sein muss 🙂

Im Skispringen ist es wichtig…fokussiert zu sein und trotzdem die Lockerheit zu behalten.

Mein Vorbild ist…das ist schwer zu sagen, weil ich mir von jedem so ein bisschen was abschaue aber trotzdem bei mir bleiben möchte. Ich schaue mir auch schon die Weltcups von den Herren an und die Flugstile, wie z.B. von Lindvik, wie er damals zu Olympiagold geflogen ist. Es ist extrem faszinierend, aber man kann nicht immer alles auf einen selbst ummünzen und deshalb würde ich sagen, dass ich pauschal nicht ein Vorbild habe, sondern eher viele.

Mein persönliches Karrierehighlight war bisher…ich würde das Wochenende in Lake Placid aus der letzten Saison sagen, als ich zum ersten Mal auf einem Einzelpodest stand. Es ist alles zusammengekommen. Ich stand auch mit dem Mixed-Team ganz oben, wir haben gewonnen und ich habe einen Schanzenrekord mit nach Hause gebracht. Ich glaube, dass würde ich sogar noch vor meiner WM-Medaille im Mixed-Team nennen. Da kommen hoffentlich noch ein paar mehr von 🙂

Der Tiefpunkt meiner Karriere war…ich glaube einfach die letzten Jahre mit den Verletzungen. Nicht zu wissen: funktioniert mein Körper? Komme ich noch an die Weltspitze heran? Macht das hier alles Sinn oder ist es ein Zeichen, dass ich einfach aufhören sollte? Aber trotzdem habe ich den Glauben an mich nicht verloren und ich denke, dass die letzte Saison gezeigt hat, dass es gut war stur zu sein und ich darauf vertraut habe, dass es noch funktioniert.

Ich möchte in meiner Skisprungkarriere auf jeden Fall noch folgendes erleben…es steht ja Olympia an und ich möchte auf jeden Fall an den Spielen teilnehmen, dort sehr gut skispringen und vielleicht kommt dann ja auch eine Medaille heraus.

Nach einem Misserfolg baut mich am besten wieder auf…lernen, mit den Freunden und der Familie etwas unternehmen.

Meine Lieblingsschanze ist…ich glaube inzwischen Lake Placid 🙂

Diese Schanze mag ich nicht…der Holmenkollen in Oslo – die 120-er Schanze dort finde ich nicht so schön.

Mein Ritual vor einem Sprung…ich wärme mich oben an der Schanze auf und mache dann je nach Gefühl das, was ich gerade brauche. Ich rede mir noch gut zu oder fahre mich ein bisschen runter. Da habe ich verschiedene Tools an der Hand. Ach ja und ich klatsche mir auf die Wangen, wenn ich Imitationen oder Krafttraining mache – das ist es vielleicht ein markantes Tool 🙂

Der größte/beste Skispringer aller Zeiten ist für mich…puh, weiter!

Die größte/beste Skispringerin aller Zeiten ist für mich…auch weiter!

Mein kuriosestes Erlebnis beim Skispringen war bisher….da fällt mir etwas aus der Kindheit ein. Es war bei den baden-württembergischen Meisterschaften, als ich vielleicht elf Jahre alt war. Es hat sehr geschneit und die Schanze war echt nicht gut präpariert. Und ich bin neben der Schneespur angefahren, weil die so schlecht war – keine Ahnung, wie der Sprung war, aber es hat schon gepasst. Und nach mir haben sie den Wettkampf dann abgesagt, weil die Jungs sich nicht getraut haben, zu springen. Das war ein bisschen kurios 🙂

Im Vergleich zu den Männern fehlt mir im Damenskispringen aktuell am meisten…die Aufmerksamkeit von der Bevölkerung und den Medien sowie das Interesse, was sich dann auch an den Preisgeldern widerspiegelt. Wir machen das gleiche, investieren gleich viel oder noch mehr und bekommen aber nicht die Wertschätzung zurück, die wir verdient hätten. Und das fehlt mir schon, weil man dadurch nicht so professionell Arbeiten kann und man nicht so frei ist, wie man sein könnte.

Abseits des Skispringens verfolge ich noch…mittlerweile schaue ich ganz gerne Tennis, Skifahren natürlich und auch wenn ich im Winter nicht so viel Zeit habe Biathlon, was total spannend ist.

Nach meiner Skisprungkarriere plane ich…weiter an mich zu glauben und mir zu vertrauen, dass ich den Weg schon gehen werde.

Bitte entscheide Dich!

Großschanze oder Normalschanze? Großschanze

Skispringen oder Skifliegen? Skifliegen

4-er Teamwettkämpfe oder Super-Team? 4-er Team

Der für mich bedeutendste Wettbewerb im Skispringen: Olympia

Schnee/Eisspur (Winter) oder Keramik/Mattenspur (Sommer)? Die Schneespur ist vom Fahren her besser.

Ich hätte gerne noch mehr Absprungkraft oder noch bessere Flugqualitäten? Bessere Flugqualitäten oder können wir stattdessen auch Landung sagen? Weil die anderen beiden Sachen kann ich ganz gut 🙂

Nach der aktiven Karriere (auch wenn das noch ein bisschen dauert :-): Ich kann mir alles vorstellen, die Zeit wird es ergeben.

