Die Schanze

Keine Skisprungschanze gleicht der anderen. Denn jede Anlage hat ihre eigenen Besonderheiten und Tücken. Bei einer Sprungschanze ist die Geometrie (Länge, Höhe und Neigung des Schanzentisches, Radius und Neigung des Aufsprungbereichs) dafür verantwortlich, welche Weite theoretisch gesprungen werden kann. In der Praxis kommen noch die Anlaufgeschwindigkeit, die Länge des Anlaufs und die Windverhältnisse hinzu

Aufbau einer Schanze
Eine Skisprungschanze besteht aus: Anlauf, Schanzentisch, Aufsprungbahn und Auslauf.

Der Anlauf ist auf einem künstlichen Turm oder direkt am Berghang errichtet . Ist der Anlauf am Berghang errichtet, spricht man von einer Naturschanze. Die Anlauflänge kann durch verschieben der Luke variiert werden. Die Länge des Anlaufs bestimmt die Geschwindigkeit des Springers beim Absprung. Mit der Wahl der Luke kann die Jury das Tempo des Springers kontrollieren und so zu weite Sprünge vermeiden. Als Schanzentisch wird der Bereich der Schanze bezeichnet, in dem der Absprung des Springers erfolgt. Den Bereich, in dem die Landung geschieht, bezeichnet man als Aufsprungbahn oder auch Aufsprunghügel. In der Nähe des Schanzentisches ist sie konvex und weiter zum Auslauf hin konkav gekrümmt. Den Übergang zwischen den beiden Krümmungen bezeichnet man als K-Punkt (kritischer Punkt, Konstruktionspunkt oder Kalkulationspunkt). Wenn der K-Punkt  übersprungen wird, erfolgt der Aufsprung in flacher werdendem Gelände und wird dadurch schwieriger. Der Auslauf dient dazu, die hohe Geschwindigkeit abzubremsen.

Größeneinteilung
Da die Schanzen eine unterschiedliche Größe besitzen, werden sie abhängig von der Größe in verschiedene Klassen eingeteilt.
Diese sind:

Kleine Schanze: K-Punkt liegt bei 20-45 m
Mittlere Schanze: K-Punkt liegt bei 46-74 m
Normalschanze: K-Punkt liegt bei 75-99 m  
Großschanze: K-Punkt liegt bei 100-120 m
Flugschanze: K-Punkt liegt bei 145-195 m

Im Weltcup springt man heutzutage fast nur noch auf Großschanzen, einige Weltcupspringen werden jedoch auf Flugschanzen und Normalschanzen ausgetragen. Ein Ereignis, das in jeder Saison auf einer Skiflugschanze ausgetragen wird, ist der Saisonabschluss in Planica/SLO. Auf der ganzen Welt gibt es momentan nur fünf Skiflugschanzen, von denen der Vikersundbakken in Vikersund/NOR die größte ist.

Flugschanzen der Welt

Vikersundbakken in Vikersund (Norwegen)
Letalnica in Planica (Slowenien)
Heini-Klopfer-Skiflugschanze in Oberstdorf (Deutschland)
Čerťák in Harrachov (Tschechien)
Kulm in Tauplitz (Österreich)


Naturschanzen
Eine Naturschanze ist eine Skisprungschanze, die weder im Anlaufbereich (Sprungturm), noch im Aufsprungbereich durch Baumaßnamen ergänzt wurde. Naturschanzen sind zum Beispiel die Paul-Ausserleitner-Schanze in Bischofshofen/AUT und die Skiflugschanze am Kulm in Bad Mitterndorf/AUT.

Hill-Size
Der Begriff Hillsize wurde 2004 eingeführt, um die tatsächliche Größe einer Schanze so besser einschätzen zu können. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die Schanzen nur aufgrund ihres K-Punktes in verschiedene Kategorien eingeteilt, was jedoch die wahre Größe der Schanzen für viele nur erahnen ließ. Die Hillsize ist der Punkt im Auslauf, an dem dieser einen Neigungswinkel von 32° besitzt. Häufig entspricht die Hillsize der Juryweite bei den Bewerben. Die Punkte werden jedoch auch weiterhin am K-Punkt festgemacht.

Weltcup Gesamtstände

Herren
Damen
1KRAFT Stefan AUT1665
2STOCH Kamil POL1524
3TANDE Daniel Andre no1201
4WELLINGER Andreas AUT1161
5KOT Maciej POL985
» Gesamter Stand

FEATURED ATHLETE

Der am 09. Juni 1991 in Limanowa polnische Skispringer Maciej Kot springt für den Verein Start Krokiew Zakopane und bestritt...

Continentalcup-Gesamtstände

Herren
Damen
1AIGNER Clemens AUT1191
2ZUPANCIC Miran slo938
3DEZMAN Nejc slo862
4HUBER Daniel AUT827
5HUBER Stefan AUT702
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