Ulrike Gräßler beendet ihre Karriere

Die deutsche Skispringerin Ulrike Gräßler hat ihre Karriere beendet. Dies teilte die 31-Jährige über ihre Facebook-Seite mit.

Japan gewinnt Team-Premiere, Würth schwer gestürzt

 Samstag, 16. Dezember 2017 14:53      Kerstin Kock

Sara Takanashi
Sara Takanashi Foto: Kerstin Kock
Der Sieg bei der Premiere im Teamwettkampf der Skispringerinnen ging am heutigen Tag an die Japanerinnen. Überschattet wurde der Bewerb durch den Sturz von Svenja Würth im 1. Durchgang.

Infos zum Wettkampf


Es sollte mit dem ersten Teamwettkampf in der Geschichte ein Freudentag für die Skispringerinnen werden, doch dieser erhielt bei der Glanzleistung der Japanerinnen einen Kratzer, nachdem Svenja Würth im 1. Durchgang gestürzt war. Die 24-Jährige hatte bei viel Neuschnee im Hang bei der Landung die Kontrolle verloren und war anschließend in den Schnee geknallt, wo sie lange liegen blieb, jedoch ansprechbar war. Würth wurde zu näheren Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht, wo genauere Untersuchungen anstehen. Wie Andreas Bauer gegenüber dem ZDF erklärte, verspürt sie Schmerzen im Knie. Die deutschen Athletinnen, die zu diesem Zeitpunkt auf Rang zwei lagen, entschieden sich anschließend geschlossen, den Finaldurchgang dennoch anzugehen und mit drei Starterinnen zu starten.

Japan dominiert auch Finale
Auch im Finale waren die Japanerinnen wieder die stärkste Mannschaft und da Deutschland mit stumpfen Waffen kämpfte, war der Sieg schnell eingetütet. Am Ende gewannen Yuki Ito, Kaori Iwabuchi, Yuka Seto und Sara Takanashi 956 Punkten sowie 92,3 Punkten Vorsprung zur zweitplatzierten Mannschaft. Diese Position sicherten sich doch etwas überraschend die Springerinnen aus Russland, die vor dem Wettkampf nur als Außenseiter gehandelt wurden.
Anastasiya Barannikova, Alexandra Kustova, Sofia Tikhonova und Irina Avvakumova holten in ihren acht Sprüngen 863,7 Punkte und setzen sich damit gegen Frankreich (Lea Lemare, Julia Clair, Romane Dieu, Lucile Morat; 846,4 Pkt.) durch, welches im Finale einen Aufreger hinnehmen musste. Bei Julia Clair war einer der Schanzenhelfer am Anlauf unaufmerksam, behielt den Laubbläser lange in der Spur und irritierte die Französin so bei ihrem Sprung. Nach Protest entschied die Jury, dass Clair vor der letzten Gruppe nachspringen durfte.

Deutschland auf Platz vier
Für die deutschen Skispringerinnen ging es mit der Dreierbesetzung Carina Vogt, Juliane Seyfarth und Katharina Althaus im Finale trotz aller Umstände mit 836,5 Punkten immerhin noch auf einen beachtlichen vierten Platz. Fünfte wurden die Sloweninnen mit Ursa Bogataj, Nika Kriznar, Spela Rogelj und Ema Klinec (829 Pkt.) vor dem Quartett aus Österreich (Elisabeth Raudaschl, Claudia Purker, Jacqueline Seifriedsberger, Chiara Hölzl; 800,6 Pkt.). Die übrigen Plätze im Finale sicherten sich Norwegen und die USA, ausgeschieden waren Italien, Kanada und Rumänien.

Weiter geht es in Hinterzarten am morgigen Sonntag um 15:30 Uhr mit dem Einzelwettkampf.


Weltcup Gesamtstände

Herren
Damen
1STOCH Kamil POL1443
2FREITAG Richard AUT1070
3TANDE Daniel Andre no985
4KRAFT Stefan AUT881
5JOHANSSON Robert no840
» Gesamter Stand

Continentalcup-Gesamtstände

Herren
Damen
1AIGNER Clemens AUT1191
2ZUPANCIC Miran slo938
3DEZMAN Nejc slo862
4HUBER Daniel AUT827
5HUBER Stefan AUT702
» Gesamter Stand