Weltcup Weltcup Damen

Nachdem Nika Prevc im gestrigen Wettkampf nur die Zuschauerrolle blieb, schlägt sie im zweiten Bewerb in Wisla zurück und sicher sich den überlegenen Sieg vor ihrer Teamkollegin Nika Vodan und der Norwegerin Eirin Maria Kvandal. Beste Deutsche wird Agnes Reisch auf Rang Fünf.

In der vorangegangenen Qualifikation landete Prevc noch auf dem dritten Platz. Der Sieg ging and Landsfrau Nika Vodan. Im darauffolgenden Wettbewerb steigt sich Nika Prevc aber wieder in alter Stärke und landete mit 128,0 und 130,0 Metern und einem Vorsprung von 12,8 Punkten auf dem ersten Platz. In der Qualifikation noch vor ihrer Landsfrau wurde Vodan im Wettkampf mit 126,0 und 130,0 Metern Zweite. Rang drei ging an die Norwegerin Eirin Maria Kvandal mit 128,0 und 126,0 Metern.

Maruyama verpasst Podest, Reisch als Fünfte beste Deutsche

Die Weltcupführende, Nozomi Maruyama, verpasste das Podest als Vierte nur knapp. Hinter ihr landete Agnes Reisch als beste Deutsche auf dem fünften Platz. Reisch bestätigte damit ihr Leistung, nachdem sie in der Qualifikation bereist Vierte wurde. Mit Selina Freitag (9.) landete außerdem eine weitere DSV-Athletin unter den besten Zehn.

Ebenfalls unter den besten Zehn landeten die Norwegerin Anna Odine Stroem (6.) sowie die Österreicherin Lisa Eder (7.) und Sara Takanashi (8.) aus Norwegen. Komplettiert wurden die Top Ten von Abigail Strate aus Kanada.

Für Juliane Seyfarth stand am Ende der 16. Platz zu buche, während sich Katharina Schmid mit Platz 19 zufrieden geben musste, nachdem sie in der Qualifikation noch auf Rang Zehn landete. Anna Hollandt verpasste als 35. den zweiten Durchgang. Alvine Holz scheiterte mit Platz 45 bereits in der Qualifikation zum Wettbewerb.

Bestresultat für Ping Zeng aus China

Sehr gut verlieft der heutige Wettkampf auch für Ping Zeng. Mit Platz 13 darf sich die Chinesin über ein neues Karrierebestresultat freuen. Ihre Landsfrau Yangning Weng schaffte zwar den Sprung in den Wettbewerb, schaffte den Sprung in den Wettkampf als 38. jedoch nicht.

Ergebnis Qualifikation

Offizielles Ergebnis

Für die Damen geht es am kommenden Wochenende auf der Großschanze in Klingenthal weiter. Am Freitag und Samstag stehen hier zwei Einzelbewerbe auf dem Programm.

SGP Damen Sommer Grand Prix Weltcup Damen

Im Rahmen des letzten Sommer-Grand-Prix Wettbewerbs in Klingenthal haben wir uns im Springerlager der Damen umgehört und mit Selina Freitag, Katharina Schmid, Agnes Reisch, Anna Hollandt, Emely Torazza, Lisa Eder, Julia Mühlbacher, Hannah Wiegele, Anna Odine Ström und Nika Vodan über ihren derzeitigen Leistungsstand, die Sommer Grand-Prix Wettbewerbe sowie die Vorbereitung gesprochen.

Selina Freitag (Deutschland):
„Ich bin natürlich richtig gut reingestartet in Courchevel und war davon selbst ein bisschen überrascht, weil ich im Sommer schon viel geändert habe. Mehr Trainingspensum im Kraftbereich, was ziemlich hart war – daher habe ich nicht gedacht, es direkt so zeigen zu können. Aber sehr, sehr cool.

Predazzo war natürlich schwerer, weil wir dort vorher nicht gesprungen sind, aber ich bin schon sehr zufrieden und nicht weit weg. Ich habe noch Reserven, die ich im Winter hoffentlich einsetzen kann. Was den Telemark angeht, habe ich auch noch etwas gefunden, das mir hilft, besser zur Landung hinzukommen. Es ist noch nicht ganz ausgetüftelt, aber ich denke, ich bin da auf einem ganz guten Weg.“

Katharina Schmid (Deutschland):

„Die Vorbereitung war schon okay – ich habe viel gearbeitet, viel getestet, viel umgestellt …aber langsam setzt sich wieder alles zusammen und es passt ganz gut.

Und generell sind wir alle sehr froh, dass sich nach Predazzo etwas bei den Anzügen getan hat. Es fällt auf, dass es wieder stabiler wird, dass man einfacher unten hineinfliegen kann und schönere Landungen setzen kann. Ich glaube, man sieht fast durch die Bank, dass es uns allen wieder leichter fällt zu fliegen.“

Agnes Reisch (Deutschland):

„Ich bin gerade nicht hundert Prozent fit und kann derzeit nicht vorne mitspringen, da ich athletisch noch nicht auf dem Niveau bin. Das steuern wir aber bewusst so, weil wir meinem Knie noch ein bisschen Zeit geben möchten, um Muskeln aufzubauen, sodass ich im Winter schmerzfrei bin. Daher habe ich noch nicht ganz das Feingefühl, weil ich zuletzt noch sehr, sehr viel Krafttraining gemacht habe und noch nicht so spritzig bin.

Und ja, nach der letzten Wintersaison hatte ich extreme Knieprobleme. Ich bin erst Mitte Juni wieder in die Anfahrt gekommen und dann direkt auf die Schanze. Dann hatte ich immer Höhen und Tiefen, musste auch mal drei bis vier Wochen mit Skispringen aussetzen. Aber ich habe ein gutes Team um mich herum und vertraue darauf, dass der Weg, den wir einschlagen, gut wird. Ob es jetzt schon die ersten Weltcups sensationell wird oder erst später – oder vielleicht auch gar nicht – sehen wir dann.“

Anna Hollandt (Deutschland):

„Ich konnte in den letzten Wochen nicht so viel trainieren, da ich leider schwerwiegende Knieprobleme bekommen habe, und darum wurde sich jetzt erstmal gekümmert. Von dem her war ich mit den Sprüngen in Klingenthal zufrieden.

Ich habe den ganzen Sommer über immer mehr einen Schritt in die richtige Richtung gemacht – immer ‚slow and steady‘, immer mit Ruhe. Ich bin demütig und bleibe es auch. Die Hauptsache ist, Spaß zu haben. Derzeit habe ich viel Spaß am Springen und daran, mit den Mädels und Trainern unterwegs zu sein – daraus ziehe ich sehr viel Kraft.“

Emely Torazza (Deutschland):

„Anfang des Sommers lief es noch besser, weil ich nicht so viel nachgedacht habe. Und ich bin mit den anderen Anzügen auch ganz gut klargekommen. Ich fand es jetzt nicht ganz so schlimm, aber vielleicht irre ich mich da auch nur. In Predazzo habe ich mich noch ein bisschen schwergetan mit der Schanze, weil wir davor noch kein Training dort hatten. Und ich tue mich allgemein noch schwer bei neuen Schanzen.

Zudem tue ich mich seit den neuen Anzügen auch ein bisschen schwerer, weil es mich wieder etwas bremst, wenn mehr Fläche da ist. Ich kann das noch nicht ganz so gut mitnehmen.“

Lisa Eder (Österreich):

„Die Vorbereitung ist ganz gut gewesen. Pause habe ich nicht viel gemacht – ich habe ab Ende Mai gleich wieder angefangen, Ski zu springen. Zudem war über den Sommer hinweg ein guter Muskelaufbau für den Winter sehr wichtig.

Und mein Ziel für die neue Saison ist, dass ich schnell wieder in Schwung komme und vorne mitspringen kann.“

Julia Mühlbacher (Österreich):

„Der Sommer allgemein ist sehr gut verlaufen. Ich habe immer stetige Steigerungen drin gehabt, bin ohne Verletzungen durchgekommen und konnte immer super trainieren – grundsätzlich bin ich also sehr zufrieden.

Der letzte Winter war für mich eher eine durchwachsene Saison. Daher ist mein Ziel, mich in den Top-10 zu etablieren. Ich habe es letztes Jahr schon gezeigt, aber noch nicht die Konstanz aufgebracht. Darauf liegt mein Fokus. Und die Olympischen Spiele sind natürlich das Highlight – ich freue mich riesig, schaue aber gelassen darauf.“

Hannah Wiegele (Österreich):

„Die Vorbereitung ist richtig gut gelaufen. Ich habe vieles weiterbringen können, bin bereit für den Winter und kann es kaum erwarten, bis es losgeht. Im Weltcup möchte ich wieder Punkte machen, nachdem es die letzten zwei Jahre nicht so geklappt hat. Und die größten Ziele sind natürlich eine Teilnahme bei Olympia, aber auch beim Skifliegen – das war schon immer mein Traum.“

Anna Odine Ström (Norwegen):

„Normalerweise bin ich keine gute Sommerspringerin, aber dieses Mal lief es ziemlich gut für mich. In den letzten Monaten haben wir viel trainiert, versucht, fit zu bleiben und einfach an der Technik gearbeitet, damit sie im Winter passt. Ich hoffe, diesen Prozess auch noch weiter fortsetzen zu können. Speziell in der Anlaufposition gibt es für mich noch einiges zu tun.

Die Olympischen Spiele im Februar sind wohl für alle das Hauptziel. Ich hoffe, dort gut abzuschneiden und weiterhin gute Sprünge zu zeigen.“

Nika Vodan (Slowenien):

„Ich war mit den Sprüngen in Klingenthal nicht zufrieden und weiß, dass ich eine Menge Reserven habe. Es gibt also noch viel zu tun für mich. Die Vorbereitung war ähnlich wie in den Jahren zuvor, wenngleich ich zwischendurch auch mal wegen meines Knies pausieren musste, denn ich habe nach meiner Verletzung immer noch vereinzelte Tage, an denen es schmerzt.

Für die neue Saison habe ich viele Ziele. Natürlich stehen die Olympischen Spiele an, wo ich sehr hoffe, dass ich es dort hinschaffe. Aber ich möchte auch meine Sprünge bald wieder genießen können. Wenn ich mich gut fühle und die nötige Lockerheit mitbringe, dann werden auch die Resultate automatisch wieder kommen.“

DSV Plauderecke Weltcup Weltcup Damen

Neben dem klassischen Vorbereitungsprogramm für die neue Saison stand für das deutsche Skisprungdamenteam kürzlich Skydiving in der Jochen Schweizer Arena auf dem Programm. Skispringen-News.de hat sich mit Cheftrainer Heinz Kuttin über die Hintergründe hierzu unterhalten und Stimmen bei den einzelnen Athletinnen gesammelt.

Kraft-, Sprung und Schnellkrafttraining stehen derzeit bei den DSV Damen zur Vorbereitung auf die neue Wintersaison standardmäßig auf der Tagesordnung. Doch wie passt hier eigentlich Skydiving hinein? Heinz Kuttin, der in sein zweites Jahr als Cheftrainer hineingeht, führt dazu aus: „Wir haben letzte Saison gesehen, dass wir speziell, was das Skifliegen betrifft, noch sehr viel Potenzial haben. Nika Prevc, die eine Top-Saison gesprungen ist, war hinten heraus einfach unschlagbar. Sie ist uns und dem gesamten Weltcup einfach weggeflogen! Da wollen wir den Hebel ansetzen.“

Aus diesem Grunde beschäftigt sich das Damenteam noch mehr mit den Luftkräften, die auf sie während eines Fluges einwirken. „Diese Windkanal-Geschichten oder hier das Bodyflying von Jochen Schweizer sind genau die Reize, die wir neben dem Basistraining setzen wollen. Einfach neue Techniken erlernen, um mit den Luftkräften umzugehen.“ Dabei soll allerdings auch der Spaßfaktor nicht zu kurz kommen, wie Kuttin betont. „Wichtig ist, dass die Mädels dabei im Team Spaß haben, weil es etwas komplett anderes ist und mit dem Skispringen direkt nichts zu tun hat.“

Dieses Ziel scheint mit dem Skydiving in Taufkirchen auf jeden Fall erreicht worden zu sein, wie die einzelnen Athletinnen gegenüber Skispringen-News.de allesamt bestätigten. Katharina Schmid führte mit breitem Grinsen aus: „Es macht unglaublich viel Spaß, egal wie in der Luft zu sein.“ Ob man nach den gesammelten Erfahrungen beim Bodyflying viel fürs Skispringen mitnehmen kann, beantwortet die Oberstdorferin wie folgt: „Ich glaube persönlich recht wenig, weil die Flugposition doch eine andere ist. Aber man merkt schon, was Kleinigkeiten an Bewegung ausmachen, egal ob mit dem Kopf oder den Armen und in Sachen Balance – das kann man vielleicht ein bisschen auf das Springen übertragen, aber der Rest fühlt sich dann doch anders an.“

Selina Freitag äußert sich wie folgt: „Es hat schon ziemlich viel Spaß gemacht, bis es dann irgendwann anstrengend für die Arme wurde, weil die nicht so krass trainiert sind“, schmunzelt sie.

Die DSV-Athletinnen gingen vor Ort im Übrigen nicht nur mit den dort vorgehaltenen Skydiving-Anzügen in die Luftkammer, sondern auch mit ihren Skisprunganzügen, um einen direkten Vergleich zu erhalten. „Tatsächlich war es mit unseren Anzügen etwas schwieriger, weil die etwas mehr Luft durchlassen als die normalen Skydiving-Anzüge. Aber man kann sich vieles mit rausnehmen. Je nachdem wie die Luftkräfte wirken, ist es nicht so verkehrt, sich ein Gefühl dafür aufzubauen, vor allem, wenn es mal windet“, so Freitag.

„Ich habe es tatsächlich zum ersten Mal gemacht, aber es ist extrem cool mit den Luftkräften zu spielen und zu merken, wo welches Körperteil ist und je nachdem, was ich anspanne, ob ich dann hoch oder runter fliege“, schildert uns Agnes Reisch und ergänzt: „Man muss das Skispringen schon separat sehen, aber gerade mit dem Element Luft zu spielen ist als koordinative Einheit sehr gut.“

Ihre Teamkollegin Anna Hollandt, die schon über Vorerfahrung beim Skydiving verfügte, sagt: „Klar, die Luft strömt hier ein bisschen schneller als auf der Schanze und ein bisschen anders – aber hier geht es darum, einfach mal ein bisschen mit der Luft zu spielen und zu spüren was passiert, wenn man den Kopf, die Arme oder den Rumpf bewegt. In der Kammer bekommt man auf jeden Fall direkt die Auswirkung aufgezeigt – entweder geht’s nach oben, unten oder nach links bzw. rechts. Ich denke, da können wir ein bisschen Feingefühl für die Luft mitnehmen.“

“Es war mal eine ganz neue Erfahrung, weil man doch ganz anders fliegt als beim Skispringen. Wir fliegen eher rund, dass uns die Luft trägt und hier macht man eigentlich das komplette Gegenteil, mit dem Kopf in den Nacken und dem Anwinkeln der Beine – also hat es mit dem Fliegen auf der Schanze eher weniger zu tun“, analysiert Juliane Seyfarth.

Auch die beiden DSV-Nachwuchstalente Alvine Holz und Emely Torazza sammelten zusammen mit den arrivierten Damen ihre Erfahrungswerte. „Es hat sehr viel Spaß gemacht, aber es war für eine Skispringerin auch anstrengend die Arme so lange hochzuhalten“, lacht Holz. „Wir waren schon in vielen verschiedenen Windkanälen, aber das hier ist doch nochmal was ganz anderes. Es war aber eine schöne neue Erfahrung“, äußert sich Torazza.

DSV Weltcup Weltcup Damen Weltcup Herren Weltmeisterschaften

Die letzten Nordischen Skiweltmeisterschaften in Planica 2023 liefen aus Sicht des DSV traumhaft. 3x Gold, 1x Silber und 2x Bronze hieß es am Ende für die deutsche Mannschaft – eine mehr als beeindruckende Ausbeute. Dementsprechend viel gilt es nun in Trondheim zu verteidigen. Mit Katharina Schmid, Selina Freitag und Agnes Reisch hat die Damen-Mannschaft von Bundestrainer Heinz Kuttin gleich drei heiße Eisen im Feuer. Bei den Herren darf man unterdessen gespannt sein, wieviel die Wettkampfpause am kommenden Wochenende sowie die letzten Trainingsvorbereitungen bringen werden, um wieder passend in Form zu kommen.

„Wir haben in Trondheim sehr viel zu verteidigen“, schildert uns Selina Freitag im Rahmen des Weltcupwochenendes in Willingen. In der Tat macht der Blick zurück auf die Weltmeisterschaft in Planica aus deutscher Sicht sehr viel Spaß. Vor allem bei den Wettbewerben auf der Normalschanze waren die DSV-Adler Medaillengaranten. Katharina Schmid setzte sich bei dem Damen durch und gewann im Einzel die Goldmedaille. Bei den Herren sicherte sich Andreas Wellinger im Einzel Silber und Karl Geiger Bronze. Gekrönt wurde das Ganze noch einmal durch die Goldmedaillen des Damenteams (Katharina Schmid, Selina Freitag, Luisa Görlich und Anna Hollandt) sowie im Mixed-Wettbewerb (Selina Freitag, Karl Geiger, Katharina Schmid, Andreas Wellinger). Man konnte mit Fug und Recht behaupten, dass die Normalschanze in Planica an diesen Tagen der deutschen Mannschaft gehörte. Auf der Großschanze folgte dann im Einzel der Frauen noch eine weitere Bronzemedaille durch Katharina Schmid.

„So etwas wie damals in Planica kann man nur schwer toppen, es war einfach grandios! Ich bin direkt so gut reingestartet, habe insgesamt vier Medaillen in vier Wettkämpfen erzielt, dreimal davon Gold. Ich glaube, wenn ich da annähernd wieder hinkomme, wäre ich schon ganz zufrieden“, so Schmid.

Nach den jüngsten Eindrücken bringen die DSV-Damen trotz der starken internationalen Konkurrenz ideale Voraussetzungen mit, um auch in Trondheim wieder ähnlich erfolgreich abzuschneiden. In äußerst starker Form präsentierte sich am letzten Weltcupwochenende Selina Freitag, die zwei zweite Plätze im slowenischen Ljubno holte und ohnehin schon eine ganz stabile Saison vorzuweisen hat, was ihr dritter Rang im Gesamtweltcup beweist. Auch sie blickt gerne auf die letzte WM in Planica zurück.

„Es war eine geile WM, die richtig viel Spaß gemacht hat. Bis auf die Großschanze, die ich ein bisschen verdrängt habe, weil das Wetter nicht so mitgespielt hatte und ich noch dazu schlechte Sprünge gemacht habe. In Trondheim wird es nicht leicht, aber wir werden unser Bestes geben und hoffen, dass wir wieder Medaillen mit nach Hause nehmen dürfen“, so Freitag, die in Planica wie ausgeführt zwei Goldmedaillen mit dem Team erreichte, aber als Vierte im Einzel ganz knapp die Medaillenränge verpasste. Nach den Eindrücken der bisherigen Saison ein realistisches Ziel für Trondheim.

„Ich komme mit der Anlage in Trondheim ganz gut klar. Wir waren im Sommer dort zum Springen, beim COC und zum Training allgemein. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, die Schanzen kommen mir entgegen und die Große ist auch eine Fliegerschanze. Ich denke, wir stehen gut da“, so Freitag weiter.

Neben ihr trumpfte aber auch ihre Teamkollegin Agnes Reisch in den letzten Wochen immer mehr auf. In Lake Placid gelang ihr jüngst erstmalig der Sprung auf das Podium. Auf Ljubno verzichtete sie zuletzt bewusst aus Gründen der Belastungssteuerung. „Erstmal muss ich gesund bleiben. Die letzten Jahre stand ich mir mehr selbst im Weg als irgendwelche anderen Personen. Ich muss gesund zur WM fahren, locker bleiben, die Sprünge zeigen, die ich kann, und vor allem nicht verkopfen. Ich weiß, ich habe die letzten Wochen gute Ergebnisse erzielt, aber es ist nicht selbstverständlich, dass die nächsten Wochen auch so laufen werden. Von daher muss ich einfach auf mich schauen, jeden Tag mein Bestes geben und auf meinen Körper hören, was er sagt, wie er zu mir spricht und das mit den Coaches besprechen, um den richtigen Weg zu finden“, übt sich Reisch in Zurückhaltung.

Die dritte große Medaillenhoffnung ist (wieder einmal) Katharina Schmid. Nach einem sensationellen Saisonstart mit mehreren Weltcupsiegen und der zwischenzeitlichen Führung im Gesamtweltcup zeigte die Formkurve der Oberstdorferin seit Zao jedoch wieder etwas nach unten. „Ich wusste von vornherein, dass Zao nicht einfach wird. Die Schanze liegt mir nicht, der Anlauf ist immer ein bisschen schwierig und wenn das Selbstvertrauen nicht ganz so da ist, wird es natürlich noch schwieriger“, schilderte sie uns damals im Interview. Doch auch bei den darauffolgenden Weltcupstationen musste Schmid vereinzelt Rückschläge hinnehmen. „Es fehlt so ein bisschen die Leichtigkeit und die Selbstverständlichkeit. Das nagt so ein bisschen am Selbstvertrauen und ich hoffe, dass ich es mir wieder zurückholen kann.“

Auf Trondheim angesprochen, erklärt sie uns: „Ich freue mich schon mega. Die Schanzen sind beide sehr cool. Wir waren im Sommer oben, haben einen Lehrgang mitgemacht und waren mit dem COC dort. Es hat sehr viel Spaß gemacht“, so Schmid, die Mitte September beide Einzelwettbewerbe in Trondheim für sich entscheiden konnte. Für sie wird es in erster Linie darauf ankommen, wieder konstant ihre Top-Sprünge abzuliefern. Sollte ihr das gelingen, kommt sie genauso wie Freitag und Reisch für die Medaillen in Frage.

Auf Juliane Seyfarth und Luisa Görlich wird es dann vor allem im Teamwettbewerb der Damen ankommen. Zwischen ihnen wird vermutlich der vierte Startplatz ausgesprungen werden. Seyfarth liefert bisher eine sehr konstante Saison im Bereich der Top-15 ab, Görlich kehrte in Ljubno nach ihrer Verletzungspause wieder zurück ins Team und erfüllte mit den Plätzen 12 und 13 direkt die WM-Norm. Spannend verspringt nicht nur der Kampf um diesen vierten Startplatz im Team, sondern auch die Vergabe der Mixed-Team Plätze. Zuletzt war Freitag stetig gesetzt, während Reisch und Schmid im Wechsel pausierten. Wer in Trondheim die Nase vorne haben und mit den Männern gemeinsam auf Medaillenjagd gehen wird, wird man dann sehen.

Und bei den Herren? Hier sorgte Andreas Wellinger mit seinem Top-10 Platz in Sapporo immerhin wieder für einen kleinen Lichtblick. Auch wenn in den Einzelwettbewerben Medaillen gegen die Athleten der anderen Top-Nationen (vor allem aus Österreich, Norwegen und Slowenien) derzeit schwer werden dürften, ist zumindest im Teamwettbewerb und vor allem im Mixed einiges möglich. Doch woran liegt es eigentlich nach dem starken Saisonstart?

Pius Paschke beschreibt die Situation wie folgt: „Wo genau der Flow verloren gegangen ist, ist natürlich schwer zu sagen. Wenn man wüsste, woran es liegt und wie es wieder funktioniert, würde es jeder machen. Aber es geht nicht mehr ganz so leicht von der Hand, sondern muss sich erst wieder dorthin arbeiten. Und bei mir kommt hinzu, dass ich mich nach einem schlechteren ersten Durchgang emotional nicht so im Griff habe, dass ich locker an den zweiten Versuch herangehe. Ich muss lernen, so etwas direkt abzuhaken und mich wieder bestmöglich für den zweiten Sprung bereit zu halten. Das ist mir zuletzt nicht so gelungen.“

Im Hinblick auf die WM sagt der Kiefersfeldener: „Mir taugt die Schanze sehr in Trondheim und wenn man da hoch fährt, ist es wieder etwas ganz anderes. Man fängt wie jede Woche im Prinzip wieder bei Null an. Und auch als es super gelaufen ist, habe ich gesagt, dass man sich jede Woche neu vorbereiten muss, daran hat sich nichts verändert.“ Doch ob es wieder so schnell gehen kann bleibt abzuwarten. Ryoyu Kobayashi hat mit zwei Weltcupsiegen in Sapporo ein ähnliches Kunststück hingelegt. Vielleicht ein gutes Vorbild für die deutschen Athleten beim Kampf zurück an die Weltspitze.

Karl Geiger und Philipp Raimund, die zuletzt eine Wettkampfpause eingelegt und zu Hause trainiert haben, werden sicherlich an ihrer Konstanz gearbeitet haben. Man darf gespannt sein, ob es sich mit guten Auftritten bezahlt machen wird.

Der fünfte DSV-Adler im Bunde ist Stephan Leyhe, der den Vorzug vor etwa einem Felix Hoffmann, Constantin Schmid oder Markus Eisenbichler erhalten hat. Sein größtes Problem bisher: die Performance im Wettkampf. „In der Quali und im Training habe ich schon öfter gezeigt, dass ich mithalten kann. Aber im Wettkampf hat es leider nicht funktioniert. Daher gab es für mich nach Garmisch-Partenkirchen auch den Schritt zurück in den COC. Dort lief es für mich schon besser als im Weltcup, aber immer noch nicht ganz so konstant. Da der Trubel drum herum im COC fehlt und man sozusagen für sich ist, konnte man wieder etwas an der Form arbeiten. Das habe ich genutzt“, so Leyhe, der in Sapporo immerhin den Weg zurück in die Top-30 schaffte.

DSV Weltcup Weltcup Damen Weltmeisterschaften

In Lake Placid durfte sich Agnes Reisch über das erste Einzelpodium in ihrer Karriere sowie über den Sieg im Mixed-Team Wettbewerb freuen. Nach vielen Verletzungen, die sie in der Vergangenheit immer wieder zurückgeworfen haben, scheint die 25-Jährige nun endlich richtig durchstarten zu können – und das, obwohl sie nach wie vor Einschränkungen in Kauf nehmen muss. Im Interview führt sie diese näher aus und blickt mit uns gemeinsam schon einmal auf die bevorstehende Weltmeisterschaft in Trondheim.

Skispringen-News.de: „Hallo Agnes, momentan bist du wirklich in einer glänzenden Form. Wie erklärst Du Dir diesen Aufschwung und welchen Anteil hat dabei auch Euer neuer Bundestrainer, Heinz Kuttin?“

Agnes Reisch: „Heinz hat einen extrem hohen Anteil daran, dass ich aktuell so performen kann. Ich wusste die letzten Jahre schon, dass ich gut skispringen kann, konnte es nur nie oder selten zeigen, weil ich die ganze Zeit verletzt war. Heinz geht mit mir einen eigenen Weg, d.h. ich muss nicht das Training der anderen Mädels absolvieren, sondern kann mich voll auf mich fokussieren und mein eigenes Training gestalten, sodass ich auf der Schanze fit bin. Und wenn ich mal eine Pause brauche, kann ich diese einlegen. Ohne Heinz wäre ich sicherlich nicht da, wo ich gerade stehe. Aber auch mein ganzes Team daheim spielt eine große Rolle. Insbesondere mein Rehatrainer, der mit mir zusammen den Aufbau gemacht hat fürs Knie, mein Operateur in München, bei dem ich immer vorbei gehen kann oder die Osteopathen, die meinen Körper wieder fit gemacht haben.“

Skispringen-News.de: „Bald steht mit der WM in Trondheim das nächste große Highlight an. Wie sehen Deine Ziele aus?“

Agnes Reisch: „Erstmal muss ich gesund bleiben. Die letzten Jahre stand ich mir mehr selbst im Weg als irgendwelche anderen Personen. Ich muss gesund zur WM fahren, locker bleiben, die Sprünge zeigen, die ich kann, und vor allem nicht verkopfen. Ich weiß, ich habe die letzten Wochen gute Ergebnisse erzielt, aber es ist nicht selbstverständlich, dass die nächsten Wochen auch so laufen werden. Von daher muss ich einfach auf mich schauen, jeden Tag mein Bestes geben und auf meinen Körper hören, was er sagt, wie er zu mir spricht und das mit den Coaches besprechen, um den richtigen Weg zu finden.“

Skispringen-News.de: „Welche Erfahrungen hast Du auf den beiden WM-Schanzen schon gesammelt?“

Agnes Reisch: „Ich war letztes Jahr bei der Raw Air dort und bin nicht so zurechtgekommen. Das lag aber eher an dem Anlaufbalken, der ein bisschen hoch und rutschig war. Ich bin dadurch nicht so in meine Anfahrtsposition hineingekommen. Bei meinem letzten Sprung auf der Großschanze hat es aber dann ganz gut geklappt. Ich denke, die beiden Schanzen ansich sind extrem gut und man kann auch gut unten reinfliegen. Im Sommer war ich leider nicht dabei, aber im Prinzip ist es auch ein Wettkampf wie jeder andere, es heißt nur anders. Daher gilt es locker zu bleiben, die Nerven zu bewahren und letztlich wird der bzw. die Beste am Ende gewinnen.“

Skispringen-News.de: „Im Mixed-Wettbewerb stehen für die Damen und Herren jeweils nur zwei Startplätze im Team zur Verfügung. In Willingen erhielten Selina Freitag und Katharina Schmid hier noch den Vorzug (anders als beim anschließenden Weltcupwochenende in Lake Placid), obwohl Du tags darauf im Einzelwettbewerb als Fünfte beste Deutsche wurdest. Warst Du sehr enttäuscht über diese Entscheidung?“

Agnes Reisch: „Nein, gar nicht. Ich vertraue da unserem Bundestrainer. Er hat die Entscheidung getroffen und ich konnte es zu 100% nachvollziehen. Wenn ich Trainer gewesen wäre, hätte ich es genauso entschieden. Meine beiden Sprünge im Willingen-Training waren nicht gut und Katha/Selina waren einfach besser als ich. Aber ich kann es auch genießen, den Beiden zuzuschauen. Es hat mir nochmal ein bisschen Regenerationszeit gegeben und mich auf das Einzelspringen heiß gemacht.“

Skispringen-News.de: „Stichwort Regenerationszeit: wie sieht es derzeit aus bei Dir, bist Du komplett beschwerdefrei?“

Agnes Reisch: „Ich bin noch nicht bei 100% Gesundheit angekommen. Noch kann ich nicht ganz so trainieren, wie ich das möchte. Aber ich habe zusammen mit Heinz einen Weg gefunden, wie ich professionell skispringen kann und mein Training eigenständig steuern kann. Mit dem ganzen Team um mich herum haben wir zudem versucht, das Ganze dann nochmal zu verfeinern. Mein Knie macht mir gerade nicht mehr so viele Probleme, eher die Sehne. Die macht mir seit den deutschen Meisterschaften Probleme, aber ich kann es gerade gut händeln. Beim Springen habe ich keine Schmerzen, aber in der Athletik bin ich noch eingeschränkt.“

Skispringen-News.de: „Wir wünschen Dir weiterhin alles Gute und viel Erfolg, vor allem bei den Weltmeisterschaften in Trondheim.“

Agnes Reisch: „Vielen Dank und bis bald.“

Weltcup Weltcup Damen

Die Norwegerinnen Eirin Maria Kvandal und Anna Odine Stroem dürfen sich über einen Doppelsieg im heutigen Einzelwettkampf in Willingen freuen. Platz drei geht an die Österreicherin Jacqueline Seifriedsberger. Agnes Reisch wird als beste Deutsche Fünfte.

Eirin Maria Kvandal lag mit einem Sprung auf 137,0 Meter zunächst auf dem zweiten Zwischenrang. In Durchgang zwei katapultierte sich mit einem zweiten Sprung auf 144,5 Metern noch ganz nach oben und siegte mit 261,7 Punkten überlegen vor ihrer Teamkollegin Anna Odine Stroem. Diese landete mit 139,0 und 137,0 Metern und 245,8 Punkten auf dem zweiten Platz, über den sie sich sehr freute: „Es war ein guter Tag, meine Sprünge waren gut und ich habe insgesamt eine ziemlich gute Performance gezeigt“. Hinter den beiden Norwegerinnen landete die Österreicherin Jacqueline Seifriedsberger (236,6 Pkt.), mit Sprüngen auf 137,5 und 147,0 Meter, womit sie die Tagesbesteweite erzielte: „Die Schanze war heute in einem sehr guten Zustand, es hat echt Spaß gemacht“.

Norwegerinnen überzeugen als Team, Reisch als beste Deutsche auf Rang fünf

Die Norwegischen Damen überzeugten im heutigen Wettkampf mit einer geschlossen starken Teamleistung. Thea Minyan Bjoerseth landete als fünfte knapp hinter dem Podest und auch Ingvild Synnoeve Midtskogen platzierte sich als Neunte unter den besten Zehn.

Auch Agnes Reisch bestätigte ihre starke Form und wurde als Fünfte beste Deutsche: „(Der Wettkampf) war grandios, ich glaube wir haben beim Wettkampf gute Bedingungen gehabt. Es hat mega Spaß gemacht hier Ski-zu-springen. Mein erster Sprung war richtig, richtig gut, der zweite nicht mehr ganz so, aber hier mit dem fünften Platz abzuschließen, bei der Stimmung, ist grandios.“

Selina Freitag landete als Achte ebenfalls in den Top Ten, ist damit aber noch nicht ganz zufrieden: „Der erste (Sprung) war leider nicht mehr so im Fluss, ich habe mir schwer getan mit dem Übergang und der zweite (Sprung) war sauberer, in einem durch und dann war das mega auch bei der Weite hier den Auslauf runterzufahren und so begrüßt zu werden von den Zuschauern und bejubelt zu werden. Das war schon echt cool.“

Katharina Schmid verpasste als Elfte knapp die Top Ten: „Lief einfach nicht so wie erhofft, meine Sprünge waren nicht gut genug“. Schmid hatte besonders im ersten Durchgang mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen und landete bereits nach 115,0 Metern. Mit 131,5 Meter im zweiten Durchgang konnte sie immerhin noch vier Plätze aufholen, für ganz vorne reichte es jedoch nicht.

Auf Rang Sechs lag Nika Prevc als beste Slowenin, gefolgt von der besten Japanerin Sara Takanashi (7.). Komplettiert wurden die besten Zehn von Ema Klinec.

Die beiden DSV Athletinnen Juliane Seyfarth und Emely Torazza konnten als 15. und 19. ebenfalls Punkte sammeln. Torazza durfte sich damit gleichzeitig über ein neues Karriere-Bestresultat freuen.

Prolog kurz vor Ende abgebrochen

Da nur 36 Athletinnen in Willingen am Start waren, musste zuvor keine Qulifikation gesprungen werden. Dafür gab es einen Prolog, der sich aufgrund der wechselnden Windbedingungen jedoch sehr in die Länge zog. So sehr, dass er am Ende nach 31 Springerinnen aufgrund von Zeitproblemen abgesagt werden musste. Eine Ahtletin vor Selina Freitag, die sich nach dem Wettkampf dazu äußerte: „Ja, natürlich hätten wir schon gerne hier einen Sprung mehr gemacht. Ist natürlich sehr schade, aber da kann man leider nichts machen, das ist dann so.“

Offizielles Ergebnis

Für die Damen geht es nach diesem Einzelbewerb heute schon wieder nach Hause, bevor es dann – erneut gemeinsam mit den Herren – zum nächsten Weltcup nach Lake Placid geht. Hier steht der zweite Mixed Team Bewerb für diese Saison sowie zwei Einzelbewerbe an.